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hr2 Der Tag



Kenntnisreich, ironisch, witzig, pointiert.



Last Build Date: Tue, 19 Sep 2017 17:08:08 GMT

Copyright: Hessischer Rundfunk
 



Erschütterte Gewissheiten - Mord im Namen Buddhas

Tue, 19 Sep 2017 17:00:00 GMT

Buddhistische Hassprediger. Verfolgte Muslime. Eine Friedensnobelpreisträgerin, die sich nicht einmischt. Und eines der ärmsten Länder der Welt als Ziel von Flüchtlingen. Was die muslimische Minderheit der Rohingya gerade erlebt - in ihrem Heimatland Myanmar und auf der Flucht ins benachbarte Bangladesch - das scheint gleich mehrere Bilder in unseren Köpfen ins Gegenteil zu verkehren. Und es entstehen Fragen: Wie viel Gewaltpotenzial steckt im Buddhismus? Warum steht Myanmars Regierungschefin Aung San Suu Kyi nicht an der Seite der Unterdrückten, nachdem sie doch jahrzehntelang selbst verfolgt worden ist? Wer sind eigentlich die Rohingya, warum werden sie verfolgt, und welchen Platz haben die armen Nachbarn in Bangladesch für sie? Und schließlich: Was muss geschehen, damit ihr Schicksal nicht am Ende den Islamisten in die Hände spielt?


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Neue Wege-alte Probleme. Der Herbst der Flüchtlingspolitik

Mon, 18 Sep 2017 17:00:00 GMT

Die Meldungen kommen zur Unzeit - zumindest für die meisten deutschen Wahlkämpfer: die Flüchtlinge und die Schlepper haben wohl einen neuen Fluchtweg gefunden. Die Zahlen der Bootsflüchtlinge, die übers Schwarze Meer nach Rumänien und Bulgarien kommen, steigen. Die Meldungen erinnern uns daran, dass das Flüchtlingsproblem bestenfalls verdrängt, aber keineswegs gelöst ist. Und dass es auch durch starke Sprüche und demonstrative Abschiebungen in unsichere Herkunftsländer nicht gelöst wird. Was sollen die Italiener, Griechen und Spanier - und nun auch die Rumänen und Bulgaren - von der Forderung deutscher Politiker halten, keine Papierlosen mehr aufzunehmen? Sollen sie Flüchtlinge ohne Ausweis ertrinken lassen? Was sollen sie halten von der vielbeschworenen europäischen Solidarität, wenn sie eben doch alleine gelassen werden mit "ihren“ Flüchtlingen?


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Manöverkritik. Was plant Putin?

Fri, 15 Sep 2017 17:00:00 GMT

Russland hält eine Militärübung ab und der Westen sieht sich bedroht. Das Herbstmanöver "Zapad" findet zwar nicht zum ersten Mal statt, aber noch nie war das Misstrauen so groß. Schließlich nehmen viel mehr Soldaten daran teil, als Russland einräumt und es wäre nicht das erste Mal, dass auf ein Manöver eine Intervention folgt, wie bei der Annexion der Krim vor drei Jahren. Russland führt den baltischen Staaten und der Nato ihre Verwundbarkeit vor. Denn wenn es von Weißrussland und der russischen Exklave Kaliningrad aus den schmalen Landkorridor zwischen Polen und Litauen besetzt, sind die baltischen Staaten vom Westen abgeschnitten. Welche Pläne stecken hinter den russischen Muskelspielen?


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Umwelt, Klima, Energie. Der Wahlkampf und die Wirklichkeit

Thu, 14 Sep 2017 17:00:00 GMT

Endspurt. Noch 10 Tage bis zur Bundestagswahl. Wenn man den Umfragen glaubt, dann dürften Grüne als auch die FDP ein gleiches Schicksal ereilen. Entweder sie landen beide in der Opposition oder aber sie finden sich in einer Jamaika-Koalition wieder. Aber wenn man ihre Parteiprogramme vergleicht, liegen Welten zwischen den beiden. FDP Chef Christian Lindner hat gerade im Koalitionsvertrag in Nordrhein Westfalen den Bau von Windrädern auf 80 Prozent der Landesfläche verhindert. Außerdem sagt er "Ja" zu Braunkohlekraftwerken und "Nein" zu neuen Subventionen für erneuerbare Energien. Die Grünen haben dagegen die Beschleunigung der Energiewende beschlossen und einen Ausstieg aus Kohle und Verbrennungsmotor bis 2030. Kanzlerin Angela Merkel hält es mit der Kohle wie mit dem Verbrennungsmotor - Ausstieg ja, konkretes Datum nein. Aber die "Klimakanzlerin" braucht rasche Erfolge bei der CO2-Bilanz. Welche Rolle spielt das Thema Energiewende im Wahlkampf und wie wahlentscheidend ist es?


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Das Auto. Eine Beziehungskiste

Wed, 13 Sep 2017 17:00:00 GMT

Die Vernunft sagt: wir sollten unser Auto für immer stehen lassen. Das Gefühl aber sagt: wir kommen vom Auto nicht los. Zu verführerisch sieht es aus, es ist unser Rennpferd, unser Lastenesel, unser Kuscheltier. Und seit neuestem sagt das Auto: ich bin kraftvoll dank Elektromotor, sauber dank blauen Zusätzen, attraktiv als ein Element in den vernetzten Mobilitätskonzepten der Zukunft. Aber wer sorgt politisch dafür, dass wir mit weniger Autos genauso schnell von A nach B kommen? Wer kann sich einen Tesla leisten? Wir bleiben also noch eine ganze Weile zusammen: die alten Dieselstinker, die übergroßen SUVs, die kleinen Klapperkisten.


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Traurige Tropen. Wenn Stürme Paradiese zerstören

Tue, 12 Sep 2017 17:00:00 GMT

Wie an einer Perlenschnur hängen die Keys am Südzipfel des Bundesstaates Florida, eine fragile Inselgruppe, 160 Kilometer lang. Von Key West aus sind es gerade mal 145 Kilometer bis nach Kuba. Am Wochenende hatte Hurrikan "Irma" mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Kilometern die Inselkette erreicht. Weitere Wirbelstürme werden folgen. Das Paradies ist bedroht. Es könnte in nicht allzu ferner Zukunft im Meer versinken. Der Wasserspiegel steigt weltweit. Aber kaum einer der 70 tausend Bewohner der Inseln glaubt daran, zu den Opfern zu zählen. Es wird weiter gebaut, teure Hotels, Golfplätze und Strandhäuser. Der Mythos der Keys scheint langlebiger zu sein als jeder Sturm: In den 1970er-Jahren waren sie ein Refugium für Künstler, Millionäre und Aussteiger. Tennessee Williams, Robert Frost und Ernest Hemingway lebten auf den Keys, die sie literarisch inspirierten. In John Hustons Film "Gangster in Key Largo", der auf den Keys spielt, zieht ein Hurrikan auf. Aus der Fiktion wurden Fakten. Heute kann niemand mehr so tun, als gäbe es keinen Klimawandel.


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Der Traum vom eigenen Staat. Die Katalanen und das Referendum

Mon, 11 Sep 2017 17:00:00 GMT

Sie haben die spanische Regierung gegen sich. Das spanische Verfassungsgericht. Und mutmaßlich auch viele in Brüssel. Wer wünscht sich schon ein unabhängiges Katalonien in Europa? Auf jeden Fall all jene, die am 11. September in Barcelona auf die Straße gehen. Hunderttausende werden es sein. Aber ist es auch die Mehrheit ? Nicht jeder ist vom historischen Pathos überwältigt, mit dem die katalanischen Separatisten zu Felde ziehen. Mit der Wahl des 11. September erinnern sie an den Tag im Jahr 1714, als spanische Truppen in Barcelona einmarschierten. Das ist aber lange her. Was hätten denn die Katalanen von ihrer Unabhängigkeit? Und nehmen die Separatisten zur Kenntnis, welche Probleme die Briten mit dem Brexit haben, also der Trennung von der EU?


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Der Geist, der stets verneint: Renitenz

Fri, 08 Sep 2017 16:59:00 GMT

Bilden Reichsbürger eigentlich Rettungsgassen? Das ist unwahrscheinlich, denn dem Krankenwagen keinen Platz zu machen und sich Amtshandlungen jeder Art in den Weg zu stellen, entspringt ein und der gleichen Grundhaltung: Renitenz. Es gibt Leute, die am liebsten stören, immer und überall. Sie rauchen neben dir im Flugzeug, stellen ihre Möbel in deinen Flur, parken in deiner Einfahrt, blockieren die Tür der S-Bahn - und reagieren auf jede Bitte eines Mitmenschen oder Aufforderung eines Amtsträgers ähnlich, nämlich bockig oder noch besser: gar nicht. Es sind die, die die Polizei aus der Wohnung tragen muss, wenn evakuiert wird - oder wenn die Miete seit drei Jahren fällig und alle Zimmer zugemüllt sind. Gesetze, Regeln des Zusammenlebens und Höflichkeit sind für die Renitenten nichts als eine Gelegenheit, auf Kosten aller anderen zu triumphieren. Renitenz ist die böse kleine Schwester der Unangepasstheit und die Stieftochter des Eigensinns: der unproduktive Widerspruch. Und sie scheint zuzunehmen. Was haben die Renitenten eigentlich davon?


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Arbeiten, Steuern, Rente – Der Wahlkampf und die Wirklichkeit

Thu, 07 Sep 2017 16:59:00 GMT

Und so sehen wir betroffen / Den Vorhang zu und alle Fragen offen“, so endete stets das Literarische Quartett mit einem abgewandelten Brechtzitat. Und so könnte auch das Duell zwischen Angela Merkel und Martin Schulz kommentiert werden. Denn tatsächlich sind viele Fragen offen geblieben. Fest steht zum Beispiel für die Kanzlerin, es werde keine Rente mit 70 geben. Wirklich nicht? Für niemanden? Wie wird die staatliche Rente dann künftig finanziert werden? Wie lässt sich Altersarmut vermeiden? Wie wird das Rentenniveau ausfallen? Ähnlich vieldeutig und offen sind die Versprechungen der Parteien beim Thema Steuern, wo sie uns alle - irgendwie - entlasten wollen, die einen mehr diese Gruppe, die anderen mehr jene. Aber interessiert das die Wähler auch? Glauben Sie es? Wie wahlentscheidend sind die Themen Arbeit, Steuern, Rente?


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Solidarität und Recht. Was Europa auseinander treibt

Wed, 06 Sep 2017 16:59:00 GMT

Um Italien und Griechenland zu entlasten, beschloss die EU 160.000 Flüchtlinge auf die europäischen Länder zu verteilen. Kaum ein Land hat sich daran gehalten, die überstimmten Osteuropäer weigern sich sogar, überhaupt jemanden aufzunehmen, Ungarn und die Slowakei klagten beim Europäischen Gerichtshof gegen die Verteilung. Nun entscheidet der EuGH, ob der Beschluss darüber gegen europäisches Recht verstoßen hat. Egal wie es ausgeht - der Streit geht weiter. Die EU hat schon ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Ungarn, Polen und Tschechien eingeleitet, der ungarische Ministerpräsident fordert seinerseits Solidarität beim Grenzschutz und EU-Geld für Ungarns Grenzzaun. Was bleibt. Die Europäer müssen sich auf eine gemeinsame Migrationspolitik einigen. Aber wie soll das gehen, wenn man sich in den grundlegenden Dingen nicht einig ist.


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Kunst aus Kolonien - Der schwere Weg zur Weltkultur

Tue, 05 Sep 2017 16:59:00 GMT

"Die Welt als Ganzes zu erleben" - verspricht uns das Humboldt Forum. Im neuen Berliner Stadtschloss sollen die ethnologischen Sammlungen Berliner Museen die Begegnung mit den Kulturen der Welt ermöglichen - kritisch, respektvoll, neugierig. Ohne den kolonialen Blick von oben, wohl aber ihn reflektierend. Ein Zentrum der Vielfalt in der Mitte einer vielfältigen Metropole - noch dazu in Zusammenarbeit mit Kuratoren aus aller Welt, was kann da schief gehen? Bisher doch einiges: die Beteiligten streiten um das Konzept, vor allem der Umgang mit der meist kolonialen Herkunft der Ausstellungsstücke sorgt für Ärger. Ist das nicht zum großen Teil eine Art Raubkunst? Darf man das überhaupt ausstellen, und wenn ja, wie präsentiert man es angemessen? Ist der Anspruch der Macher, die Kulturen der Welt endlich gerecht und gleichwertig zu zeigen, nicht gigantomanisch und von vornherein zum Scheitern verurteilt? Das Feld, auf dem diese Diskussionen geführt werden, ist hart umkämpft. Es geht um die Aufarbeitung der Kolonialgeschichte. Es geht um moralische Anerkennung von Unrecht, um materielle Entschädigung. Und es geht um die moralische und politische Lufthoheit in den Debatten um all das. Die "Welt als Ganzes zu erleben" - das ist derzeit nicht mehr als das Ziel eines weiten und schweren Weges.


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Angela und Martin. Szenen eines Duells

Mon, 04 Sep 2017 16:59:00 GMT

Das Duell ist ein gefährlicher Zweikampf. Mit tödlichen Waffen wird um die Ehre gekämpft. Sekundanten wachen darüber, dass die strengen Regeln eingehalten werden. Das mit den strengen Regeln ist auch im TV-Duell zur Bundestagswahl 2017 so. Auch hier gehören Sekundanten dazu, vor allem aber vorher. Und ja, es geht um die Ehre, aber noch mehr um die Wählerstimmen. Großer Unterschied: der Tod eines Duellanten ist nicht vorgesehen, es droht höchstens das Ende einer Politikerkarriere. Das Fernseh-Duell ist also an sich eine sehr viel weniger gefährliche und dadurch auch weniger spannende Angelegenheit. Oder entscheiden sich dadurch doch Wahlen oder etwa die Geschichte? Und was sagen uns die Rhetorik und die Inszenierung der Politiker im Wahlkampf über Kommunikations- und Streitkultur in Deutschland?


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Vorsicht Bombe! Was vom Kriege übrig blieb

Fri, 01 Sep 2017 17:00:00 GMT

Ein Minenfeld hat er hinterlassen - der Zweite Weltkrieg. Ein Minenfeld, auf dem auch nach Jahrzehnten noch jeder Fehltritt tödlich sein kann. Mitten in Frankfurt zum Beispiel, wo am Sonntag eine britische Fliegerbombe entschärft werden soll - was wiederum die größte Evakuierungsaktion der deutschen Nachkriegsgeschichte auslösen wird. Immerhin ist das nur eine vorsorgliche Maßnahme, denn die Leute vom Kampfmittelräumdienst verstehen ihr Handwerk. Andere "Sprengmeister“ dagegen, aus Politik und Kunst, lassen ihre Bomben genüsslich platzen - bestückt mit Nazi-Vergleichen, die - ob nun wütend, satirisch oder ironisch gemeint - jedes Mal zum Rohrkrepierer werden. Auch auf den Tag genau 78 Jahre nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs muss uns klar sein: Es ist ein hochexplosives Erbe, auf dem wir gehen und stehen, über das wir immer wieder stolpern und das wir doch am liebsten mit Füßen treten würden.


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Bildung und soziale Gerechtigkeit - Der Wahlkampf und die Wirklichkeit

Thu, 31 Aug 2017 17:00:00 GMT

Wie sollen unsere Kinder lernen? Wer soll das bezahlen? Und wer soll in Zukunft darüber bestimmen? Was bleibt bei den Ländern und wie viel Einfluss soll der Bund haben? Im Wahlkampf 2017 hören wir unterschiedliche Antworten. Und nicht nur dazu: Brauchen Familien mehr Entlastung? Oder reichen Elterngeld und Ehegattensplitting? Mit all diesen Themen landet man bei der Urfrage: Was ist wirklich gerecht? Bildung, Familie, Gerechtigkeit: Was versprechen die Parteien - was ist realistisch? Und wie sehr interessieren diese Themen die Wähler überhaupt die ja tatsächlich zu einem großen Teil über sechzig Jahre alt sind?


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Schir waffen das! Willkommen in der Realität

Wed, 30 Aug 2017 17:00:00 GMT

Was einmal gesagt wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden. Und wenn es auch nur drei Wörter gewesen sind, von der Kanzlerin zu einem Satz gefügt und vor zwei Jahren in die Welt gesetzt. Solange schwebt nun dieser Satz (ausgesprochen und unausgesprochen) über unserem Land und über denen, die zu uns geflüchtet sind. Zwei Jahre lang ist er immer wieder bekräftigt, bestritten und verteidigt, durchbuchstabiert und abgeklopft, zerpflückt und in der Luft zerrissen worden. Das immerhin haben sie geschafft - die drei Wörter der Kanzlerin. Aber was ist in diesen zwei Jahren tatsächlich geschehen und was nicht? Statt auf die Überschrift sollten wir genau in die einzelnen Kapitel schauen, in die Alltagserfahrungen eines Landes mit Flüchtlingen. Denn falls der Satz der Kanzlerin eine Prophezeiung sein sollte, dann jedenfalls keine, die sich selbst erfüllt.


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Unverkennbar! Was Gesichter verraten

Tue, 29 Aug 2017 17:00:00 GMT

Scannen, erfassen, verstehen - unser Gesicht weckt vielfältige Begehrlichkeiten. Polizei und Psychologen wissen um die enorme Aussagekraft der eigentlich im Verhältnis geringen Hautfläche am vorderen Teil des Kopfes. Fahnder identifizieren Personen durch Gesichtserkennung in der Videoüberwachung. Es werden sogar Kameras in Geschäften auf Bildschirmen installiert, um Geschlecht und Alter aus unserem Gesicht ablesen, und dann passgenaue Werbung platzieren zu können. Wie lese ich die Zeichen im Gesicht meines Gegenübers? Und was hat das für Folgen, wenn Kameras und Öffentlichkeit unsere intimsten Regungen erkennen und interpretieren können?


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Der Berg rutscht. Werden die Alpen unbewohnbar?

Mon, 28 Aug 2017 17:00:00 GMT

Es war ein gewaltiger Bergsturz, berichten die Rettungsmannschaften, die nach vermissten Bergwanderern im Graubündner Bondasca-Tal suchen. In den höheren Lagen der abgebrochenen Flanke des Piz Cengalo türmen sich Geröll und Schutt in bis zu 50 Meter dicken Lagen. Die Bewohner des Dorfes Bondo waren gewarnt und wurden evakuiert, bei einigen Bergwanderern in der beliebten Region war das nicht so. Dieser Bergsturz war außergewöhnlich groß, aber er war nicht der erste und wird nicht der letzte bleiben. Die Alpen sind in Bewegung. Die Klimaerwärmung taut die Permafrostböden in den Hochlagen an, die Gletscher schmelzen - auch der am Cengalo. Lawinen sind jetzt vermehrt auch im Sommer zu erwarten. Dazu kommen vermehrte Unwetter und zunehmende Waldbrandgefahr. Nicht nur die Gipfel und Hänge werden unsicherer, auch die Täler …


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Der entgrenzte Krieg gegen den Terror

Fri, 25 Aug 2017 17:00:00 GMT

Wie lange soll der sogenannte Krieg gegen den Terror eigentlich noch dauern? Er begann vor 16 Jahren in Afghanistan, nach den Anschlägen von Al Kaida in New York und Washington. Damals sollten zunächst die Drahtzieher am Hindukusch vertrieben werden. Aber bald schon weitete sich dieser "Krieg gegen den Terror" aus. Zuerst auf den Irak, dann auf Libyen und Syrien. Die Folgen sind verheerend: Millionen Tote, zerstörte Gesellschaften und beispiellose Flüchtlingsdramen. Aber nicht nur das. Der Krieg gegen den Terror erzeugt seinerseits Gegenterror. Und zwar ebenso grenzenlos, wie die Anschläge in Europa zeigen. Aus dieser Gewaltspirale gibt es kein Entrinnen, ehe wir nicht eine schonungslose Bilanz der vergangenen 16 Jahre ziehen. Warum scheut sich die Politik davor?


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Die netten Jungs von nebenan. Spanien eine Woche nach den Anschlägen

Thu, 24 Aug 2017 17:00:00 GMT

"Homegrown" oder auch "domestic Terrorism" nennen die Amerikaner das, was Katalonien vor einer Woche heimgesucht hat: ein Terrorismus, der im eigenen Land gewachsen ist. Der die netten Nachbarjungs, die zwar irgendwann mal aus Nordafrika gekommen waren, aber doch längst auf dem Weg schienen, gute Europäer zu werden, plötzlich zu Attentätern macht. Was ist da geschehen in Spanien, während die zweithöchste Terrorwarnstufe galt, die eigentlich zum genauen Hinschauen auffordert. Aber wohin schauen, welche Zeichen bemerken? Gibt es die überhaupt? Wie kann man erkennen, was in versteckten Parallelgesellschaften ausgeheckt wird? Wie sich schützen, wie uns alle schützen vor einer Gefahr, die erst sichtbar wird, wenn es zu spät ist? Was wissen die Spanier eine Woche, nachdem es zu spät war?


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Sicherheit und Migration. Der Wahlkampf und die Wirklichkeit

Wed, 23 Aug 2017 17:00:00 GMT

Sicherheit, sowohl im Inneren als auch außerhalb Deutschlands, war bei der Wahl 2013 kein entscheidendes Wahlkampfthema. Jetzt aber schon. Themenschwerpunkte mehrerer Parteien sind bei der Bundestagswahl 2017: die Aufstockung des Personals der Polizei, die Zusammenarbeit der Behörden und die Überwachung der Bürger. Offenbar sind die Bürger besorgt nach den Anschlägen und aufgedeckten Überwachungs- und Ermittlungspannen in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Die logische Konsequenz der Parteien: sie versprechen mehr Sicherheit. Worin unterscheiden sie sich in ihren Wahlprogrammen? Welche Forderungen sind realistisch?


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Wenn Interpol klopft: Erdogans langer Arm in Europa

Tue, 22 Aug 2017 17:00:00 GMT

Niemand soll sich sicher fühlen! Das scheint die Devise zu sein für das Denken und Handeln des türkischen Präsidenten. Niemand, der es wagt, Erdogans Politik zu kritisieren, soll sich sicher fühlen - nirgendwo, auch nicht in Europa. Dass den Drohungen aus Ankara auch Taten folgen, hat das türkische Regime gerade erneut bewiesen. Dieses Mal traf es den Kölner Schriftsteller Dogan Akhanli, vor der Militärdiktatur aus der Türkei geflohen - und immer noch politisch verfolgt. Wir reiben uns die Augen: Wie kann die Türkei einen deutschen Staatsbürger im Urlaub in Spanien verhaften lassen? Andererseits: Wer eine eigene Partei in den deutschen Wahlkampf schickt und den Deutsch-Türken Empfehlungen für die Wahlentscheidungen gibt, warum soll der nicht auch Interpol missbrauchen, um unliebsame Schriftsteller mundtot zu machen - überall in Europa.


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Wahnsinn mit Methode. Die neue Bundesliga-Saison

Mon, 21 Aug 2017 17:00:00 GMT

Die Bundesligasaison hat begonnen, die Fanszene ist anhaltend gereizt. Fußball ist halt der Wahnsinn: Da erklären die Radikalen unter den Fußballfans, die "Ultras" dem Deutschen Fußball-Bund DFB den "Krieg". Und der DFB kapituliert und will künftig darauf verzichten, kollektive Strafen zu verhängen und Fans auszusperren. Ein Teil der "Ultras" ist aber gar nicht auf Randale aus, sondern protestiert gegen die Kommerzialisierung des Sports. Die zeigt sich in den gigantischen Transfersummen auf dem Weltmarkt für Spieler. Und das betrifft auch die Bundesliga. Welcher deutsche Verein kann denn noch mithalten bei diesem Wettbieten?


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Magnet der Massen. Spanien nach den Anschlägen

Fri, 18 Aug 2017 17:00:00 GMT

Jetzt also auch Barcelona, jetzt auch die Touristenregion Katalonien. 13 Jahre nach den Bombenanschlägen von Madrid haben Terroristen erneut in Spanien zugeschlagen. Diesmal die Terrormiliz IS und zwar auf die ebenso simple wie perfide Art, die wir schon bei den Anschlägen in Berlin und Nizza kennengelernt haben - mit einem Auto, das in eine Menschenmenge rast, um so viele Menschen wie möglich zu töten und schwer zu verletzen. Haben die Terroristen endgültig eine Methode gefunden, gegen die eine freie Gesellschaft immer machtlos sein wird? Ist das Reiseland Spanien, wohin gerade in diesem Jahr so viele Touristen aus Sicherheitsgründen ausgewichen sind, zur Sackgasse geworden? Wie stark ist die Islamistenszene in Barcelona? Viele Fragen, die sich am Tag danach in die Trauer und das Entsetzen mischen.


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Die Richter und die Täter - Entschädigung für Timbuktu

Thu, 17 Aug 2017 17:00:00 GMT

Zerstörte Mausoleen in Timbuktu und ein Gerichtssaal in Den Haag. An dem einen Ort eine offene Wunde, an dem anderen der Versuch, sie zu verbinden. Neun Jahre Haft wegen der Zerstörung von Kulturgütern - dazu hat der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag im vorigen Herbst einen Islamisten verurteilt, um heute, knapp ein Jahr später, über eine Entschädigungssumme zu entscheiden. Aber wie können die Menschen von Timbuktu "entschädigt" werden - für das, was nicht nur ihre Bauten, sondern auch sie selbst erlitten haben? Wer kann und soll diese Entschädigung leisten? Und welche Kraft hat ein Richterspruch aus Europa in einem Bürgerkriegsland wie Mali?


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#Neuland - Wahlkampf im Netz

Wed, 16 Aug 2017 17:00:00 GMT

Plakate sind nur noch wichtig, um den Leuten zu signalisieren: da ist doch irgendwann diese Bundestagswahl. Entschieden werden die Wahlen im Netz. Deswegen geben die "Grünen“ jeden zweiten Euro für Internet-Werbung und die Analyse von Daten aus. Wahlkampfstrategen lassen sich von Experten für "Neuro-Marketing“ erklären, mit welcher personalisierten Kurznachricht Menschen angesprochen werden müssen, damit sie ihr Kreuzchen am Ende an der richtigen Stelle machen. Im letzten Wahlkampf musste Angela Merkel noch zugeben, dass Soziale Medien Neuland für sie seien. Heute drückt die CDU ihren Haustürwahlkämpfern Smartphones in die Hand, mit denen sie die wichtigsten Argumente für eine Unions-Stimmabgabe an die Parteizentrale meldet. Und die CDU-Chefin lässt sich heute von youtube-Stars befragen, damit die ihren Millionen von Anhängern sagen, wie cool die Kanzlerin ist.


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Hail Trump! - Wie der Präsident nach dem Rechten sieht

Tue, 15 Aug 2017 17:00:00 GMT

In Charlottesville, Virginia marschieren Ewiggestrige auf, weil die Statue eines Generals weichen soll. Eine Statue, die für den alten Süden und seine Sklavenhaltergesellschaft steht. Viele Rechte marschieren mit. Sie schlagen auf Gegendemonstranten ein. Einer von ihnen tötet mit seinem Auto eine Frau. Und der ehemalige Chef des Ku-Klux-Klan beruft sich später auf den Mann im Weißen Haus. Indem die Demonstranten von Charlottesville sich "unser Land zurückholen", "erfüllen sie die Versprechen von Donald Trump", sagt er. Und der Präsident? Er verurteilt nach langem Schweigen nichts anderes als den "Hass auf vielen Seiten" und lässt dabei offen, ob er damit auch die Rechten meint. Ohne deren Stimmen wäre die Präsidentenhymne "Hail to the Chief" wohl nie für Trump gespielt worden. Und so ist es fraglich, ob er die Geister, die er rief, überhaupt loswerden will. Wer sind diese Geister? Gibt es einen Geist, der sie eint? Und welche Geister scheiden sich an ihnen?


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Feuer und Zorn - Gefährliches Spiel mit der Bombe

Mon, 14 Aug 2017 17:00:00 GMT

Man kann es sich nicht vorstellen. Und doch scheint es real: Ein atomarer Schlagabtausch zwischen den USA und Nordkorea. Noch drohen sich beide Staaten gegenseitig nur mit martialischem Vokabular. Aber schon das hat es in sich. Hat Diplomatie überhaupt noch eine Chance, die Eskalation aufzuhalten? Die aktuelle Krise zeigt: Nukleare Abrüstung wäre wichtiger denn je. Und ein Verbot von Kernwaffen ebenso. Was passiert stattdessen? Die Atomwaffenstaaten rüsten auf. Der Rüstungswettlauf hat sich beschleunigt. Und Abrüstung scheint nur noch ein leeres Wort. Muss das so sein?


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Der Tag auf Weltreise: Paris

Fri, 11 Aug 2017 17:00:00 GMT

Den Parisern wird in diesen Zeiten viel abverlangt. Sie müssen mit dem Terror leben. Sie sind Augenzeugen des Niedergangs der bisherigen politischen Elite. Und sie müssen die Hoffnung hochhalten, dass der neue Präsident und seine Abgeordneten die versprochenen Reformen liefern. Etwas aber ist unveränderbar. Die Pariser verlassen im August die Stadt und geben sich ausgiebigen Sommerfreuden auf dem Land oder an den Küsten hin. Erst im September kommen sie zurück: dann geht es in Paris wieder richtig los. Und die Neuen im Parlament müssen zeigen, was in ihnen steckt. Nutzen wir also die Sommerzeit, um das stille Paris zu entdecken. Abseits von Montmartre und Marais.


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Der Tag auf Weltreise: Zürich

Thu, 10 Aug 2017 17:00:00 GMT

In der Schweiz müssen Landkarten neu vermessen werden. Kartographen schwärmen aus. Denn die Gletscher schmelzen, der Klimawandel verändert die Alpen. In Zürich hat man sich längst auf die Erderwärmung eingestellt. Die Stadt gilt als eine der nachhaltigsten der Welt, bis hin zur Umstellung auf klimafreundliches Essen in städtischen Kantinen. Auch im teuren Wintersport-Paradies Sankt Moritz denkt die Hotellerie längst um. Das hat allerdings nicht nur mit steigenden Temperaturen zu tun. Wie die Gletscher schmelzen nämlich auch die Schwarzgeldkonten reicher Ausländer. Und damit die Trinkgelder in Sankt Moritz. Reisen wir also in die Schweiz.


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Der Tag auf Weltreise: Rom

Wed, 09 Aug 2017 17:00:00 GMT

Diese Stadt effizient zu regieren, ist fast unmöglich. Wer in Rom erfolgreich ist, der schafft es überall. Die Bürgermeisterin der populistischen "Fünf Sterne"-Bewegung schafft es nicht, ihrer Stadt ein modernes Management zu verpassen. Rom sollte das Vorzeigeprojekt werden. Nun besinnt man sich eben wieder auf die traditionellen Stärken der Ewigen Stadt. Der Stolz ihrer Bewohner, allem zu trotzen. Das Talent für Absprachen jenseits geschriebener Verordnungen. Und nicht zuletzt die Fähigkeit, das Leben in jeder Minute zu genießen, vor allem in einer guten Osteria. Rom entdeckt man bei jedem Besuch neu. Und kennt doch nicht jede Ecke.


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Der Tag auf Weltreise: Moskau

Tue, 08 Aug 2017 17:00:00 GMT

Stadtplanung ist in Moskau fast immer umstritten. Plattenbauten sollen abgerissen und durch neue Wohnungen ersetzt werden. Über eine Million Moskauer sollen umsiedeln. Dagegen regt sich Protest. Wie so oft trauen die Menschen den Versprechungen von oben nicht. Sie hängen an ihren vier Wänden, selbst in der Platte. Vor allem die Glücklichen mit einer Datsche auf dem Land hegen ihr Eigentum wie einen kostbaren Schatz. Nach der Oktoberrevolution vor hundert Jahren wurden diese Datschen vom Staat beschlagnahmt, später wieder zurück gegeben. Heute sind sie der kostbarste Besitz einfacher Moskauer, die dort ihre Lebensmittel ziehen. "Der Tag" zieht also mit den Moskowitern ins Grüne.


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Der Tag auf Weltreise: Delhi

Mon, 07 Aug 2017 17:00:00 GMT

Wer nach Delhi als Tourist reist, der muss robuste Nerven haben. Wer dort lebt und arbeitet, erst recht. Die indische Hauptstadt mit ihrem irren Verkehr und der schlechten Luft verlangt den Menschen alles ab. Delhi gehört zu den am meisten verschmutzten Städten der Welt. Fahrverbote mussten immer wieder verhängt werden. Was ist also Indiens Beitrag zum weltweiten Klimaabkommen? Mangel an Ideen herrscht in der bevölkerungsreichsten Demokratie der Welt nicht. Aber die Bürokratie ist ein Fluch, ähnlich gewaltig wie der Fluch, der auf dem berühmten indischen Diamanten Koh-i-Noor liegt. Heute gehört er der Queen. Und es gibt Leute, die ihn unbedingt zurück haben wollen. Fluch hin oder her.


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Der Tag auf Weltreise: New York

Fri, 04 Aug 2017 17:00:00 GMT

Wer im August New York besucht, braucht Abkühlung. Und strebt instinktiv zum Central Park. Nachts ist es derzeit besonders aufregend. Dort wird gerade zum ersten Mal seit 17 Jahren wieder auf der Bühne des Delacorte Theaters "Julius Caesar" aufgeführt. Das ist kein Zufall. Das Stück von Shakespeare schildert die Versuchungen absoluter Macht, und da denkt jeder New Yorker automatisch an Donald Trump. In seinem Tower lebt er zwar derzeit nicht. Überhaupt ist er selten in der Stadt. Aber in New York ist politischer Widerstand gegen die Politik des Präsidenten fast schon Bürgerpflicht. Vor allem im New Yorker Rathaus. Big Apple war und ist demokratisch. Und wählt auch so.


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Der Tag auf Weltreise: Buenos Aires

Thu, 03 Aug 2017 17:00:00 GMT

Angeblich gibt es in der argentinischen Hauptstadt mehr Psychologen als in New York. Man legt in Buenos Aires offenbar gerne sein Seelenleben bloß. Andererseits gibt es auch die Flucht in den Tango. Oder ganz raus aus der Hauptstadt in die Weiten des phantastischen Argentinien. Es reicht vom Eis der Antarktis bis zu den Anden. Von der Pampa bis zu den Felsskulpturen im Tal des Mondes in einer Wüstenlandschaft auf 1800 Meter Höhe. Wer diese Vielfalt verbinden will, braucht gute Straßen. Infrastruktur. Da heben deutsche Firmen den Finger. Aber die Chinesen auch. Wettlauf um Argentinien. Und in Buenos Aires freut man sich über die Auswahl.


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Der Tag auf Weltreise: Mexiko

Wed, 02 Aug 2017 17:00:00 GMT

Immer, wenn ein Drogenboss in Mexiko hinter Gitter kommt, steigt die Angst im Land. Die Kämpfe der Nachfolger sind nämlich ausnahmslos blutig und ziehen Unbeteiligte hinein. Journalisten, die darüber berichten, werden ermordet. Die Täter gehen meist straflos aus. Eine Tageszeitung hat deshalb bereits aufgegeben. Mexiko gilt als Demokratie. Aber die Regierungspartei ist schwach und konzentriert sich auf den Konflikt mit dem amerikanischen Präsidenten um den Mauerbau zwischen beiden Ländern. Was gibt es also positives über Mexiko zu erzählen? Immerhin tritt das Land für den Freihandel ein. Und es bietet Touristen alles, was das Herz begehrt: Strände, Berge und Kulturdenkmäler.


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Der Tag auf Weltreise: Los Angeles

Tue, 01 Aug 2017 17:00:00 GMT

Kilometerweit erstreckt sich in Los Angeles der Sandstrand an der Pazifik-Küste. Dort ist das Revier der "Baywatcher", die selbstverständlich alle so gut gebaut und durchtrainiert sind wie in der gleichnamigen weltberühmten Fernsehserie über die kalifornischen Rettungsschwimmer. Die Freunde der Filmkunst zieht es aber weg vom Wasser, hinauf in die Hügel oberhalb von Los Angeles. Auf den Mulholland Drive, der als Drehort und Kulisse Weltruhm erlangte. Und Wohnsitz von Weltstars wie Marlon Brando und Jack Nicholson war. Aber ob man in Los Angeles nun oben wohnt oder unten am Meer: Man gehört zu einer Stadt, die sich gegen Trump in der Klimapolitik stellt.


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Der Tag auf Weltreise: Washington

Mon, 31 Jul 2017 17:00:00 GMT

Schön und elegant steht es an der Pennsylvania Avenue. Das Weiße Haus in Washington strahlt nicht nur blütenrein. Es zwingt mit seiner klassischen Form eigentlich auch seine Bewohner zu tadellosem Verhalten und würdigen Manieren. Dem derzeitigen Präsidenten sind sie nicht gegeben. Aber das Weiße Haus wird noch stehen, wenn seine heutigen Nutzer längst vergessen sind. Was wohl Abraham Lincoln hinter der steinernen Stirn seines Denkmals über die Hauptstadt und seine Bewohner denkt? Es ist übrigens nicht schwer, der zerstrittenen Politik in Washington zu enteilen. Man muss nur runter zum Fluss gehen. Und schon bringen einem die Schildkröten und Reiher am Potomac Gelassenheit bei.


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Der Tag auf Weltreise: Rabat

Fri, 28 Jul 2017 17:00:00 GMT

Wer Marokko als Tourist zuletzt vor Jahrzehnten bereiste, der erkennt das Land nicht wieder. Es fliegen keine Plastiktüten mehr durch die schönen Landschaften. Autobahnen verbinden das Königreich vom Norden bis in den Süden. Auch die Hauptstadt Rabat hat sich herausgeputzt, ohne ihren alten Charme zu verlieren. Das ist vor allem der Energie des marokkanischen Königs zu verdanken. Von der Modernisierung profitieren allerdings nicht alle. Im Norden des Landes kommt es immer wieder zu Protesten junger Leute gegen Armut und Arbeitslosigkeit. Im maurischen Café von Rabat spürt man davon nichts. Hier schweift der Blick der Besucher über die arabische Altstadt, hier scheint die Zeit still zu stehen. Der Eindruck trügt natürlich. Aber die optische Täuschung verkörpert den Reiz von Rabat.


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Der Tag auf Weltreise: Johannesburg

Thu, 27 Jul 2017 17:00:00 GMT

Je stärker Südafrika im Sumpf von Korruption und Misswirtschaft versinkt, um so mehr erinnern sich die Menschen an Nelson Mandela. Auch vier Jahre nach seinem Tod ist der einstige Präsident im ganzen Land präsent. In Johannesburg werden Touren zu den früheren Wirkungsstätten Mandelas angeboten. So zum Haus im Stadtteil Houghton, wo der bekannteste Gefangene des Apartheid-Regimes nach seiner Haft gelebt hat. Was ist von Mandelas Visionen für Südafrika geblieben? Johannesburg ist jedenfalls das Experimentierlabor des Landes. Und führt mit sich selbst harte Debatten über die Zukunft. Also auf nach "Joburg".


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Der Tag auf Weltreise: Nairobi

Wed, 26 Jul 2017 17:00:00 GMT

In Nairobi sieht man, wie schnell sich der afrikanische Kontinent verändert. Wie clever junge Leute Chancen nutzen. Das Internet macht es möglich. In der digitalen Vernetzung liegt die Zukunft. Das wissen die Kenianer auch ohne ausländische Nachhilfe. Sogar die meisten Bauern besitzen ein Mobiltelefon. In Nairobi gibt es mehr start-ups als anderswo auf dem Kontinent. Aus der kenianischen Hauptstadt steuern die UN auch ihr Umweltprogramm, unter anderem den Kampf gegen Wilderei. Die ist längst ein organisiertes kriminelles Unternehmen und für Kenia eine gewaltige Herausforderung. Aber Nairobi ist die Stadt der Zuversicht. Und der improvisierten Lösungen für scheinbar Unlösbares.


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Der Tag auf Weltreise: Wien

Mon, 24 Jul 2017 17:00:00 GMT

In Wiener Kaffehäusern gibt es in diesem Sommer eigentlich nur ein Thema: Wer wird der nächste Bundeskanzler am Ballhausplatz? Im Herbst gibt es vorzeitige Neuwahlen. Einer setzt dabei auf Sieg: Der ehrgeizige junge Außenminister Sebastian Kurz wirbelt das politische Wien durcheinander. Da geht es hart zur Sache, aber das lieben die Wiener ja bekanntlich. Der manchmal rüde Charme der Hauptstädter passt zum imperialen Erbe der Habsburger wie zu den Irrungen und Wirrungen aktueller Politik. Jeder, der in Wien an die Spitze drängt, weiß: In dieser Stadt muss man erst sterben, damit sie einen hochleben lässt. Dann aber lebt man lang. Sagte der große Helmut Qualtinger. Also auf nach Wien.


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Der Tag auf Weltreise: Warschau

Fri, 21 Jul 2017 17:00:00 GMT

Wandel ist das Wesen von Städten. Für Warschau gilt das ganz besonders. Hochhäuser prägen heute die Silhouette der Innenstadt. Das gibt es nirgendwo sonst in Osteuropa. Der höchste Wohnturm Europas mit 250 Luxuswohnungen steht auch dort. Für ausländische Immobilien-Investoren ist die polnische Hauptstadt eine heiße Adresse. Was die derzeitige polnische Regierung wiederum gar nicht freut. Sie denkt vor allem national. Und passt mit ihrer Einstellung so gar nicht zum weltoffenen Warschau. Dort verbindet sich nämlich schon architektonisch das alte Polen mit dem neuen. Das ist so spannend wie ästhetisch widersprüchlich. Und stellt die Sehnsucht der Hauptstädter nach Tradition und Dauer auf eine aufregende Probe.


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Der Tag auf Weltreise: Prag

Thu, 20 Jul 2017 17:00:00 GMT

Ein Wochenende reicht aus, sich in Prag zu verlieben. Sagte einst der tschechische Präsident Vaclav Havel mit Blick auf die "Goldene Stadt". Vor allem im Licht der untergehenden Sonne funkelt Prag wie das kostbare Edelmetall. Manche Viertel wirken wie Filmkulissen. Ausländische Regisseure drehen deshalb gerne in Prag. Auf Touristen übt die Stadt eine magische Anziehungskraft aus. Die tschechische Regierung empfängt aber nicht jeden gerne: Flüchtlinge will sie nicht aufnehmen. Gerade mal 12 durften bisher nach Tschechien hinein. In Prag stellt man sich quer und nimmt sogar Sanktionen der EU in Kauf. Wohnt in der "Goldenen Stadt" ein hartherziger Geist?


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Der Tag auf Weltreise: London

Wed, 19 Jul 2017 17:00:00 GMT

London. Weltstadt. Globale Stadt. Nirgendwo sonst in Europa leben so viele Kulturen und Religionen zusammen wie in der britischen Hauptstadt. Der Bürgermeister ist der Sohn pakistanischer Einwanderer. Die Queen hat deutsche Wurzeln. Was hält diese überwältigende Vielfalt zusammen? Vielleicht ist es ja so: London verändert sich ständig. Aus schäbigen Arbeitervierteln werden Kieze für Kreative und Künstler. Aus verwahrlosten Gegenden angesagte Viertel. Wird der Brexit diesen permanenten Metamorphosen einer Weltstadt Einhalt gebieten? London ist jedenfalls anstrengend. Und so aufregend wie das Leben selbst.


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Der Tag auf Weltreise: Brüssel

Tue, 18 Jul 2017 17:00:00 GMT

Brüssel hat viele Identitäten. Hier leben Flamen und Wallonen. Hier prägen Afrikaner ein Stadtviertel namens "Matongé", wo Gerüche und Geschäfte an den Kongo erinnern. Ebenfalls Teil von Brüssel ist das überwiegend von muslimischen Migranten bewohnte Molenbeek. Es genießt seit den jüngsten Terroranschlägen einen schlechten Ruf. Wer sich für die Architektur des Jugendstils begeistert, kommt in Brüssel auch auf seine Kosten. Diesen Stil nennt man hier Art Nouveau. Er prägt ganze Straßenzüge der belgischen Metropole. Und dann natürlich das Brüssel der Europäischen Union und der Nato. Die Hauptquartiere dieser Institutionen sind ästhetisch zwar nicht besonders ansprechend. Sie stehen aber für Macht und Einfluss. Gehören zum Selbstbewusstsein der Stadt und ihrer Bewohner. Ein Besuch dort ist also unverzichtbar.


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Der Tag auf Weltreise: Madrid

Mon, 17 Jul 2017 17:00:00 GMT

Wohin gehen die Anhänger von Real Madrid? Wenn ihre "Königlichen" siegen, dann feiern sie am Cibeles Brunnen. In diesem Jahr müsste dort Champagner statt Wasser aus dem Brunnen fließen. Denn Real Madrid ist wieder einmal der Spitzenclub des europäischen Fußballs, galaktisch in jeder Hinsicht. Erneuter Gewinner der Champions League. Das hebt die Laune der Hauptstädter ungemein, man spürt es in diesem Sommer an jeder Ecke in Madrid. Die Anhänger des zweiten großen Clubs der Stadt, von Atlético Madrid, feiern nach Siegen ihrer Mannschaft auch an einem Brunnen, am Fuente de Neptuno. Beide liegen im Zentrum. Dort wo die Nächte zum Tag werden. Und Madrid vibriert. Wie keine andere Hauptstadt in Europa.


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Friede, Freude, LSD – Der Mythos vom Summer of Love

Fri, 14 Jul 2017 17:00:00 GMT

Lange Haare, bunte Kleider, so grenzten sich die Hippies in den sechziger Jahren schon allein durch ihre Kleidung von einer repressiven und autoritären Gesellschaft ab, für die der offene Umgang mit Drogen und Sex eine ständige Provokation war. In San Francisco trafen sie sich auf mehrtägigen Partys und Festivals und protestierten gegen das Verbot von LSD und den Vietnamkrieg. Sie hörten die Musik von Janis Joplin, Jefferson Airplane, Jimi Hendrix und anderen Bands aus dieser Zeit, von denen viele 1967auf dem legendären Monterey-Popfestival auftraten. Dieses erste große Rockfestival überhaupt, war aber auch schon der Anfang vom Ende der Bewegung. Zwar gab es noch weitere Konzerte, zwar wurden noch in anderen europäischen Ländern Kommunen mit ähnlichen Idealen gegründet, aber die US-amerikanische Hippie-Bewegung verlor sich in privaten oder pseudoreligiösen Rückzugsräumen. Heute wirkt die Zeit für viele wie ein Sehnsuchtsort - Sind das nur noch die Reste psychedelischer Wahnvorstellung oder gibt es da Bezüge zur Wirklichkeit?


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Auferstanden aus Morphinen – die Tour de France

Thu, 13 Jul 2017 17:00:00 GMT

Heute geht es in den Pyrenäen vielleicht schon um den Gesamtsieg. Und wenn Fabio Aru oder wer auch immer dem favorisierten Christopher Froome so richtig zu Leibe rückt auf Rampen über 10 Prozent, dann finden die einen das faszinierend und großartig. Die anderen, so weit sie zusehen, rümpfen die Nase über die mit Medikamenten vollgestopften Athleten und den aufgeblasenen Zirkus um die Tour. Und nicht wenige tun beides - denn auch ein gedopter Sieger ist ein Ausnahmesportler, und ein kommerzielles Spektakel war die Tour de France von Anfang an. Dennoch oder vielleicht deswegen liefert sie immer wieder große Sportgeschichten von Verrätern und besten Freunden, Helden und Betrügern - jede Etappe ein Epos. Und nachher montieren sich die Fans Schaltungen der Profis auf ihr Citybike, bestellen sich verbotene leistungssteigernde Mittel im Internet und fahren auf dem Weg zur Arbeit die entscheidenden Attacken nach. Die Tour de France ist wahrscheinlich nicht geläutert, aber sicher auch nicht tot.


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Immer voll im Bild. Von Selfies und anderen Schockphotos.

Wed, 12 Jul 2017 17:00:00 GMT

Das Photoalbum mit Höhepunkten des eigenen Lebens ist längst Geschichte. Heute dokumentieren Selfies jeden Augenblick der eigenen Biographie. Und es herrscht scharfer Wettbewerb unter denjenigen, die da ihre Bilder posten. Ein Selfie vor brennenden Autos und geplünderten Geschäften ist für manche offenbar eine Art Statussymbol. Beim G20 Gipfel in Hamburg war ein solches Posieren vor Chaos-Kulisse jedenfalls sehr beliebt. Viele Beobachter fanden das abstoßend, vor allem aber die vom Vandalismus betroffenen Bewohner des Hamburger Schanzenviertels. Aber auch Photos von Anderen polarisieren: darf man sie zur Fahndung verwenden? Sind Handyaufnahmen von Demos ein Mittel, die Wahrheit unzensiert an die Öffentlichkeit zu bringen? Wie mobilisieren die Bilder im Internet den politischen Protest? Ob auf Gipfeltreffen oder in aktuellen Kriegen: Es kommt auf den Kontext an. Und der ist selten einfach zu entschlüsseln.


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Wer muss das bezahlen? Randale, Rowdies, Rettungsschirme

Tue, 11 Jul 2017 17:00:00 GMT

Ein einfacher Grundsatz der Gerechtigkeit lautet: wer einen Schaden angerichtet hat, muss auch dafür aufkommen. Schwierig wird es, wenn die Person nicht zu ermitteln ist, zum Beispiel weil sie vermummt war und aus einer Gruppe heraus Feuer gelegt oder Steine geworfen hat. Die "Rote Flora“ zahlt da bestimmt nicht, hoffentlich wenigstens die Versicherung. Und am Ende natürlich der Steuerzahler. Aber warum eigentlich? Der kann doch für linksradikale Gewalttaten genausowenig wie für die ungebremste Spekulationslust der Banken und die blinde Wut von Fußball-Hooligans. Und zahlt in allen drei Fällen trotzdem. Weil da jeweils politisch und juristisch zu seinen Ungunsten abgewogen wird: die Bankenrettung muss sein, weil sonst das System zusammenbricht. Die Gewalt beim Fußball hat nichts mit den Vereinen zu tun, sondern ist ein "gesellschaftliches Problem“, für das alle aufkommen müssen. Und das Recht, sich zu versammeln und seine Meinung frei zu äußern wäre am Ende, wenn Demoveranstalter gigantische Kosten befürchten müssten. Wer einen Schaden angerichtet hat, muss also nur dafür aufkommen, wenn nicht jemand anderes dafür aufkommen muss. Wir alle.


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Denk ich an Deutschland… Ein Blick in die Seele der Nation

Mon, 10 Jul 2017 17:00:00 GMT

Wenn uns die Gegenwart als ungenügend erscheint, richten wir die Gedanken in die Zukunft und entkommen dabei einem "früher war alles besser.“ Wünsche, Hoffnungen und Sehnsüchte der Deutschen hat die Soziologin Jutta Allmendinger gesammelt und in einer Studio veröffentlich. Dabei ist sie zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen. Die Deutschen jammern nicht, und der Grad der allgemeinen Zufriedenheit ist hoch. Arbeit, Gemeinschaft und Kinder sind nach wie vor zentrale Werte, eine individualisierte Ellenbogengesellschaft lehnen die meisten ab. Und das obwohl sich viele von dem "Wir schaffen das“ der Bundeskanzlerin überfordert fühlten. Was ist das für ein Land, in dem wir leben wollen? Die Zukunftsvisionen sind weit weniger einer technisierten Roboterwelt verpflichtet als man meint. Konservativ ruht der Blick auf der guten alten Handarbeit. Morgen wird also alles so gut wie gestern?


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Panda, Weißkopfseeadler und Co. – eine politische Tierkunde

Fri, 07 Jul 2017 17:00:00 GMT

"Träumchen“ und "Schätzchen“ heißen die beiden Pandas, die Chinas Präsident Xi den Berlinern mitgebracht hat. Niedlich, harmlos und ein bisschen träge sind sie, also genau das Gegenteil von dem, was wir mit der asiatischen Weltmacht üblicherweise verbinden. Wird Donald Trump jetzt mit einem Weißkopfseeadler kontern? Bringt Macron einen Hahn mit? Die National- und Wappentiere sind seit alten Zeiten viel beschäftigt in der Politik: sie sollen dem Rest der Welt klar machen, wie man als Familie und als Volk so ist - stolz wie ein Adler, schlau wie ein Fuchs und friedfertig wie ein Panda. Und ebenso lang sind die Tiere gefragt als Aushilfsdiplomaten. Schon vor zwölfhundert Jahren schenkte Kalif Harun-ar-Raschid Karl dem Großen einen Elefanten. Was für ganz akzeptable Beziehungen zwischen Abend- und Morgenland sorgte, jedenfalls bis zum Ersten Kreuzzug. "Lasst Tiere sprechen“ ist seither eine politische Option, aber wie bei der Sprache der Blumen gibt es da symbolische und inhaltliche Feinheiten, in denen man sich verirren kann.


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Willkommen in der Hölle. Gewalt von links

Thu, 06 Jul 2017 17:00:00 GMT

Sie sind viele. Und sie wollen es den Mächtigen in Hamburg beim G 20 Gipfel mal so richtig zeigen. Autonome, Anarchisten, interventionistische Linke, Antiimperialisten, Schwarzer Block: Im "Who is who“ der Gegner des globalen Kapitalismus stehen verwirrend viele Gruppen. Was sie politisch unterscheidet, verstehen möglicherweise die Spezialisten beim Verfassungsschutz. Normalbürger aber gewiss nicht. Und die in Hamburg aufgebotenen 20 000 Polizisten auch nicht. Jeder aber versteht das Motto der Demonstranten: Willkommen in der Hölle. In der Hölle? Dort stinkt es bekanntlich nach Schwefel, dort brennen die Sünder. Und Linksextreme Gruppen nehmen das offenbar wörtlich. Ihre Gewaltbereitschaft ist laut Verfassungsschutz gestiegen. Und zwar so sehr, dass der rote Berliner Innensenator linksextreme Aktivisten als "brutale Gangster“ bezeichnet. Stimmt das?


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Alles Terroristen - Erdogans neues Reich

Wed, 05 Jul 2017 17:00:00 GMT

Der eine Gipfelgast prügelt in Scherz-Videos selbst auf seine Widersacher ein, der Präsident der USA. Der andere lässt auf kurdische Demonstranten bei einer Demonstration in Washington einschlagen. Es handelt sich um den türkischen Präsidenten Erdogan, dessen prügelnde Leibwächter zwar nicht mit zum G 20 Gipfel nach Hamburg reisen dürfen, dafür kommen andere: 60 Sicherheitsleute, fünf Minister, insgesamt eine 250 köpfige Delegation. Erdogan mag es gerne groß. Nach dem Putschversuch vom 15. auf den 16. Juli 2016, bei dem 300 Menschen ums Leben kamen, ist die Türkei kaum wiederzuerkennen. Erdogan festigte seine Macht, indem er ein Präsidialsystem einführte, 130.000 Menschen aus dem Staatsdienst entließ und 50.000 ins Gefängnis sperrte. Den bevorstehenden G20 Gipfel in Hamburg dürfte er dazu nutzen, um internationale Solidarität zu fordern im Kampf gegen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK und die Gülen-Bewegung. Und sonst? Es ist zu befürchten, dass er Ärger mitbringt, nicht nur in Gestalt seiner Bodyguards.


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Bad, very bad – wie Trump den Ruf der USA verspielt

Tue, 04 Jul 2017 17:00:00 GMT

Was macht Donald Trump eigentlich den ganzen Tag? Fernsehmoderatorinnen beleidigen, Videos verbreiten, in denen er selber als Superheld mit seinen Feinden beim Sender CNN aufräumt. Bleibt da noch Zeit für das präsidiale Kerngeschäft? Immerhin trifft Trump diese Woche beim G20-Gipfel zum ersten Mal mit Putin zusammen. Mit Angela Merkel und den Europäern stehen höchst kontroverse Gespräche über den Klimaschutz und den internationalen Handel an. Trump und sein Umfeld drohen mit Strafzöllen und kündigen an, auch sonst rigoros amerikanische Interessen durchzusetzen. Perspektiven für eine internationale Zusammenarbeit: keine. Auch außenpolitisch haben die USA wenig anzubieten als verbale Kraftmeierei und vage Ankündigungen. Viele US-Botschaften sind verwaist, weil Trump es nicht hinbekommt, sie neu zu besetzen. Der 45. Präsident der Vereinigten Staaten, ist dabei den Ruf der Weltmacht zu verspielen.


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Mehr als Geld und gute Worte. Wem hilft die Entwicklungshilfe?

Mon, 03 Jul 2017 17:00:00 GMT

"Wer Afrika helfen will, darf kein Geld geben." Das meint der kenianische Ökonom James Shikwati. Der liberale Denker fordert seinen Kontinent zu mehr Eigeninitiative auf und zum Kampf gegen die Korruption. Deutschlands Entwicklungsminister Gerd Müller hingegen sieht in Afrika einen "riesigen Markt". 23 Milliarden Euro hat die Bundesregierung bereitgestellt, so viel Geld wie noch nie. Damit werden Projekte gefördert, die die Armut eindämmen, Arbeit und Infrastruktur schaffen und Flüchtlinge abhalten sollen, sich auf die gefährliche Reise nach Europa zu begeben. Diese Pläne und Projekte werden im Auftrag der Bundesregierung von "Durchführungsorganisationen" umgesetzt. Dazu zählen in Hessen die KfW Entwicklungsbank und die GIZ, die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit. Ihre Projekte sind langfristig und erfordern einen langen Atem. Und wenn am kommenden Wochenende die Staats- und Regierungschefs der 20 größten Volkswirtschaften in Hamburg zusammentreffen, dann werden ihre Vertreter möglicherweise auch feststellen, dass es nicht genügt, Milliarden bereitzustellen, damit schon morgen alles besser wird.


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Nach Homo-Ehe verreist. Was Politiker in der Pause machen

Fri, 30 Jun 2017 17:00:00 GMT

Da plaudert die Kanzlerin über den Wert von Gewissensentscheidungen, und prompt artet die letzte Bundestagssitzung vor der Sommerpause in Arbeit aus. Denn was entweder längst hätte passieren können oder noch lange nicht passiert wäre, das duldete jetzt offenbar keinen Aufschub mehr. Auf der Agenda des Bundestags landete die "Ehe für alle" - ehe für alle Abgeordneten kurz darauf die sitzungsfreie Zeit beginnen sollte. Zweifellos ein nachhallender Schlussakkord. Aber war die heutige Plenarsitzung tatsächlich schon die letzte vor der Bundestagswahl? Kaum zu glauben, denn die Wahl findet doch erst Ende September und damit deutlich nach der Sommerpause statt. Wie auch immer: Unsere Politiker werden sich garantiert zu beschäftigen wissen - im doppelten Schatten von Sonnenschirm und Bundestagswahl.


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Im Netz der Nachbarschaft. Digital kommt man sich näher

Thu, 29 Jun 2017 17:00:00 GMT

Das Mehl ist alle, die Bohrmaschine kaputt, sie brauchen einen Hundesitter - was tun? Die Nachbarn fragen, so war das früher. Die Nachbarn fragen, so ist das auch heute noch, nur bald heißt es: klicken statt klingeln. Neben den digitalen Nachbarschaftsplattformen wie Nebenan.de drängt jetzt auch das amerikanische Unternehmen Nextdoor auf den deutschen Markt, das Nachbarn vernetzen will. Mit einem Klick in Windeseile unzählige neue Kontakte im eigenen Stadtteil, so das Versprechen. Idealerweise setzen sie sich irgendwann auch offline fort, also im echten Leben. Und wer verspricht, dass sich dort wirklich nur Nachbarn tummeln? Wer, dass die Daten nicht anderen zur Verfügung gestellt werden? Der Preis für ein bisschen Mehl kann so sehr hoch werden.


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Seht, ich mache alles neu! Wandel mit Macron

Wed, 28 Jun 2017 17:00:00 GMT

Ein junger Präsident, eine satte Mehrheit im Rücken, unverbrauchte Gesichter um ihn herum und viele Vorschusslorbeeren aus den Nachbarländern. Soviel Aufbruch hat es schon lange nicht mehr gegeben in der französischen Republik. Und nachdem jetzt die neu gewählte Nationalversammlung zum ersten Mal zusammengekommen ist, kann Emmanuel Macron endlich richtig loslegen. Aber wie lange wird es dauern, bis das, was er in Marsch setzen will, auch wirklich in Bewegung kommt? Und wie schnell wird Macrons Agenda vielen seiner Anhänger zu weit gehen? Gerade in seinem so bunten Haufen wie der Bewegung "En Marche" könnten dann manche aus der Reihe tanzen. Jeder noch so große Rückhalt in der Bevölkerung kann in kürzester Zeit schwinden. Und dann wird auch der jüngste Präsident schneller, als ihm lieb ist, alt aussehen. So viel Wasser muss man wohl vorsichtshalber gießen - auch in einen französischen Wein.


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Kunst und Kasse. Wenn Bühnen marode werden

Tue, 27 Jun 2017 17:00:00 GMT

Droht Frankfurt das Elphi-Fieber? Rund 900 Millionen Euro soll es kosten, Schauspiel und Oper zu sanieren und fast genauso viel, sie neu zu bauen. Das muss sein, denn spätestens 2021 macht die Feuerwehr diese beiden Häuser der Städtischen Bühnen Frankfurt dicht. Der Brandschutz ist veraltet. Neubau oder Sanierung? Das ist nicht die einzige Frage, die sich stellt. Brauchen die Bühnen diesen prominenten Standort? Was passiert während der jahrelangen Neu- bzw. Umbauphase? Wird Carmen in den nächsten Jahren in Offenbach und im westlichen Stadtteil Bockenheim singen? Eine Nebenwirkung des Elphi-Fiebers ist das Risiko explodierender Kosten. Aber vielleicht setzt Frankfurt auf den Tag danach: Den Skandal haben die Hamburger nahezu vergessen, die Elbphilharmonie wird als neues Wahrzeichen gefeiert und Karten sind kaum zu kriegen.


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Die Goethe-Moschee. Welcher Islam gehört zu Deutschland?

Mon, 26 Jun 2017 17:00:00 GMT

Der Start einer kleinen liberalen Moscheegemeinde weitet sich zu einem Religionsstreit in Deutschland aus. Provisorisch untergebracht in der St. Johannis-Gemeinde in Berlin-Moabit soll die Ibn-Rushd-Goethe-Moschee allen Interessierten zur Verfügung stehen, nicht nur Sunniten, Schiiten, Sufis und Aleviten, sondern auch Juden und Christen. Sogar Atheisten sind erwünscht. Und es ist die erste muslimische Moschee in Deutschland, in der Frauen nicht nur gemeinsam mit Männern unverschleiert beten, sondern auch predigen können. Verboten sind nur Nikab und Burka. Initiatorin dieses Projekts ist die Anwältin und Frauenrechtlerin Seyran Ates. Die bekommt jetzt Morddrohungen und Hassmails. Das ägyptische Fatwa-Amt nannte die liberale Moschee "unislamisch". Die türkische Religionsbehörde witterte ein Projekt der dort verbotenen Gülen-Bewegung, was die Gründerin zurückweist. Reformmuslime werden zu Islamfeinden abgestempelt. Welcher Islam gehört jetzt zu Deutschland?


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Gerechtigkeit! Was wäre das?

Fri, 23 Jun 2017 17:00:00 GMT

Gerechtigkeit! hat Martin Schulz gefordert. Gerechtigkeit soll das Thema des SPD-Wahlkampfs sein. Gerechte Rente, gerechte Arbeit, gerechte Verteilung. Nur was ist das? Was ist am Ende gerecht und für wen? Geht es um Chancen, geht es um Leistung, oder geht es hauptsächlich ums Soziale? Geht es am Ende, an dem es bekanntlich immer ums Geld geht, nur um die Schere zwischen Arm und Reich, die man wieder etwas mehr schließen sollte? Oder geht es auch um Teilhabe - an Bildung oder zum Beispiel auch am kulturellen Leben? Die Französische Revolution kam ohne Gerechtigkeit aus, ihr reichten "Liberté, Egalité, Fraternité“. Wobei schon bei der Brüderlichkeit die Sprache ungerecht entgleist ist, zumindest aus heutiger Sicht. Offenbar verändern sich die Empfindungen dessen, was Gerechtigkeit ist mit dem Standort und der Zeit.


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Die letzte Frau – Herrin über das Vermächtnis?

Thu, 22 Jun 2017 17:00:00 GMT

Wenn der Mann stirbt, drücken wir seiner Witwe unser Beileid aus. Normalerweise. Wenn aber die Witwe deutlich jünger und nicht die erste Frau ist, und der Mann außerdem ein Prominenter, dann fallen die Reaktionen bei vielen kühler aus. Und es kommt eine Art kollektiver Furcht auf, enterbt zu werden: Wirft sie sich zur Herrin seines Vermächtnisses auf? Nimmt sie uns den berühmten Verstorbenen weg? Das erlebt Maike Richter nach Helmut Kohls Tod - und sie ist nicht die erste. Brigitte Seebacher-Brandt, Ulla Berkéwicz sind nur zwei Beispiele aus der jüngeren Geschichte: die letzte Frau des berühmten Mannes wird mit Eifersucht betrachtet, als böse Stiefmutter und tyrannische Nachlassverwalterin verdächtigt. Dabei bei war es vielleicht einfach nur Liebe, die ein ungleiches Paar zusammengeführt hat?


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Braune Sonne über Hessen: Wo Rechte feiern

Wed, 21 Jun 2017 17:00:00 GMT

Mittsommernacht, die Sommersonnenwende, der längste Tag des Jahres: das war in den Kulturen des Nordens schon immer ein Festtag. Aufgeladen mit Sagen und Geschichten und diversen Kulten. Die Nationalsozialisten, die sich gerne mit germanischen Runen schmückten, haben sich auch dieses Festes bemächtigt und es mit braunen Riten befüllt. Das tun ihre Nachfolger, die Neonazis bis heute. Besonders in Nordhessen, wo sie im Knüllwald ein eigenes Bildungszentrum aufgebaut haben, einen Treffpunkt der rechtsradikalen Szene. Von dort wird die rechte Ideologie verbreitet, dort werden die politischen Pläne der Rechten ausgearbeitet - und dort treffen sich die rechten Runenritter zu ihrer Sonnwendfeier.


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Der abgeschobene Krieg. Alltag in Afghanistan

Tue, 20 Jun 2017 17:00:00 GMT

In Afghanistan herrscht Krieg, immer noch. Seit 2001. Sechzehn Jahre nach dem Sturz des Taliban-Regimes durch die USA und ihre internationale Militärkoalition, zu der auch Deutschland zählt, hat sich die Sicherheitslage nicht stabilisiert. Im Gegenteil. Fast täglich sterben Menschen, erst kürzlich in der Nähe der Deutschen Botschaft in Kabul. Immer noch sind 1000 deutsche Soldaten in Afghanistan stationiert, das Pentagon berät über eine Aufstockung amerikanischer Truppen. Und dennoch ist dieser Krieg ein seltsam blinder Fleck in der politischen Debatte. Gestritten wird hierzulande heftig über Abschiebungen abgelehnter afghanischer Asylbewerber in "sichere Zonen". Gibt es die in Afghanistan? Im Moment bekämpfen sich die radikalislamischen Taliban und der IS, der schwer zu bekämpfen zu sein scheint und vor allem in der Hauptstadt Kabul hinter einer Serie blutiger Anschläge steckt. Der Krieg erreicht jetzt auch den allerletzten Winkel eines vermeintlich sicheren Landes.


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"Bravo, Chef!" Auf der Schleimspur zum Erfolg

Mon, 19 Jun 2017 17:00:00 GMT

"Brown Nosing" nennt man im Englischen den Versuch, jemanden hinten hineinzukriechen, sozusagen vom Ergebnis her gedacht. Ein ebenso gelungenes wie abschreckendes Anwendungsbeispiel lieferte die Kabinettsrunde von Donald Trump: jeder Minister lobte den Chef vor laufender Kamera in so hohen Tönen, dass ein Kim Jong-Un neidisch werden könnte. Aber andererseits: was gibt es da zu lästern? Ist das nicht auch bei uns die beste Methode, unter einem selbstverliebten Chef voranzukommen? Fortschrittliche Führungsexperten rümpfen da natürlich die Nase und fordern den Mitarbeiter mit Ecken und Kanten. Aber was ist, wenn der Chef oder die Chefin solche Typen gefressen hat? Theorie und Praxis dürften hier einigermaßen weit auseinander liegen. Auch in der deutschen Politik sind die Figuren des Kofferträgers und Abnickers tendenziell häufiger als der mutige Quertreiber. Schmeicheln, Jasagen und Liebedienerei sind eben alte und bewährte soziale Techniken - ohne die wir es zu nichts bringen.


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Abgehoben. Leben im Hochhaus

Fri, 16 Jun 2017 17:00:00 GMT

Die Menschheit zieht es in die Städte. Dort sind die Jobs. Dort fehlt aber Wohnraum. Auch deshalb wachsen Städte in die Höhe. In den Türmen mischen sich neuerdings Wohnen und Arbeiten. Für Architekten ist das eine Herausforderung. Wie schafft man Lebensqualität im siebzigsten Stock? Geht da noch ein Balkon dran? Und was macht man, wenn der Strom ausfällt oder Feuer ausbricht? So wie gerade in London. Viele neue Hochhäuser sind ästhetisch reizvoll, ob in Singapur oder Frankfurt. Aber irgendwie unheimlich ist die Vorstellung schon, in großer Höhe zu leben. Wenn man nachts Hilfe braucht, ist nämlich keiner im Büro nebenan. Das neue Wohnen in Türmen - cool und einsam?


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Die Kunst, den Kampf zu beenden - Superheldinnen 2.0

Wed, 14 Jun 2017 17:00:00 GMT

"Wonder Woman" ist die erste große Comic-Verfilmung mit einer Superheldin in der Hauptrolle. Der Film begeistert die englischsprachige Welt. Nun kommt der von einer Frau inszenierte Film in die deutschen Kinos und sorgt für eine Debatte über Feminismus und Sexismus. Die Heldin, eine Halbgöttin, die sich im Ersten Weltkrieg wieder findet, metzelt reihenweise Männer nieder - im Namen des Guten. Aber die entscheidende Wende kommt erst, als sie es mit Mitgefühl versucht. Kann diese "Wonder Woman“ Frauen als Identifikationsfigur dienen? Zeit, einen Blick auf reale Kriegerinnen dieser Welt zu werfen: Zum Beispiel im Nahen Osten oder auf dem afrikanischen Kontinent.


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Der Weg zurück - Abschiebungen zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Tue, 13 Jun 2017 17:00:00 GMT

Abschiebung. Eine staatliche Zwangsmaßnahme, bei der die Polizei einen Flüchtling oder Menschen ohne Aufenthaltsstatus außer Landes bringt - im äußersten Fall mit Gewalt. Ein konsequenteres Durchgreifen dieser Art fordern Politiker besonders dann, wenn es um straffällige Asylbewerber oder so genannte Gefährder geht. Die Bayern-CSU ist vorne dran und ruft nach Abschiebungen in den Irak. Für Afghanistan gilt im Moment noch immer der Abschiebstopp. Die Zahl der neu beantragten Asylanträge ist in diesem Jahr gesunken, die Zahl der Ablehnungen gestiegen. Doch wie praktikabel sind Abschiebungen in der Praxis? Wie umgehen mit den Härtefällen, die an unsere Menschlichkeit appellieren?


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Kein Gott, nirgends. Die Freiheit der Ungläubigen

Mon, 12 Jun 2017 17:00:00 GMT

Woran glaubst Du? In den meisten islamischen Ländern ist die falsche Antwort auf diese Frage gefährlich, oft sogar lebensgefährlich. In westlichen Ländern nicht. Wir können an Gott glauben. An den wissenschaftlichen Fortschritt. An uns selbst als einzigen Maßstab. Oder daran, dass Religionen Gemeinschaften spalten und politische Konflikte verschärfen- wie derzeit im Nahen Osten zu sehen. Wäre aber die Welt einfacher zu regieren ohne Glaubensvorstellungen? Sind etwa Wissenschaftler ohne ethische Bindungen die besseren Forscher? In europäischen Gesellschaften sind wir frei, auszuwählen, was und woran wir glauben. Wofür wir uns aber auch entscheiden: Immer hat es mit der Suche nach Halt und Identität zu tun. Nach Zugehörigkeit zu einer größeren Gemeinschaft. Was haben Atheisten diesen Suchenden anzubieten? Und warum lassen sich Politiker so gerne auf Kirchentagen sehen?


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Mayday - Das Drama im gespaltenen Königreich

Fri, 09 Jun 2017 16:59:59 GMT

Großbritannien hat gewählt. Doch das Ergebnis dieser Wahl stand schon lange vorher fest. Mit dem Votum für den Brexit hat sich das Vereinte Königreich entschieden, sich von Europa und der kontinentalen Wirtschaftspolitik zu trennen. Und mit der Trennung kam die Spaltung. Im Norden, in Schottland, ist die Stimmung für den Verbleib in der EU spürbar, ebenso in Nordirland. Und was England und Wales ausrichten können, um den Rest des Landes zu überzeugen, steht in den Sternen. So hat die britische Regierung zwar die Zügel in der Hand, doch der Karren steckt tief im Dreck. Zu einem extrem schwachen Binnenmarkt kommen jetzt fehlende EU-Subventionen und eine steigende terroristische Gefahr. Wie kann es enden, das Drama im gespaltenen Königreich?


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Die Wüste bebt – Das kleine Katar und die großen Nachbarn

Thu, 08 Jun 2017 16:59:59 GMT

Reiche Ölscheichs, Wüstenstaat und die Fußballweltmeisterschaft. Vor ein paar Tagen wäre Vielen wohl wenig mehr zu Katar eingefallen. Und jetzt? Jetzt ist das Bild rätselhaft komplex: Katar als Terrorexporteur, Gegner Saudi-Arabiens, Partner des Iran. Russische Hacker und Donald Trump haben auch noch ihre Finger mit im Spiel. Außerdem liefert Deutschland kräftig Waffen gen Katar. Das reichste Land der Welt investiert Milliarden in VW, Hapag Lloyd und die Deutsche Bank. Jetzt ist Katar weitgehend isoliert. Ist das schlicht ein Nachbarschaftsstreit am Maschendrahtzaun? Oder wagt Saudi-Arabien die Probe aufs Exempel, die Unabhängigkeit des kleinen Nachbarn anzutasten? Wer profitiert vom Unfrieden in der Golfregion?


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Kunst oder Agitation? Die politische Verantwortung der documenta 14

Wed, 07 Jun 2017 17:35:00 GMT

Politische Kunst hat es schwer. Aber warum eigentlich? Ist es nicht die Aussage, die gesellschaftliche Relevanz, von der die Kunst lebt? Muss Kunst sich nicht einmischen, in politische Prozesse, um Wege aufzuzeigen, die der parlamentarischen Strategie verborgen bleiben? Bei allem Wohlwollen gibt sich die Kunst selbst gern skeptisch ihrer politischen Einflussnahme gegenüber. Üppiger blüht sie im Rätselhaften, im Vieldeutigen und blickt auf das leicht Verständliche, das Eindeutige herab. Kunst, die jeder sofort versteht, wird vom Betrieb als plakative Agitation abgetan. Aber kommt nicht gerade das beim Publikum an? Wo steht die zeitgenössische Kunst, zumal, wenn sie in einem Rahmen auftritt, der nicht nur Aufmerksamkeit generiert, ohne Inhalte zu präsentieren, sondern sich mit dem Motto "Von Athen lernen" dezidiert politisch gibt? Die documenta 14 zwischen Absicht und künstlerischer Realität.


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Schutz oder Pranger - Was bringt das neue Prostitutionsgesetz?

Tue, 06 Jun 2017 16:59:59 GMT

Deutschland ist ein Paradies für Sex-Käufer aus aller Welt, besonders aus Ländern, in denen Prostitution verboten ist, wie Schweden oder Frankreich. Nur etwa zehn Prozent der rund 400.000 Prostituierten hierzulande sind freiwillige Sexarbeiterinnen, und im Schatten der legalen Prostitution treiben Menschenhändler und Sklavenhalter ihr Unwesen - auch in Deutschland. Das sagen die Gegner der Prostitution. Der Bundestag hat deswegen ein Prostituiertenschutzgesetz verabschiedet, das ab 1. Juli gilt. Prostituierte müssen sich nun registrieren lassen, und Bordelle sollen viel engmaschiger als bisher kontrolliert werden. Die kommunalen Ordnungsbehörden sagen, sie hätten gar nicht die Kapazitäten, das Gesetz umzusetzen. Und Prostituiertenverbände wollen bis vors Bundesverfassungsgericht ziehen, weil sie sich durch die neuen Regelungen erneut diskriminiert fühlen; Opfer seien die Frauen, die sich wieder in die Illegalität zurückziehen und dort ungeschützt der Gewalt von Zuhältern und zahlungsunwilligen Freiern ausgesetzt sind.


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Grenzen der Aufklärung – Rechte Gewalt und die Justiz

Fri, 02 Jun 2017 17:05:00 GMT

München - Oberlandesgericht, 333 Verhandlungstag im NSU Prozess. Es ist der wichtigste und vor allem längste Prozess wegen rechten Terrors, den es in Deutschland je gegeben hat und der Einblicke in den Abgrund der rechten Szene bietet, ebenso in das Versagen der Verfassungsschützer. Seit Mai 2013 wird verhandelt mit hunderten von Zeugen, unzähligen juristischen Scharmützeln und einer Beweisaufnahme, die eigentlich schon beendet sein sollte. Ob es im NSU Prozess 2017 ein Urteil geben wird? Selbst wenn - es ist nur die Spitze der rechten Gewalt, die durch diesen Prozess ans Licht kommt. Die Rechtsextremismus-Expertin Andrea Röpke konstatiert in ihrem "Jahrbuch rechter Gewalt": Rechte Gewalt ist zum "Alltagsterror" geworden.


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Der Tag, als Sgt. Pepper kam – Eine Revolution wird 50

Thu, 01 Jun 2017 17:00:00 GMT

Da kommen vier Superstars erschöpft von ihrer letzten großen Tournee zurück. Sie haben das Jubelgeschrei ihrer Fans im Ohr - und sie wollen es hinter sich lassen, weil es ihre Musik längst übertönt. In ihren Pilz-Köpfen entstehen bereits neue Töne, Texte und Ideen. Damit flüchten sich John, Paul, George und Ringo ins Studio - und zugleich in die Unsterblichkeit. Stück für Stück nimmt in den folgenden Monaten ihr imaginäres Alter Ego Gestalt an, die "Sgt. Pepper`s Lonely Hearts Club Band". Unter diesem Namen erscheint vor 50 Jahren das berühmteste Album der Beatles - ein Werk nicht nur für einsame Herzen, sondern gerade auch für den Geist und nahezu alle Sinne. Dieses Album ist einzigartig und folgenreich. Es fasziniert und polarisiert. Und es verändert die Beatles ebenso wie die Popkultur. Heute, nach einem halben Jahrhundert ist "Sgt. Pepper" Geschichte. Und wir wollen wissen, was das bedeutet.


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Der Amerikaner und Paris – Klimaschutz in Zeiten von Trump

Wed, 31 May 2017 17:00:00 GMT

Ist es wirklich unerheblich, wenn US-Präsident Donald Trump aus dem Weltklimavertrag von Paris aussteigen sollte? Per Twitter kündigte der amerikanische Präsident nach dem G-7-Treffen an, er wolle in dieser Woche darüber entscheiden. Einiges spricht dafür, dass er aussteigen wird, aus einem Abkommen, das als wegweisend gilt. Im Dezember 2015 haben sich 195 Länder erstmals auf ein weltweites Klimaschutzübereinkommen geeinigt, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen. Aber Trump hält den Begriff "Klimawandel" per se für eine Erfindung der Chinesen. Sein Außenminister ist der Chef des Ölkonzerns Exxon Mobil, die Umweltbehörde EPA leitet ein ausgewiesener Klimaskeptiker. Unter den Klimaforschern herrscht jedoch blankes Entsetzen über Trumps Absichten, obwohl die Folgen einer Abkehr erst in 20 bis 30 Jahren zu spüren wären. Ein Austrittsbeschluss würde erst im November 2020 rechtskräftig werden, etwa zur selben Zeit, zu der in den USA wieder Präsidentschaftswahlen anstehen. Warum dann die Aufregung? Warum nicht einfach ohne die USA?


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Kims Neunte - Nordkorea im Raketenfieber

Tue, 30 May 2017 17:00:00 GMT

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un lässt Raketen testen und testet damit zugleich, wie weit er gehen kann. Weder die Sanktionen der UNO noch ein Flugzeugträger der USA haben den "obersten Führer" bislang stoppen können - auf seinem Weg zum Bau einer Interkontinentalrakete. Diesem Ziel scheint er nach neun Versuchen immer näher zu kommen. Zwar sind manche Testraketen bereits kurz nach dem Start auseinander geflogen. Aber zu warten, bis dann doch mal eine am Ziel explodiert, - an welchem Ziel auch immer -, das wollen weder seine südlichen Nachbarn noch die Führung in China noch die Regierungen der westlichen Welt riskieren. Die Frage ist nun, wann und von wem die nächste Eskalationsstufe gezündet wird. Und die Frage ist auch, welche Reichweite der Konflikt dann im schlimmsten Fall haben könnte.


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Alles auf Bitcoin? Karriere einer virtuellen Währung

Mon, 29 May 2017 17:00:00 GMT

In Zeiten der Null- oder Niedrigzinspolitik sucht Kapital nach erfolgversprechenden Anlagemöglichkeiten. Immer mehr Vermögende kaufen sogenannte Kryptowährungen wie Bitcoins. Fondsmanager und Hedgefonds-Milliardäre mischen sie bereits ihren Wertpapier-Paketen bei. In Japan gelten Bitcoins seit April als offizielle Währung, und die US-Börsenaufsicht steht kurz davor, einen Bitcoin-Fonds einzuführen. Das alles treibt den Kurs des virtuellen Geldes derzeit auf ein Rekordhoch. Wir fragen: Sind Bitcoins das Zahlungsmittel der Zukunft oder am Ende bloßes Spekulationsobjekt, das womöglich auch dunklen Geschäften dient? Finanzexperten warnen vor erheblichen Kurs-Schwankungen. So viel ist klar: Wer ins Bitcoin-Geschäft einsteigt, geht auch ein Risiko ein.


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Sieben am Ätna - Weltmächte auf Sizilien

Fri, 26 May 2017 17:00:00 GMT

Als wäre Taormina auf Sizilien nicht ohnehin von Touristen überlaufen! Jetzt kommen auch noch tausende Sicherheitsmenschen dazu. Sie sollen den sogenannten G7- Gipfel abriegeln, das jährliche Treffen der Chefs der sieben führenden Industriestaaten. Der Ort ist gut gewählt. Von Taormina hat man einen wunderbaren Blick auf den Vulkan Ätna. Würden die Staats -und Regierungschefs die Konferenz verlassen und mal Kontakt zur Wirklichkeit suchen, also beispielsweise zum Vulkan fahren, dann kämen sie durch Dörfer, wo fast nur noch alte Menschen leben und viele Häuser zum Verkauf stehen. Teile Siziliens sind nämlich abgehängt von der wirtschaftlichen Entwicklung. Dafür brummt die Kulturszene. Kann sie die Insel vor Depression und Mafia retten?


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Terror in Zeiten des Umbruchs. Großbritannien vor der Wahl.

Wed, 24 May 2017 17:00:00 GMT

Wieder ein Terrorangriff. Dieses Mal in Großbritannien. Ein Selbstmordattentäter tötet 22 Menschen auf einem Konzert in Manchester. Gerade jetzt, wo sich das Land im Umbruch befindet. Im April hat Premierministerin Theresa May Neuwahlen durchgesetzt. Drei Jahre früher als regulär vorgesehen. Durch einen Wahlsieg will sie sich den nötigen Rückhalt für die harten Brexit-Verhandlungen mit Brüssel verschaffen. Eine "starke und stabile Führung" wollen May und ihre Partei dem Land bieten. Dafür müssen alle Kräfte aufgeboten werden auf der Insel, die vom Terror getroffen wurde und deren Zukunft außerhalb der europäischen Union im Ungewissen liegt. Denn am 8. Juni wird gewählt und elf Tage später beginnen die Brexit-Verhandlungen in Brüssel.


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Rüstungsdealer Trump – Ein Präsident auf Mission

Tue, 23 May 2017 17:00:00 GMT

So sieht sich der US-Präsident selbst am liebsten: Als Dealmaker, egal für welches Produkt. In Saudi-Arabien, wo er gerade war, sind es Waffen. Mit den Saudis hat er eines der größten Waffengeschäfte in der US-Geschichte abgeschlossen. "America first" ganz im Sinn der dortigen Rüstungsindustrie. Und was macht jetzt der Iran? Der gerade wieder gewählte Präsident Rohani gerät durch Donald Trumps Waffengeschäfte unter Druck. Er müsste innenpolitisch mehr Freiheit liefern. Stattdessen hat die unruhige Golf-Region eine weitere Aufrüstungsrunde vor sich. Heute ist Trump in Israel. Dort muss er keine Waffengeschäfte verabreden. Das hat sein Vorgänger Barack Obama bereits getan. Mit ungetrübter Freude wird Trump in Israel dennoch nicht empfangen. Was für eine Reise: Von Riad nach Jerusalem. Dann weiter nach Brüssel und Sizilien. Trump kommt rum. Kennen ihn seine Gastgeber dann besser?


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Berlin, Berlin! Wir fahren nach Berlin! Die Rückkehr der FDP

Mon, 22 May 2017 17:00:00 GMT

Aus dem schwarzen Loch ans Licht: Die FDP ist wieder da. In Schleswig- Holstein und NRW wird sie mitregieren. Und auch in Berlin will sie nach der Bundestagswahl wieder eine Rolle spielen. Die Reaktionen darauf sind gespalten. Oh Graus, die Neoliberalen sind zurück. Das fürchten Altlinke und erinnern sich an die frühere FDP unter Guido Westerwelle. Andere verweisen darauf, dass die Partei in NRW mit einem modernen Wahlkampf auffallend viele junge Leute erreicht hat. Sind es Themen, oder der selbstbewußt- ironische Stil von Christian Lindner? Der will auf jeden Fall nach Berlin. Und der jüngste Deutschlandtrend befeuert seine Ambitionen.


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