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Zeitgeist-Blog und Meta-MediumSearch this site:



Published: 2017-07-27T05:29:37Z

 



Ich bin umgezogen

2007-07-10T03:43:00Z

... weiter geht es auf http://doener.blogage.de/

Liebe verbliebene Leser! ;)

Lange habe ich nicht mehr gebloggt - aber es geht weiter!

Zusammen mit drei Freunden habe ich inzwischen ein Unternehmen gegründet. Wir wollen eine Social-Networking-Plattform für Blogger anbieten und haben nach über zweijähriger Entwicklungszeit inzwischen immerhin den Beta-Status unserer Software erreicht.

Dementsprechend werde ich auf diesem neuen Portal Namens blogage.de auf meinem Blog unter der Adresse http://doener.blogage.de/ weiterbloggen. Diesen Blog möchte, so wie er ist, aus historischen Gründen als Archiv enthalten. Neuigkeiten wird es von mir ab sofort aber nur noch auf meinem neuen Blog geben, den ihr natürlich als Feed abonnieren könnt.

Ansonsten wünche ich, frei nach Gorbatschow, allen Bloggern alles Gute. ;)

PS: Ich seid natürlich alle herzlich eingeladen, euch als Beta-Tester auf unserem Portal zu regstrieren. Geld können wir dafür leider nicht bieten - aber wer fleißig testet bekommt nach der Beta-Phase einen ansonsten kostenpflichtigen Advanced-Account für ein Jahr kostenlos.



Vorsicht beim googeln!

2007-05-21T17:57:00Z

Bitte klicken Sie hier.

Herzlichen Glückwunsch! Sie haben eine freie Hausdurchsuchung gewonnen!



9live die zweite

2007-05-09T02:18:00Z

Beitrag von Plusminus (ARD)

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Link: sevenload.com
Siehe dazu auch Abzock-TV: Call-in-Shows bei 9Live & Co



Copyriot zum 1. Mai

2007-05-02T16:52:00Z

09 F9 11 02 9D 74 E3 5B D8 41 56 C5 63 56 88 C0

Von einer Rebellion auf dem Web-2.0-Nachrichtenportal Digg.com berichtet unter anderem Spiegel Online. Bei dem Portal, auf dem die Nutzer eingereichte Links durch einen einfachen Klick bewerten, rangierte ein 16 Byte langer Code ganz oben in der Gunst der Nutzer. Das für Digg.com Gefährliche: Bei dem Code handelt es sich um eine Zeichenfolge, die dazu geeignet ist, den Kopierschutz aller HD-DVDs zu knacken, um diese beispielsweise zu kopieren oder unter freien Betriebssystemen wie Linux abzuspielen. Dementsprechend versucht das AACS-Konsortium der Filmindustrie die Verbreitung der Zeichenfolge mit Unterlassungsklagen unter anderem an Google, Wikipedia und zahlreiche kleinere Foren zu verhindern. Auch Digg.com löschte den Link aus Angst vor Millionenklagen der Filmindustrie immer und immer wieder aus dem Index. Am Ende hat Digg.com die Zensur und damit den Kampf gegen die eigenen Nutzer aufgegeben. Digg-Gründer Kevin Rose schrieb gestern in seinem Blog:

But now, after seeing hundreds of stories and reading thousands of comments, you’ve made it clear. You’d rather see Digg go down fighting than bow down to a bigger company. We hear you, and effective immediately we won’t delete stories or comments containing the code and will deal with whatever the consequences might be.

If we lose, then what the hell, at least we died trying.


Die Story ist mit derzeit 4349 Diggs der meistgediggte Link der Geschichte des Portals.

Das eigentlich Spannende an dieser Geschichte ist, dass das Web-2.0-Prinzip der Seite die Zensur verhindert hat. Die Masse der User, die diesen Code immer und wieder eingestellt und bewertet, in Foren gepostet hat etc., hat die Zensur unmöglich gemacht. Das Web 2.0 macht Zensur, egal welcher Art, langfristig vom Prinzip unmöglich, weil es keine Kontrolle mehr über den Content geben kann. Die Vernetzung der Blogs etc. führt im Gegenteil dazu, dass all jene Inhalte, die bekämpft werden, sich schneller verbreiten als alles andere. Wie bei allen friedlichen Revolutionen schützt die Masse vor der Bestrafung. Man kann nicht mehrere Millionen Blogger in Gefägnisse stecken, genauso wie die DDR das nicht mit jedem Montagsdemonstranten tun konnte. Vernetzung ist der Schlüssel.

Quelle des Codes ist Rudd-O.com, der Blog des 27-Jährigen Wirtschaftsmathematikers Manuel Amador Briz.



Silverlight: Microsoft will Flash-Alternative durchdrücken

2007-04-16T22:50:00Z

Silverlight soll Microsofts Konkurrenz zu Adobe Flash heißen. Wie Adobes Flash ist auch Silverlight - Microsoft-typisch - kein offener Standard, sondern proprietär. So behält Microsoft durch Geheimhaltung der Schnittstelle die Kontrolle über das Format und verhindert beispielsweise die freie Implementierung eines entsprechenden Plugins auf alternativen Betriebssystemen wie Linux. Anders als Adobes Flash gibt es für Plugins zum Lesen das neuen Microsoft-Formats nämlich nur nur für Windows und Mac OS X. Ein entsprechend kompatibles Linux-Plugin wird wieder mal per aufwendigem Reverse Engineering programmiert werden müssen. Der Entwicklungsname Windows Presentation Foundation Everywhere (WPF/E) hat mal wieder mehr versprochen, als eingehalten wurde. Es bleibt zu hoffen, dass sich Microsofts Nachahmung gar nicht erst durchsetzt.

Mit Patenten gegen Open Source

Wie jetzt bekannt wurde, hat Microsoft außerdem schon 1999 versucht, den offenen Energiesparstandard ACPI mittels Softwarepatenten zu untergraben und so für alternative Betriebssysteme wie Linux unbrauchbar zu machen. Wie das Microsoft-Quasimonopol außerdem mit staatlicher Hilfe in Schulen verfestigt wird, berichtet die aktuelle Ausgabe des CCZwei.

Vista immer noch mit vielen Fehlern

Der Start von Microsofts neuem Betriebssystem, Windows Vista, ist indessen eher misslungen, bilanziert die c't in ihrer aktuellen Ausgabe:

Bei den Benutzern der neuen Windows-Version Vista ist Ernüchterung eingekehrt. Fehlende Gerätetreiber, absurde Fehlermeldungen und penetrante Sicherheitsabfragen überschatten die erste Freude über transparente Fenster und Farben. Die deutsche Übersetzung verwirrt zudem mit unverständlichem Kauderwelsch, berichtet c't.
Quelle: heise.de

Übrigens: Für diesen Donnerstag ist die Veröffentlichung von Version 7.04 der einsteigerfeundlichen Linux-Distribution Ubuntu geplant. CDs können kostenlos unter https://shipit.ubuntu.com/ vorbestellt oder ab Donnerstag unter http://www.ubuntu.com/getubuntu/download heruntergeladen werden. Einsteigerhilfen gibt es auf www.ubuntuusers.de.

Mehr zu diesem Thema:

Microsoft: Die Welt in den Händen eines Software-Giganten - Warum offene Formate und Freie Software so wichtig sind



"Die Lohnnebenkosten sind zu hoch"

2007-04-16T22:46:00Z

Dass in Deutschland die Steuern, insbesondere die Unternehmenssteuern, im Vergleich zu anderen Industrieländern eher niedrig sind, hat sich inzwischen herumgesprochen. "Aber die Lohnnebenkosten" ist dann meist das nächste Scheinargument aus der neoliberalen Ecke. Deutschland liegt bei den Lohnnebenkosten unter EU-Durchschnitt. Spitzenreiter ist übrigens die Vorzeigeökonomie Schweden.



center.tv: Der Zauberlehrling

2007-04-11T01:24:00Z

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Via FUCKUP Wiki



"Atommacht" Iran und die Markt-Mullahs

2007-04-10T17:57:00Z

"Iran erklärt sich zur Atommacht" titelte Spiegel Online gestern. Dabei hat der Iran gar nicht behauptet im Besitz von Atomwaffen zu sein, wie die Spiegel-Überschrift zu suggerieren versucht. Es ging doch nur darum, dass der Iran nach eigenen Angaben nun dazu in der Lage ist, eigenständig Uran anzureichern, um friedliche Kernerngie zu nutzen. Aber selbst das wird bezweifelt. Allerdings hat das auch die Bild-Zeitung nicht davon abgehalten, bereits am 15. Dezember dem "Irren von Teheran" die Möglichkeit zum Bau von Atomwaffen zu unterstellen (Titelschlagzeile: "Er baut die Bombe").

Ob dem Säbelrasseln von britischer und amerikanischer Seite bald auch ein offener Krieg folgt, ist derzeit angesichts der Lage im Irak eher fraglich. Laut Informationen, die ABC News vorliegen werden allerdings bereits seit 2005 terroristische Anschläge im Iran von der CIA unterstützt und mitkoordiniert.

Zu den in der Politik stets gleichermaßen beliebten und gefährlichen Nazivergleichen gesellt sich inzwischen übrigens immer öfter eine neue Vergleich-Spezies: Der Mullah-Vergleich. Der jüngste Versuch einer Etablierung dieses hierzulande noch nicht ganz heimischen Vergleichs:

SPD-Generalsekretär Hubertus Heil sagte, auch die "Markt-Mullahs" in den Reihen des Koalitionspartners müssten endlich einsehen, dass "Hungerlöhne nicht nur die Arbeitnehmer demütigen, sondern auch verantwortliche Unternehmen schädigen".
Quelle: www.fr-online.de



Aktientipps zum Weltuntergang

2007-04-10T17:44:00Z

Unsere Welt ist bedrohter denn je und die Börsen - auch immer ein beliebtes Prognoseinstrument - stellen sich darauf ein. Gestiegen sind die Aktien der Umwelttechnologieanbieter. Laut Roland-Berger-Studie könnte die Ökobranche hierzulande schon bald die Automobilhersteller als führenden Industriezweig in Deutschland abgelöst haben. Alles falsch, meint der Chief Investment Officer bei HSBC Trinkaus & Burkhardt. Es ginge nämlich eigentlich gar nicht mehr darum, die Katatstrophe zu verhindern. Er schreibt dazu heute in der Rheinischen Post:

[...] Deshalb bleibe ich bei meiner Skepsis gegenüber Herstellern von Biosprit, Windkraftwerken und Solaranlagen. Geld verdienen kann man an der Börse letztlich nur mit neuen Ideen, mit Überraschungen. Dabei mögen Sie es zynisch nennen oder realitätsnah, wenn man beim Klimawandel eher Geld verdienen will mit der Bewältigung der Folgen als mit dem Versuch, denselben aufzuhalten. Fassen wir die wichtigsten Folgen zusammen: stärkere Wetterextreme, Überschwemmungen, Trockenheit, Stürme, Verschiebung von Klimazonen und Anstieg der Meeresspiegel.

Profitieren werden davon diese Branchen: 1. Bau und Baumaterial, 2. Baumaschinen, 3.Agrarchemie. Der Bau wird Aufträge aus der Umsiedelung ganzer Küstenregionen bekommen, vor allem der Errichtung neuer Infrastruktur. Für andere Küstenabschnitte werden Deiche und Dämme erhöht und verstärkt werden. Im Binnenland muss die Entwässerung verändert werden. Baumaschinen werden wie bisher für Bauprojekte gebraucht. Hinzu wird aber in großem Umfang Spezialgerät für den Katastrophenschutz und die Beseitigung von Katastrophenschäden kommen. Schließlich wird der Bedarf an chemischer Unterstützung für Agrar- und Forstwirtschaft deutlich zunehmen. Vorhandene Pflanzen müssen gekräftigt werden, Ertrag muss gesteigert werden, und neue Sorten müssen angesiedelt werden.



Einkommen für alle

2007-04-03T04:06:00Z

Wer allerdings heute noch - wie das durch Nachkriegserfahrungen geprägte Politiker lange taten - empfiehlt, man solle sich an diesen Jahren [es geht um die Wirtschaftwunderjahre bis 1965] ein Beispiel nehmen und "die Ärmel hochkrempeln", der ist entweder grenzenlos einfältig oder er bedient sich billiger Rhetorik. Dabei bedarf es nicht mal eines minimalen volkswirtschaftlichen Verständnisses, um zu erkennen, dass der Boom der Nachkriegsjahre zunächst eine Folge der immensen Zerstörung des Krieges und eines fast völligen Zusammenbruchs der Wirtschaft war. Bei Lichte betrachtet war die Bundesrepublik 1949 ökonomisch bestenfalls ein Schwellenland - also konnte sie, zumal die Arbeitskräfte nach damaligen Maßstäben überaus gut qualifiziert waren, auch die für solche Länder üblichen Wachstums- und Beschäftigungsraten aufweisen. Doch ließe sich die Illusion, eine Wiederholung dieses "Wirtschaftswunders" sei möglich, zunächst sehr zynisch vom Tisch fegen: Ja, das wäre möglich - aber dafür müsste man eben auch noch einmal den gesamtem Kontinent in Schutt und Asche legen.
Dm-Chef Prof. Götz Werner in seinem neuen Buch Einkommen für alle. Werner beschreibt in dem Buch die Machbarkeit eines bedingungslosen Grundeinkommens für Deutschland. Auch wenn ich bisher erst bis zur 27. von über 200 Seiten vorgerdrungen bin, möchte ich es jetzt schon einmal empfehlen. Nicht zuletzt, weil es das erste Buch ist, in dem ein Artikel dieses Blogs im Literaturverzeichnis aufgeführt ist. ;) Götz Werner hatte mir das Buch pünktlich zum Erscheinungstermin im Buchhandel geschenkt.



Neulich bei Rot-Grün

2007-03-29T18:50:00Z

Fischer: "Nee, also kommt Leute. Mein strahlendes Image wollen wir durch die Sache doch jetzt nicht beschädigen."

Steinmeier: "Ich weiß, dass ich das damals verbockt habe, aber ich bin noch dran. Mir könnt ihr das auf gar keinen Fall anlasten, die Partei und so ..."

Schröder: "Also ich hab mit der Gazprom-Sache schon genug zu kämpfen. Wo ist Scharping? Ach nee, der war ja gar nicht mehr dran. Otto, komm, dein Ruf ist bei den Linken doch eh ruiniert und den Rest stört so ein bisschen Folter eines Deutsch-Türken doch sowieso nicht."

Schily: "Na wenn's denn unbedingt sein muss, übernehm ich halt die volle Verantwortung ... hab ich wenigstens was, über das ich meine Memoiren verkaufen kann ..."



Atheismus

2007-03-27T00:20:00Z

Wir sind alle Atheisten, was die meisten Götter anbelangt, an die die Menschheit jemals geglaubt hat. Manche von uns gehen einfach einen Gott weiter.
Richard Dawkins

Seinen Film "The God Delusion" gibt es auch bei Google Video. Aber fasst das nicht als Empfehlung auf, ich habe ihn noch nicht gesehen.



Rosebud

2007-03-24T09:02:00Z

Nostalgische Kindheitserinnerung hat wohl fast jeder, wie ja überhaupt alles Vergangene immer aufgewertet wird. So manch einer aus der Generation der Väter und Großväter erinnert sich bei diesem Stichwort wahrscheinlich an das Errichten von Hütten in irgendeinem Wald.

Als jemand, der bereits im digitalisierten Zeitalter aufgewachsen ist, erinnere ich mich nicht zuletzt an Computerspiele. Spiele wie Monkey Island 2 oder The Legend of Kyrandia, die ich damals auf dem Amiga spielte. Anders als der Wald unserer Väter, der längst einer Reihenhaussiedlung weichen musste, gibt es diese Spiele heute noch. Dank ScummVM erwachen sie auch auf zeitgemäßen Rechnern und Betriebssystemen wieder zu neuem Leben. Und das kann man durchaus als Problem betrachten: Die prächtige Grafik der Erinnerung weicht ganz schnell der groben Pixelwirklichkeit von damals, die fesselnde Story der nostalgischen Erinnerung packt einen als Erwachsenen dann eben doch nicht mehr so wirklich. Klar, Monkey Island genießt nicht umsonst Kultstatus, der Humor der Reihe (insbesondere Teil 1 und 2) bleibt auch heute noch einzigartig. Und trotzdem: Aus der verklärten Kindheitserinnerung wird ganz schnell ein ganz normales Computerspiel. Und während Erinnerungen an einen Wald und eine Hütte in dieser Form tatsächlich ziemlich einzigartig waren, haben Millionen andere auf der Welt das Spiel ebenfalls gespielt.

PS: Wer nichts mit dem Titel dieses Eintrags anfangen kann, einfach mal googeln. ;)



StudiVZ und die Lizenz zum Schnüffeln

2007-03-16T23:43:00Z

Immer mehr Menschen, insbesondere junge, verbringen einen nicht unbeträchtlichen Teil ihres Lebens im Netz. Damit meine ich jetzt nicht mal das mediengehypte "Second Life", sondern vor allem Social-Networking-Plattformen wie das StudiVZ. Genau diese berüchtigte aber nach wir vor erfolgreiche Online-Plattform für Studenten, hat nun ihre Allgemeinen Geschäftsbedinungen geändert - und die haben es in sich. Der bekannte Düsseldorfer Rechtsanwalt Udo Vetter weist in seinem law blog beispielsweise auf Vertragsstrafen für alle möglichen Vertöße gegen die AGBs und die "Lizenz zum Schnüffeln" in privaten Nachrichten hin, die sich der Betreiber vorbehält, um AGB-Verstöße wie Doppelanmeldungen aufzudecken. Wer keine Lust auf die neuen AGBs hat, so könnte man argumentieren, kann diesen ja einfach widersprechen, was zur Folge hat, dass der Account und sämtliche Daten gelöscht werden. Nur so einfach ist das leider nicht. Ein nicht unbeträchtlicher Teil der Organisation studentischen Soziallebens wird inzwischen über diese Plattform organisiert, sei es die Verabredung zu Partys, der Austausch von Gleichgesinnten in Gruppen oder einfach nur die Kontaktpflege. Dabei neigen Social-Networking-Portale natürlich zur Konzentration: Je mehr User sich auf einer Plattform anmelden, um so attraktiver wird diese für alle - ein sich selbst verstärkender Effekt. Der Großteil des Werts und der Attraktivität einer Social-Networking-Plattform für die User, entsteht also erst durch durch diese selbst. Demokratie auch im virtuellen Leben? Es ist meiner Meinung nach daher fraglich, ob bei fortschreitender Vernetzung von On- und Offlineleben, in denen sich die User bisher in große Abhängigkeit zu ihrem Dienstanbieter begeben, dieser alleine darüber entscheiden sollte, wie die Nutzungbedingungen aussehen sollen und wie beispielsweise die auf dem Portal gespeicherten Daten wie persönliche persönliche Fotos genutzt werden dürfen. Wenn ein immer größerer Teil unseres sozialen Lebens online stattfindet, wenn der Ausschluss von einer Online-Plattform auch ein Ausschluss von einem großen Teil sozialen Lebens bedeutet, wie es heute teilweise schon für das StudiVZ gilt, sollte dann unser Online-Leben nicht genau so demokratisiert sein wie unser echtes Leben? Brauchen Online-Portale also eine Verfassung und demokratische Mitbestimmung, um die Willkür des Dienstanbieters zu verhindern, von dem so viele User abhängig sind? Wir sind das StudiVZ! In gewisser gibt es natürlich schon Elemente demokratischer Mitbestimmung. Was würde sich besser eignen, den Protest gegen die dreisten AGBs einer Social-Networking-Plattform zu organisieren, als diese Plattform selbst? Daher habe ich heute die Initiative gegen die neuen StudiVZ-AGBs als als StudiVZ-Gruppe gegründet, die - noch nicht einmal einen Tag alt - bereits 47 Mitglieder hat. Durch die naturgemäß große Vernetzung innerhalb der Plattform wäre es meiner Einschätzung nach schon möglich, den Anbieter durch einen organisierten Protest zum einlenken zu bewegen. Notfalls, in dem man mit Massenaustritt droht - Geschichte wiederholt sich nicht, höchstens als Farce. ;) Trotzdem behagt es mir nicht, dass der Betreiber die Gruppe, die den demokratischen Protest organisieren soll, jederzeit völlig rechtmäßig auflösen und somit jeden Protest im Keim ersticken könnte. Dann bliebe nur noch, den Protest nach außen zu tragen, raus aus der proprietären Plattform - rein in die freie Blogosphäre, die nicht von einem einzigen Dienstanbieter abhängig ist.[...]



"Familienväter, Schüler, Nazis"

2007-03-04T19:46:00Z

Zum lachen oder weinen, entscheidet selbst:

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Hintergrund:
Telepolis: Panorama, "Killerspiele" und die Filter-Firma