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wirres von ix.



 



mein vorschlag für einen vortrag auf der republica 2018

Sun, 14 Jan 2018 23:37:29 +0200

(image)

ich denke einmal im jehr gerne etwas intensiver nach und bereite deshalb (fast) jedes jahr gerne in wochenlanger arbeit einen vortrag für die republica vor. vor dem vortrag, zur bewerbungszeit, im januar, denke ich auch über den vortrag, bzw. das thema nach, aber lange nicht so intensiv, wie bei der konkreten ausarbeitung. dieses jahr merkt man das leider m,einem bewerbungstext an. aber ich glaube das thema, menschliche autonomie und das stetige individuelle und kollektive antreiben durch fragen und in frage stellen, passt zur republica und interessiert mich. ich hoffe das interesse am thema ist nicht nur bei mir vorhanden.

das ist der bewerbungstext, den ich eben abgegeben habe:

42. warum wir nach fragen, nicht nur nach antworten suchen müssen

wo steht der mensch, wie kann er sich zwischen kontrollverlust, allherrschenden digitalen megakonzernen, autonomen maschinen, mächtigen algorithmen als selbststämdig denkender und agierender mensch positionieren und behaupten? oder befreit und die digitale revolution bereits — und wir merken es wegen lauter griesgram und wut gar nicht?

vor knapp zwanzig jahren hatte ich das gefühl, die wichtigste frage der menscheit gefunden zu haben. sie lautet: „was willst du eigentlich?“

mich interessierte, wie verschiedenen menschen diese frage beantworten würden und stellte sie (für mehrere jahre) ins internet. leider waren damals noch nicht besonders viele menschen im internet, weshalb die zwei antworten darauf eher unbefriedigend waren und ich sie mir auch nicht gemerkt habe.

in der rückschau muss ich zugeben, dass die frage, ganz ohne kontext und einordnung, auch eher bescheuert und eventuell sogar ein bisschen aggressiv wirkt, jedenfalls nicht, wie die die wichtigste frage der menscheit. in meinem vortrag möchte ich den damals fehlenden kontext nachliefern und erklären, was ich mit der frage erreichen wollte und warum ich sie nach wie vor, ganz besonders heute, für wichtig halte.

das problem ist nämlich, in aller kürze, dass es einige menschen gibt die diese frage für sich beantwortet haben und bei der arbeit an der antwort so viel macht und einfluss gewonnen haben, dass sie unsere eigene fähigkeit nach antworten (und fragen) zu suchen massiv beeinflussen. um nur eins von vielen beispielen herauszugreifen; mark zuckerberg hat die frage beantwortet mit: „alle menschen der welt miteinander verbinden“. die frage ist aber nicht nur: wollen wir das auch? sondern: welche anderen antworten gibt es, was wollen wir (eigentlich), welche neuen fragen ergeben sich aus zuckerbergs antwort?

ich glaube, plakativ gesagt, dass wir nicht nur über privatsphäre, den schutz von daten oder vor überwachung nachdenken sollten, sondern vermehrt über unsere (individuelle) vorstellung von zukunft und die (digitale) gestaltung unseres lebens, individuell und kollektiv. statt lediglich in autonome apparate (fahrzeuge, plattformen) forschung und geld zu investieren, sollten wir unsere eigene, persönliche und kollektive vorstellung von autonomie erforschen, in utopien giessen und immer wieder (in) frage(n) stellen. 

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antwort auf einen eintrag auf twitter.com

Wed, 10 Jan 2018 08:49:28 +0200

genau diese haltung ist es, die ich an vielen dystopien nicht mag. einerseits weil das nicht die einzige möglichkeit ist, die weltläufte zu interpretieren, aber auch, weil diese weltsicht bereits mindestens 20.000 jahre alt ist, also keine einmalige (neue) herausforderung ist.

(image)



black mirror, nerdcore

Tue, 09 Jan 2018 08:12:48 +0200

ich mag black mirror nicht. mir missfällt das sadistische element, dass in jeder einzelnen folge den protagonisten, den menschen, der menschheit angedichtet wird. jede einzelne episode folgt diesem rezept, indem sie mindestens einen protagonisten zeigt, der vergnügen daran findet, andere menschen zu quälen, zu entwürdigen, zu entmenschlichen. aus jeder folge quillt menschenhass. das geht jetzt schon vier staffeln so, dass die serie sadisten nicht als einzelphänomene, psychische deformationen zeigt, sondern suggeriert, dass menschen zum sadismus, zur grausamkeit, zur empathielosigkeit neigen, sobald sie macht bekommen. wie in schlechten filmen wird da nicht differenziert, analysiert, versucht zu verstehen, sondern brutal, splattermässig draufgehalten, zugespitzt und implizit vor dem bösen im menschen gewarnt. in der welt, die black mirror zeichnet, ist kein platz für humanität und mitgefühl, menschlichkeit und wärme, liebe und zärtlichkeit. black mirror ist misantropen-porno. die ausnahme, das abnorme, die psychische deformation wird dystopisch als normal dargestellt, menschlichkeit, wärme, mitgefühl als die ausnahme. black mirror ist nicht dumm, im gegenteil, aber misantrop, anthropophob, frustriert und sarkastisch. liebe steckt bei black mirror lediglich in der produktion. die ist enorm aufwändig und detailverliebt; für jede einzelne folge werden plakatmotive produziert, dutzende anspielungen ins drehbuch und die kulissen gedrechselt und die besetzung ist stets a-list. black mirror ist eigentlich die perfekte serie, konsequent von vorne bis hinten durchdacht, voller grandioser kleiner (und grosser) ideen, perfekt inszeniert und produziert — aber sie glaubt nicht an das gute im menschen. vor einem jahr, nach einer folge der dritten staffel hatte ich schon keine lust mehr weiterzugucken. die vierte staffel, die gerade bei netflix angelaufen ist, wollte ich ebenso wegignorieren. gestern überflog ich dann diesen artikel von rené walter, in dem er alle sechs aktuellen folgen von black mirror rezensiert. ich entschloss mich dann doch mal die erste folge zu sehen. die fängt auch grandios an, mit einer ziemlich passgenauen, aber trotzdem leicht irritierenden, star-trek-parodie. die weitere handlung ist fesselnd, die inszenierung und das schauspiel makellos, liesse sich aber auch in einem satz zusammenfassen: arschloch rächt sich an anderem arschloch und schiesst dabei, mit konsequenter grausamkeit und megaarschlochigkeit, weit übers eigentliche ziel (genugtuung) hinaus. ich bin mir nicht sicher, ob ich die verbliebenen fünf folgen noch sehen werde. ich vermute sie sind genauso sorgfältig und intelligent erzählt, aber ich ertrage das pessimistische welt- und menschenbild, dieses arschlochuniversum, nur schwer. der pornovergleich passt übrigens gut. black mirror zeigt konsequent nur dunkle stellen des menschen, vergrössert diese in absurde dimensionen, hält voll drauf und blendet alles andere konsequent aus. menschlichkeit, mitgefühl, humanität werden marginalisiert dargestellt oder grotesk verzerrt oder veralbert. was ich aber gut finde und mir auch in zukunft jede folge ansehen werde, ist das was rené walter auf nerdcore schreibt. seine rezension der ersten black mirror folge der vierten staffel (USS CALLISTER) ist auf den punkt und versorgt den leser mit kontext. ich schriebs erst vor ein paar artikeln, nerdcore gehört zu meinen lieblingsblogs und ich finde rené ist derzeit in höchstform. und er braucht unterstützung. die möchte ich ihm gerne geben, indem ich nerdcore, neben übermedien, zum zweiten blog mache, dem ich bei steady einen monatlichen, bescheidenen beitrag zahle. ich möchte gerne, dass rené weiter vollzeit ins internet schreibt. Das war bis vor wenigen Jahren noch über Bannerwerbung finanzierbar, mit dem Siegeszug von Clickbait und Facebook allerdings sind die Werbe-Einnahmen nahezu komplett zusammengebrochen. NERDCORE finanziert sich nun schon seit mehreren Jahren über meine eigenen privaten Reserven und diese sind nu[...]



afd-watcher

Tue, 09 Jan 2018 07:35:24 +0200

im märz schrieb die taz einen artikel über ein paar afd-watchblogs. dadrin wird der sprecher der afd zitiert:

Der AfD selbst kann gegen die Watchblogs nicht viel ausrichten. „Solange diese keine Unwahrheiten über uns verbreiten, müssen wir sie als kritische Begleiter akzeptieren“, sagt AfD-Sprecher Christian Lüth auf Anfrage der taz. Sobald jedoch der faire demokratische Umgang nicht mehr eingehalten werden würde, behalte man sich vor, dagegen vorzugehen.

anfang april entscheid man sich bei der afd offenbar um und schickte einem der watchblogs, wir-sind-afd.de, eine abmahnung — wegen verletzung der namensrechte. unwahrheiten verbreitet wir-sind-afd.de offenbar nicht, aber als kritischen begleiter akzeptieren will die afd die seite anscheinend trotzdem nicht mehr.

wegen dieser abmahnung gibt’s am 16. januar jetzt eine mündliche verhandlung in köln:

Weil die Frage, wie man mich un­ter­stüt­zen kann, schon mehrfach kam — auch dafür: Danke. — möchte ich darauf noch kurz eingehen: Im Moment habe ich alles, was ich brauche. Im worst case, sprich: Wenn die Gegenseite den Prozess gewinnt, wäre ich zum einen die Domain los, zum anderen kämen für die erste Instanz knapp 6.000€ Pro­zess­kos­ten auf mich zu. Falls das passiert, müsste ich euch doch um die eine oder andere Mark bitten.

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tageswerk

Sun, 07 Jan 2018 10:34:40 +0200

(siehe auch)

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links vom 05.01.2018

Fri, 05 Jan 2018 07:49:48 +0200

 theawl.com: The All-American Aldi # nora battelle über aldi in amerika. What we know as Aldi in the US is actually Aldi Süd. Aldi Nord operates in the US, too, as Trader Joe’s. This is the one country, aside from Germany, where the two companies coexist, possibly because Trader Joe’s looks so starkly different from Aldi that it effectively erases the fear of direct sibling competition.  theawl.com: Forging Hitler's Diaries Made Him Famous # nochmal theawl.com, nochmal eine geschichte aus deutschland die eigentlich jeder kennt, obwohl ich das nicht wusste: After Kujau’s death, however, [prices of his replicas of the Old Masters] spiked—and this is where it gets legitimately weird, folding in on itself into so many orders of fakery that I can no longer keep track. According to this 2010 article in Der Spiegel, Kujau’s great-niece Petra was arrested in 2010, for carrying on the family trade in the best possible way—that is, selling fakes of “genuine” Kujau fakes of real old paintings, for as much as EUR 300,000. This is truly the kind of thing you can’t make up. auch eine guter erinnerung: die nazis und nazi-sympathisanten waren nie ganz weg. wir sehen die dank social media nur (wieder) deutlicher.  hollywoodreporter.com:'You Can't Make This Shit Up': My Year Inside Trump's Insane White House # michael wolff über seine zeit als eingebetteter reporter in trumps weissen haus. I'd like to just watch and write a book. "A book?" he responded, losing interest. "I hear a lot of people want to write books," he added, clearly not understanding why anybody would. "Do you know Ed Klein?"— author of several virulently anti-Hillary books. "Great guy. I think he should write a book about me." But sure, Trump seemed to say, knock yourself out.  digg.com: We Can't Stop Watching This Master Woodworker Hand Cut Dovetail Joints # ich hab die schreinerei eigentlich mal gelernt, aber einige der tricks (und werkzeuge) die frank klausz hier beim schwalbenschwanzen zeigt, kannte ich noch nicht. ich habe mir das sehr fasziniert angesehen und mir ist wieder klar geworden, was für ein toller werkstoff holz ist. allein die geräusche die ein eingespanntes brett beim (sauber) schnitzen mit einem stecheisen macht.  staceyoniot.com: The smart home platform war pits logistics against context # stacey higginbotham über den stand von iot. gute, kluge zusammenfassung und ausblick.  theatlantic.com: The Best Explanation For Everything In The Universe # alles was man über die theorie von allem wissen muss.  vowe.net: When Americans say this, they mean that # hihi, ich glaube das stimmt alles.  boingboing.net: The guy whose DRM for juice company cratered last year now sells "raw water" packed with all the microbes and amoebas you can stomach # wenn einer mal ne doofe idee hat, ist das höchstwahrscheinlich nicht die einzige blöde idee auf die er kommt.  thisisnthappiness.com: Please wait your turn # sehr schön! [...]



blade runner 2049

Fri, 05 Jan 2018 00:25:43 +0200

(image)

in der regel schalte ich filme ab, die szenen als dramatische zeitlupen zeigen. ein todsicheres mittel um schlecht inszenierung zu erkennen. blade runner 2049 ist hingegen eine einzige zeitlupe und gerade deshalb toll. der film ist stellenweise so gebremst, dass man den eindruck hat zeitlupen zu betrachten. ich fands toll.

gerne in 30 jahren nochmal.

(image)




antwort auf einen eintrag auf twitter.com

Thu, 04 Jan 2018 22:05:25 +0200

gab's heuer eig. eine gute neue sitcom (oder serie)? Markus Spath (@hackr) 27.12.2017 12:29 naja, modern family geht immer. ist zwar nicht neu, aber ich finde es nach wie vor teilweise sehr, sehr witzig. auf eine art witzig und fast neu: die zweite staffel von BBC americas dirk gently’s holistic detective agency (staffel zwei ab. 5. januar auf netflix). während ich die erste staffel eher scheisse fand (und trotzdem zu ende schaute), gefiel mir die zweite staffel irgendwie. sie war so absurd, abgedreht und idiotisch, dass man über die miesen schauspielerischen fähigkeiten von elijah wood hinwegsehen konnte und sich von der absurdität und blödsinnigkeit der geschichte fesseln lassen konnte. die erzählte geschichte ist tatsächlich so bekloppt, dass sie schon fast wieder gut ist. auch nicht neu, im gegenteil, bald andertalb jahrzehnte alt, startrek enterprise, die star trek serie die vor kapitän kirk im jahr 2151 angesiedelt ist und 90 jahre nach dem ersten kontakt. die serie hat keinen besonders guten ruf, fiel in der zuschauergunst durch und wurde in der vierten staffel abgesetzt. sie läuft, wie alle star-trek-serien, auf netflix und ich habe mir bereits 82 der 98 folgen angesehen. die serie ist wie die meisten star-trek-serien ein bisschen holzschnitt- und kammerspielartig, vollgestopft mit billig produzierten kulissen, durchzogen von schlechten spezialeffekten und stereotypen rollenmustern. sieht man die serie ohne grossen erwartungen, kann sie unterhaltsam wirken. in den ersten beiden staffeln stehen die einzelnen episoden meist für sich, in mehr oder weniger abgeschlossenen handlungen, mit einem feinen, fast unsichtbaren roten faden. die dritte staffel hat dann einen gut sichtbaren, etwas überdramatisierten roten faden, der mich zum milden rauschsehen brachte. wie gesagt, technisch und von der produktionsqualität ist das alles eher schlecht bis mittelgut, aber der kern der erzählungen, die metaebene, die intention der serie finde ich sympathisch, wie fast alles aus dem star trek universum. das kernproblem der serie könnte die besetzung der kapitänsrolle gewesen sein. scott bakulas als jonathan archer funkt nicht besonders. archer ist weder besonders sympathisch, noch doppelbödig. er ist einfach da und erfüllt seine pflicht, man kann ihn gut ertragen, aber identifizieren mit ihm wollte ich mich irgendwie nicht. wäre archer ein auto, wäre er früher ein passat gewesen, heute ein prius; ein vernünftiges, effizientes, fleissiges arbeitstier, ohne charme und reiz. ganz schlimm auch die vulkanierin t’pol, gespielt vom ehemaligen model jolene blalock, deren aussehen in der serie wohl nicht nur vom kostüm- und maskenbildner, sondern auch von plastischen chirurgen gestaltet wurde. trotzdem. ich habe startrek enterprise gerne gesehen, auch wenns weder (wirklich) gut, noch eine sitcom war. * * * ganz abgesehen davon; gestern habe ich zufällig diesen ausschnitt aus einem clouseau (mit peter sellers) gesehen: youtube eigentlich dachte ich, kenn ich die filme aus der clouseau-reihe alle auswendig, aber an diese szene konnte ich mich nicht mehr erinnern. aber sie erinnerte mich daran, dass ich die eigentlich alle noch ein paar mal wieder sehen müsste. [...]



lieblingsblogs

Wed, 03 Jan 2018 09:14:40 +0200

mein feedreader ist seit vielen jahren stets zum bersten gefüllt. meistens skippe ich recht schnell durch die beiträge, beobachte mich selbst aber dabei, wie ich immer wieder bei einigen wenigen quellen hängenbleibe. eine davon ist, nach wie vor jason kottke. jason kottke und gelegentliche gastautoren schaffen es einerseits immer wieder kurze artikel oder links auf artikel oder videos anderer zu posten, die mich tatsächlich interessieren oder faszinieren. die qualität dessen, was auf kottke.org postet wird mir immer wieder bewusst wenn ich es mit anderen durchlauferhitzern wie boingboing.net oder digg.com vergleiche. die haben auch immer wieder interessantes, lesens- oder sehenswertes, aber zu oft halten die reisserischen überschriften („stunning“, „amazing“, „watch this …!“) nicht das was sie versprechen.

boingboing.net, digg.com haben viele perlen in ihren RSS-flüssen, aber der entscheidende punkt ist wohl, dass kottke fundstücke nicht postet weil sie populär sind, virales potenzial haben oder vermeintlich klicks garantieren. das entscheidende und ausschliessliche filter- und auswahlkriterium bei kottke scheinen persönliche vorlieben und faszinationen zu sein.

ganz ähnlich arbeitet rené auf nerdcore.de. da wird auch durchlauferhitzt, angerissen und kurzkommentiert, aber immer scheinen renés persönliche vorlieben und faszinationen durch, oft ergänzt und in kontext gesetzt durch kluge kommentare und anmerkungen.

sehr eigen, gelegentlich sehr persönlich, manchmal ein bisschen repetitiv und selbstgefällig, aber fast immer interessant: alles was volker weber postet. „don’t break the chain“ kann ich schon lange nicht mehr hören, trotzdem mache ich da jetzt (still und leise) mit, seit mich eine armbanduhr seit sechs tagen auch ringe auf meinem telefon füllen lässt.

der beste grund einen eigenen feedreader zu betreiben und zu pflegen sind blogs wie das von ist cem basman. cem hat vor ein paar tagen nochmal erklärt wie er bloggt und jeder seiner kleinen gedankensplitter die in meinem feedreader landen erfreut mich, sehr viele speichere ich in der hoffnung sie später mal zu verarbeiten oder zu verlinken. heute dieses fragment, vor ein paar wochen dieses.

kottke.org, nerdcore.de, vowe.net und sprechblase sind natürlich nicht meine einzigen lieblingsblogs, aber die, die immer wieder in meinem feedreader rausstechen.

(image)



was ich in den letzten wochen automatisiert habe

Mon, 01 Jan 2018 23:16:24 +0200

das hier ist eine art öffentlich geführte todo-liste mit artikeln die ich schreiben möchte (oder bereits geschrieben habe) um dinge die ich zuhause automatisiert oder gebaut habe zu dokumentieren. mittlerweile hat die automatisierung unserer wohnung einen stand erreicht mit dem ich ganz zufrieden bin und der nicht nur meinen spiel- und probiertrieb befriedigt, sondern sich teilweise auch als ganz praktisch und nützlich erweist. ein paar der sachen die ich gebaut oder konfiguriert habe, schreibe ich (auf englisch) ins home-assistantz-forum (derzeit leider von regelmässigen serverausfällen geplagt) und verlinke sie hier. andere dinge die ich gerne dokumentieren möchte schiebe ich manchmal wochen oder monatelang vor mir her. ich hoffe wenn ich sie hier in die liste schreibe, dass mich das ein bisschen motiviert sie dann mal irgendwann detailiert aufzuschreiben. konfiguriert: einen virtuellen dusch-sensor und einen virtuellen bett-besetzt-sensor auf basis von bayesscher statistik, bzw. der neuen bayeschen binärsensor komponente vom home-assistant. montiert: eine neue küchenschrankbeleuchtung. gebaut: einen alten arduino als mysensors serial gateway konfiguriert und in home-assistant eingebunden. dazu diese arduino-basierte devduino-hardware als schaltsensor in einem unterputzschalter verwendet (saugte die batterie wegen empfangsproblemen leer) und dann als türsensor montiert (funktioniert problemlos). ausserdem einen arduino mini pro als repeater und bewegungssensor-node gebaut (funktioniert toll). geplant: diese batteriebetriebenen mysensor nodes als unterputzschaltsensoren zu nutzen (in der hoffnung dass sie mit einem repeater in der nähe besser als der erste unterputz-versuch funktionieren). geflasht und konfiguriert: mehrere sonoffs und ein electrodragon relay-board mit tasmota geflasht und konfiguriert. zwei davon sind neben der funkfernsteuerung auch mit verkabelten schaltern zu bedienen. gekauft: ein fire tablet 7 als dashboard im flur konfiguriert. gebaut: einen adventskranz mit ein paar leds, einem esp8266 und homie gebaut. eingebaut: einen deckenlautsprecher mit einen verstärker und einem raspberry pi in die badezimmerdecke eingebaut (funktioniert toll). konfiguriert: einen sensor (unter anderem mit hammerspoon) konfiguriert, der homeassistant und diversen anderen virtuellen sensoren und automationen sagt, ob mein laptop aufgeklappt ist oder nicht. gebaut: einen temperatur und feuchtigkeitssensor gebaut der mit heuristischen methoden home-assistant sagt, ob ich gerade im bett liege oder nicht. unter anderem weil ich unzufrieden mit der schlafnuss bin. konfiguriert: tado in homekit/die apple home app integriert (was lange nicht oder unbefriedigend funktioniert hat, jetzt aber super fluppt). gekauft: einen rflink, genauer das selbstlötkit mit einem arduino mega und einem passenden pcb. das ist neben dem rfxtrx unser zweiter (parallel betriebener) 433 mhz sender/empfänger. angeschlossen ist der der rflink-arduino an den raspi der im bad auch für die musik sorgt und der die rf-signale an den home-assistant weiterleitet. funktioniert herrlich. gebaut: ein neon-schild. gebaut: eine elektrische kerze mit amerikanisch/chinesischen neopixel-streifen. gekauft: die achte ikea-tradfri-lampe gekauft, unter anderem weil ich super zufrieden mit dem tradfri-gedöns bin. nachdem meine mutter mir (auf meinen wunsch) vor genau einem jahr eine tradfri-birne geschenkt hat, habe ich meinen eltern dieses jahr auch eine geschenkt (sie sind auch sehr zufrieden). bestellt: zwei co₂-sensoren tbc … [...]



DIY LED-neon-schild

Mon, 01 Jan 2018 20:26:23 +0200

als wir im november in venedig waren, haben wir auf der biennale ziemlich lange in einer schlange vor dem deutschen pavillon gestanden. im deutschen pavillon sollte eine performance stattfinden, die angeblich sehenswert wäre und die die beifahrerin deshalb auf keinen fall verpassen wollte. also liefen wir kurz nachdem die bienale eröffnete schnurstracks zum deutschen pavillon und stellten uns dort in die sich bereits formende schlange. neben der schlange, bzw. neben dem deutschen pavillion, stand der koreanische pavillon. in der zeit, in der wir in der warteschlange standen dachte ich: neon, das muss ich auch mal machen. noch in der schlange fing ich an nach LED neon zu googeln. echte neon-röhren sind zwar toll, kommen aber wohl zum selbstmachen nicht in frage, einerseits weil meine glasblasfähigkeiten minimal sind und ich auch nicht genau weiss, wie man neon-gas verarbeitet. heutzutage ist ja alles LED und die suchergebnisse sahen vielversprechend aus. es sah so aus, als gäbe es LED-lichtschläuche die echten neon-beleuchtungen recht ähnlich sehen. die meisten LED-schläuche die ich fand waren jedoch rechteckig, bzw. rechteckig mit einem runden teil oben und damit eher einem abstrahlwinkel von weniger als 270°. es gab aber auch richtig runde schläuche wie diese hier für ca. 50 euro für 2 meter. zuhause entschied ich mich dann, zwei mal zwei meter in rot und blau testweise in china zu kaufen. dieser händler bot die LED-schläuche für 20 euro à zwei meter an. auf den bildern sehen die chinesischen LED-schläuche exakt so aus, wie die von ledika (firmensitz in valencia, spanien, berliner rufnummer). der vorteil von bestellungen in china ist, neben dem günstigen preis, dass man viel zeit zum nachdenken hat. fünf bis sechs wochen dauert es meist, bis die bestellungen da sind. der nachteil ist, dass sich die bestellungen im steurechtlichen graubereich bewegen. so richtig verstehe ich das nicht, wann pakete mit warenlieferungen aus dem ausland beim zoll landen und wann nicht. bestellungen aus amerika muss ich fast immer beim zoll abholen (und umsatz-/einfuhrsteuer zahlen), bestellungen aus chinesischen online-shops hingegen fast nie. es ist kompliziert. nach sechs wochen kamen die LED-schläuche und statt drüber nachzudenken was ich bauen würde, hatte ich die dinger ganz vergessen. das ist übrigens das tolle an sechs plus x wochen lieferzeit. nach der bestellung vergesse ich die bestellung gerne und freue mich bei der lieferung über die überraschung, fast wie zu weihnachten. jetzt hatte ich vier meter led-leuchtschlauch, aber keine ahnung was ich damit machen würde. ich hing einen der schläuche erstmal an die wand. das licht gefiel mir sehr. die schläuche hatten tatsächlich, wie erhofft einen 360° abstrahlwinkel, auch wenn eine seite des schlauchs ein bisschen weniger intensiv leuchtete. die schläuche wirkten ziemlich flexibel, aber radien von weniger als 3-4 zentimetern schienen nicht möglich. ich überlegte die schläuche mal testweise auf einem brett zu verlegen, übereinander zu schlingen und stellen die nicht leuchten sollten mit schwarzem gaffa-tape abzukleben, so wie das auch bei neon-reklame gemacht wird. in unserer kammer fand ich ein altes, ungenutztes baumarkt-kiefern-regalbrett von 80 mal 20 zentimetern. beim nachdenken über die konstruktion fiel mir dann irgendwann die idee ein, den schlauch durch löcher im brett von hinten nach vorne zu führen. als motiv fiel mir „KOTZ“ ein, weil sich das kind gerade selbst „KOTZ“ aufs schienenbein tätowiert hatte (es ist eine art familieninterner gag „kotz“ bei jeder gelegenheit zu sagen, „kotz“ aufs schienenbein zu tätowieren allerdings eher nicht). ich skizzierte die worte und löcher, überschlug die benötigte schlauchlänge und kam zu dem schluss das[...]




Mon, 01 Jan 2018 17:13:41 +0200

ich mag die unaufgeregte kolumne von @ChrisStoecker auf #spon sehr und diese besonders: „Die Deutschen investieren […] fünfmal so viel Geld in Christbäume wie in Kracher und Raketen.“

dazu passend diese messwerte (via):

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bessere worte für …

Mon, 01 Jan 2018 11:05:05 +0200

handy.

eigentlich ein schreckliches wort. mit einem ä wäre es etwas ehrlicher, mit dem a tut es weltläufig, ist aber regional. handy hat allerdings einen grossen vorteil: es hat nur zwei silben. hätten wir das englische mobile eingedeutscht zu mobiles, wären es drei silben. auch das telefon hat drei, das mobiltelefon gleich fünf.

was ich nicht verstehe: wir hatten schon ein wunderbares, denglisches wort für mobiltelefone: walkie-talkie. seit einigen jahrzehnten bezeichnet man damit funksprechgeräte, mit denen man im gehen sprechen kann. auch wenns vier silben hat, in der sprechbarkeit hält es locker mit dem handy mit. zur not funktionieren walki oder talki auch einzeln und ohne e.

was dann doch wieder fürs handy spricht: es beschreibt keine funktion. mobilfunkgeräte dienen schon lange nicht mehr nur dem sprechen, sie empfangen nicht nur, sie senden auch, nehmen auf, speichern oder orientieren sich - alles während man sie in der hand halten kann.

mein lieblingswort für mobilfunkgeräte mit internetverbindung wäre, glaube ich, netzteil. das wort ist absurderweise bereits vergeben für geräte die spannungen umwandeln. ich finde die sollte man künftig stromteile nennen. netzteil lässt sich gut aussprechen und beschreibt die zentrale funktion präzise: ein gerät dass zugang zum netz, bzw. netzen schafft, es aber auch zum teil dieser netze werden lässt.

wirklich grossartig im deutschen ist ja tatsächlich die tatsache, dass man an alle möglichen worte einfach endungen wie -teil oder -zeug hängen kann. betrachtet man das wort flugzeug mal genau ist es eigentlich völlig absurd. vom flugzeug ist es nicht mehr weit zum fluggedöns oder flugdings.

und wenn es werkzeug, spielzeug, fahrzeuge oder feuerzeuge gibt, warum sollte es dann nicht auch auch netzzeuge oder komzeuge geben?

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Mon, 25 Dec 2017 18:46:28 +0200

geschenk fürs kind: ein led-neon-schild das ich so super finde, dass ix es am liebsten behalten hätte. aber ich bau mir noch eins, mit „NERV“.

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Sat, 25 Nov 2017 10:12:40 +0200

den google home mini haben wir uns am black friday richtig günstig geschossen.

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