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Irgendwas ist ja immer



...und das ist schon ewig so



Published: Thu, 26 Apr 2018 10:15:45 GMT2018-04-26T10:15:45Z

 



Sonntag, 22. April 2018

Sat, 21 Apr 2018 23:16:48 GMT2018-04-21T23:16:48Z

ich sehe das zwar mit einem jahr verspaetung aber dafuer mit grosser freude. schoen, dass sie wieder da sind.




Samstag, 14. April 2018

Sat, 14 Apr 2018 19:13:34 GMT2018-04-14T19:13:34Z

ganz zitterwölfischer meinunk grosser moral don
die gehören sofort ins nächste kz verbracht!

bei mussolini hatte die mafia auch keine schnitte dank seines tüchtigen eingreifens

und was kam danach? morde schändungen und erpressungen dieser mafiosi

diese ausländischen rapper
untermenschen durch und durch
gehören jeden tach geprügelt

ich mein ja auch sie gehören standrechtlich erschossen wegen die moral

heil dich
grossa don!

Mache mit der Nutte Cash - und es wird immer mehr wie von allein, Kid, ich habe 'nen Lauf wie meine Tec
Gebe keinen Fick auf deine Gang, komm' an und zücke meine Gun, baller' dir Kugeln in den Head und du verreckst

genauso sacht das zitterwolf!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

der ziwo kann doch nix dafür das du keine nutte hast wo du mit cash am machen zu sein bist

auch donald trump legt an die moralische versamung harte massstäbe an
wie dein freund putin oder die linkspartei oder die afd auf der krim

hat ein ziwo diese leute ins land willkommensmässich ins land geholt?
er kann sich nich erinnern
wa das nich deine willkommenskultur mit plastikbeuteln mit keksen am bahnhof drinne?

jezz räppen se nu ma rumm
ja zu was wären se denn sonst gut?
und das willste denen zum vorwurf machen?

wir von alesia meinen du solltest dein willkommenstrainink optimieren wie so mancher sportler putins
dann kämen solche gestalten des grauens ja gar nich vor

und ich weiss gar nich warum du so deine moral von der realen welt verbittert verbirgst
gestern war ein afghane mit schlagstock vor einer bäckerei wegen falschen brötchen
ein nigerianer sticht am jungfernsteg eine frau und ein kind nieder
und ein inder schnappt sich ein fremdes kind und wirft sich vor den zug

is doch deine welt
und du beschwerst dich unseeliger?
wegen paar fick-zeilen?




Moralisches Echo

Fri, 13 Apr 2018 22:55:58 GMT2018-04-13T22:55:58Z

Dies las ich heute im Zuge der Echo Verleihung. Es handelt sich um ein offizielles Statement des Bundesverband Musikindustrie (BVMI) "Kollegah & Farid Bang treten als zwei außerordentlich erfolgreiche Repräsentanten des Genres HipHop auf, das seit über einem Jahrzehnt von sehr vielen Menschen hierzulande gehört wird. Das ist der Grund, weshalb sie im Vorfeld für einen Auftritt angefragt wurden und nun live performen werden.” Das ist moralisch und ethisch zu tiefst erbärmlich. Wenn ich jetzt ein "Best of..." der nicht verbotenen Lieblingslieder des Nationalsozialismus neu vertone und irrsinnig viel davon verkaufe, bekomme ich dann auch einen Echo? Sagt der BVMI dann auch "Ist halt erfolgreich, lebt damit, und jetzt nerv nicht?"Die Stellungnahme des BVMI offenbart, was so alles falsch läuft beim Echo und der Branche (und anderen). Dass niemand mehr moralische Verantwortung übernehmen und dokumentieren möchte. Das Moral egal ist, wenn es ums Geld geht und man sich schön abfeiern kann. Draussen werden jüdische Kinder beschimpft, aber hey, Geschäft läuft super. Mich kotzt diese Ignoranz vor der historischen wie moralischen Verantwortung zutiefst an. Und es betrifft nicht nur den BVMI. Auch Musikmagazine und Radiosender müssen sich fragen lassen, es ob in Ordnung ist, solchen "Künstlern" ein Schaufenster zu bieten. Denn durch sie und so Aktionen wie beim Echo werden geistige Nulllösungen wie diese überhaupt erst breit getreten und zu einer normativen Kraft. "Wieso ist das schlimm, läuft doch im Radio und Fernsehen". Es ist genau diese widerliche Haltung, das Schweigen, die wir schon mal hatten. Als man alles so verdrehte und nachher nichts gewusst haben wollte. Und Verantwortung? Wofür denn? Die anderen waren es, da konnte man leider nichts machen. Es geht um verschiedene Ebenen. Die erste ist die der Musikindustrie. Dass der BVMI sich jetzt hinstellt und sagt "Haben die Leute halt gekauft, können wir auch nicht ändern" ist whitewashing. Wer hat denn den Deal mit denen gemacht? Wer hat denn das Angebot, diese Texte zu vertreiben, angenommen? Wer hat denn die eigene Marketing Abteilung und den Vertrieb zur Verfügung gestellt? Wer hat denn die Promotion gemacht, die Sachen in die Magazine gedrückt, ins Radio und sonstige Kanäle? Sich danach hinzustellen und zu sagen "Wir haben auch keine Schuld daran, wenn die Leute das mögen" ist einfach abartig und eine Lüge. Mehr als das sogar, weil es die Abweisung jedweder moralischer Verantwortung für ein Geschäftsmodell ist, was einfach pervers ist. Weil die Industrie ohne jeden moralischen Skrupel arbeitet. Die haben sich das vorher angehört und gedacht "Uh, kritisch. Aber bringt Kohle, weil provokativ. Den Rest fangen wir schon mit Berichten über einen CSR-Report ab". Das zweite ist der in Sachen Hip Hop. "Battle Rap" kann keine Entschuldigung für diese Wörter sein. Zu sagen "Ich rappe schneller als deine Mutter fickt" mag ja vielleicht ganz lustig sein, wenn man ein sehr, sehr niedriges Level von Humor hat. Aber bei Sätze wie: "Mache mit der Nutte Cash - und es wird immer mehr wie von allein, Kid, ich habe 'nen Lauf wie meine Tec [Pistole]Gebe keinen Fick auf deine Gang, komm' an und zücke meine Gun, baller' dir Kugeln in den Head und du verreckst" hört es dann auch wieder auf. Ich könnte jetzt noch viele sexistische Beispiele zitieren. Wenn das mit "Ist halt Battle Rap" entschuldigt wird kann man auch jeden versuchten ungewollten sexuellen Übergriff als "Boys will be boys" entschuldigen. Und auch der Spruch "Ist halt nur ironisch gemeint", ist eine manipulative Verdrehung. Denn die generelle Aussage im gesamten Kontext des "Oeuvre" ist menschenverachtend, sexistisch, homophob, antisemtisch und rechtsradikal. Das lässt sich nicht mit dem Schlagwort "Satire" umschreiben, weil Satire die Grenzen kennt. Dann kann ma[...]



Die Sache mit der Frontpage

Thu, 05 Apr 2018 22:38:05 GMT2018-04-05T22:38:05Z

Jemand erinnerte mich auf Facebook gerade an das Magazin Frontpage und deren Motto "Raving Society" Und das erinnerte mich daran, das ich damals einen wütenden Artikel zum Thema Raving Society geschrieben habe. Von wegen Quatsch, weil das alles nur "Wir haben uns alle lieb" usw. war, und keinerlei philosophischen Unterbau hatte. Nicht mal ansatzweise einen Bezug zur Gesellschaft hatte das oder wie man sie verändern kann. Es war nur ein Schlagwort für die PR in eigener Sache. Überlege gerade, wo der Artikel damals erschienen ist. Entweder Intro oder in irgendeinem Konkurrenzblättchen der Frontpage. Jedenfalls bekam ich ein bisschen Gegenwind von Westbam und anderen, vor allem aus der Kölner Szene. Um so überraschter war ich, als ich kurz danach vom Chefredakteur Jürgen Laarmann himself angesprochen wurde, ob ich nicht für die FP schreiben wolle. (Ich hatte damals einen ganz guten Namen als Autor für die Intro, einem Jugendableger der WAZ, dem Kölner Stadtanzeiger und meiner sporadisch erscheinenden Kolumne zu obskuren Ambient in der Spex) Das muss 94 oder 95 gewesen sein. Jedenfalls saßen sie da schon in der Tauentzienstrasse in Berlin. Zweiter oder dritter Stock, hochherrschaftlicher Altbau. Super chaotische Redaktion, sah aus, als ob man gerade eingezogen war. Riesige Räume in denen riesige Röhrenmonitore standen, vor denen leicht gebückt blasse, dünne Gestalten saßen und rauchten. Laarmann empfing mich, sehr voluminös, sehr aufgekratzt, sehr beeindruckend. Bot mir dann sogar sowas wie eine Ressortleitung bei der FP an, wenn ich mich recht erinnere. Jedenfalls stürzte mich das Angebot in arge Konflikte, weil ich die FP echt mochte. Sie war DIE Zeitung nicht nur für Techno, sondern vor allem für alles drumherum. Design und vor allem Politik und Philosophie. Die Platten und CD-Kritiken hatten immer etwas Diedrich Diederichsen-haftes, nur dass das keiner sagen wollte. Jedenfalls gab es tonnenweise Artikel, die mit dem Namen eines Musikers anfingen um sich dann in etwas völlig anderen verloren. Marxismus, Foucault, Adorno, das hübsche Mädchen auf dem letzten Rave, Drogen, Fleischwurst. Was auch immer. Jedenfalls war neben der Musik halt die Aussage wichtig. Also was der Musiker und man als Autor so mitteilen wollte. Vor allem politisch-philosophisch. Daher kam dann auch die dämliche Idee der Raving Society. Wir haben damals sehr, sehr ernsthaft daran geglaubt, dass Techno die Welt wirklich verändern würde. So wie der Rock n Roll in den 50er, der im Grunde zu den 68er geführt hatte. Und so dachte man in 90er über Techno. Dass er die Welt zusammenführt und alle sich lieb haben. Oder so. Ja, es waren Drogen im Spiel. Die FP war Ausdruck dieses Gefühls. Aber auf höchst intellektueller Ebene natürlich. Das Design des Magazins war ebenfalls Ausdruck davon. Ich erinnere mich gut daran, dass ich häufig das Blatt dreimal durchblättern musste, ich bis meinen eigenen Artikel gefunden habe. Den ich dann auch oft nur schwer lesen konnte, weil er in 7pt gedruckt war um ihn auf die Seite zu pressen. Oder weil es aussah, als habe ein gleichzeitig auf Koks, Speed und Tranquilizer druff seiender Designer eine kreative Phase hatte. Meist war es letzteres. Jedenfalls bot mir Laarmann diesen Job an. Ich habe ein paar Tage überlegt und abgesagt. Nicht, weil ich nicht nach Berlin wollte. Jeder wollte nach Berlin. Ich habe abgesagt, weil im Hinterkopf mein aus einem alten katholischen Kaufmanns-Haus stammendes berufliches Gewissen die ganze Zeit geraunt hat "Das ist eine ganz windige Geschichte hier, aber so was von." Anderthalb oder zwei Jahre später wurde das Magazin dann auch eingestellt. Was wirklich schade war, denn die FP war vielleicht, neben der aus den Trümmern der FP entstandenen de:bug, das letzte Magazin, dass sich einen Scheiss darum geschert hat, was die Leser eventuell lesen wollen. So kurios das heute klingen mag, damals konnte man sich inhaltlich, und damit auch am Kiosk, d[...]



Musik! Dystopie! Charts!

Fri, 30 Mar 2018 12:43:25 GMT2018-03-30T12:43:25Z

Ich war gestern mutig und habe mich durch die Top 20 der deutschen Charts gehört. Das erste Mal seit gefühlt 10 Jahren. Es ist natürlich leicht, gerade wenn man ein kleines winziges bisschen älter ist und lange in der Musikbranche gearbeitet hat, über aktuelle Musik zu lästern. Weil früher ja alles besser war. Das ist natürlich Quatsch. Die Sachen aus den 80er und 90er Jahren, die es in die Charts geschafft haben, waren oft genauso schrottig. Ganz speziell in den 90er Jahren. Von wegen Krimestechno usw. Aufgefallen ist mir allerdings, dass von 20 Stücken vielleicht drei musikalisch etwas anderes machen. Den Rest kann man nicht voneinander unterscheiden. Natürlich werden Erfolgsrezepte immer kopiert. Natürlich gibt es Phasen, in denen Musiker einen bestimmten Sound produzieren müssen, damit sie in die Charts kommen. Das war schon immer so. Siehe Rock ’n Roll in den 50er, Beatles-Sound in den 60ern, Glam Rock in den 70ern usw. Aber das die Eintönigkeit sich derart verbreitet, ist zumindest mir neu. Auch in den tieferen Position der Charts findet sich eigentlich nichts, was irgendwie dramatisch anders klingen würde. Erstaunlich. Ach ja, ich fand R’nB schon Ende der 90er öde. Nur so zur Info. 1. Olexesh - MagischDie erste Frage: Wie spricht man den Namen aus? Olegsch? Oh lecksch? Ansonsten: keine Überraschung. Ein Schlager. Also vom Text her. Natürlich nicht von der Musik her. Das ist der übliche 2000er R’n B Müll. Aber Roland Kaiser oder Howard Carpendale hätten daraus einen 1a Schlager gemacht. Und nix gegen Howie, den habe ich mal mit seiner 20köpfigen Band live gesehen. Nicht meine Musik, aber fantastische Show für Zielgruppe. Wo war ich? Ach ja. Olexesh. Ne, dann lieber Howie. Der hatte ein zweistündiges Konzert hingebrettert und seine Fans nass nach Hause geschickt und dann kam er 15 Minuten nach dem Konzert noch mal raus und hat 20 Minuten lang Autogramme geschrieben. Profi. 2. Marshmellow - FriendsNetter Rhythmus, die Stimme der Dame ist ebenfalls nicht schlecht. Schöne Anleihen aus den 80ern beim Grundbeat, ein bisschen 90er, ansonsten ein bisschen der übliche 2000er R’n B Müll. Erträglich. 3. Drake - Gods PlanJa. Ne. Ich kann die zu hochsitzende Unterhose schon sehen wenn ich nur das Stück höre. Nicht mal erträglich nach zwei bis acht Joints. Oder vielleicht dann schon. Keine Ahnung, was der junge Mann da singt. Bad Things erwähnt er. Ansonsten: der übliche 2000er R’n B Müll. Schnell vergessen. 4. Rudimental - These DaysKlingt so ein bisschen, als hätte die Kelly Family eine Beatmaschine entdeckt, einen Gospel Chor entführt und das alles auf einem Schiff eingekerkert. Gospel ist ja eigentlich toll, aber hier leider nicht. 5. The Chainsmokers - Sick BoySoweit ist es also. Wenn man sich einen Bandnamen ausdenkt, mit dem die Kinder zu Hause die Eltern so richtig schocken können, dann nennt man sich „Chainsmokers“. Was war so schlecht an „Peace, Love & Pitbulls“ oder „Eisenpimmel“? Und was kommt dieser Tage als nächstes? „The Gluten Lovers“? Ach so, das Lied. Ja. Klingt eigentlich wie die anderen vier davor. Der übliche 2000er R’n B Müll 6. Ramz - BarkingMir fällt dazu überhaupt nichts ein, so schlecht ist es. Also erwähne ich an der Stelle mal, dass ich wegen Shaun Ryder (Charlatans) in Hamburg aus einer Strip-Bar geflogen bin? Weil Ryder (den ich zu betreuen hatte) quer über den Tisch und die Kellnerin gekotzt hatte. 7. Dua Lipa - IDGAFOh, da steht „Explicit“ als Warnung dran. Da bin ich mal gespannt. Und ja, der übliche 2000er R’n B Müll. Warte noch auf das explizite. Hah! Da war es. „Don’t give a fuck“ wurde gesungen. Das fasst ziemlich genau meine Einstellung zu diesem Stück zusammen. 8. Post Malone - PsychoNettes Intro. Für 5 Sekunden. Weckte kurz mein Interesse. Dann: der übliche 2000er R’n B Müll. Kann das sein? Die gesamten Top Ten der übliche 2000er R’n B Müll? Irgendwie entwickelt sich di[...]



Hamburg vs. Berlin (mit Video)

Mon, 26 Mar 2018 23:45:58 GMT2018-03-26T23:45:58Z

Ich habe ja sechs Jahre in Hamburg gelebt und bin da nicht wirklich heimisch geworden. Weil mir alles zu distanziert war. Die Menschen vor allem. Das war ich, als als geborener Rheinländer, nicht so richtig gewöhnt.

Es gab in den 90ern eine Zeit, in der Hamburg "die" Stadt war. So in Sachen Musik und Kunst. Damals war ich kaum 30 und ich war heiss auf Hamburg. Mitte der 90er war Hamburg die Stadt "to be". Weit vor Berlin. Ich habe damals einen Job als Leiter des Büros von Sony/Columbia gehabt und ich habe es geliebt. Einerseits. Anderseits habe ich habe damals für einen Moment das Gefühl gehabt, die Liebe meines Lebens gefunden zu haben und die Trennung von ihr was bisher die einer der schwereren Momente meines Lebens. Das gilt bis heute. Alles in allem war Hamburg also eher Scheiße. Insgesamt. Weil die Leute scheisse waren.

Ich habe immer gesagt, dass ich Hamburg super finde, wenn es die Hamburger nicht geben würde. Weil die mit ihrem Sein als "Hamburger" alles kaputt machen. Weil die Reeperbahn und die Schanze nur eine Fassade sind für die eigentlich extrem konservative und fürchterlich inklusive Grundhaltung. Wenn man nicht gebürtig aus Hamburg ist oder das gebürtige angenommen hat, ist man draussen. Deswegen mögen sich die Hamburger und die Menschen aus München auch so. Schein statt sein ist beiden Städten eher wichtig.

Weil sie eine kompatibele Lebens- und Denkweise haben ist München so nahe. Und deswegen mögen Hamburger und Münchner die Leute in Berlin nicht. Weil Berlin für das krasse Gegenteil steht. Selbst heute noch. Dafür sind sich die Kölner und Berliner emotional nahe weil sie gleiche "Leck mich am Arsch" Einstellung zu vielen Dingen im Leben haben. Vor allem, wenn es um ihr eigenes Leben geht. Weil es in Berlin egal ist woher du kommst, wie alt Du bist und was Du machst. In Hamburg wird das alles bewertet und wenn Du aus dem Raster rausfällst, dann ignoriert man dich. Das würde in Berlin oder Köln nie passieren. Wo Hamburg einen nach dem gesellschaftlichen Status bewertet, gilt in Berlin und in Köln einfache Frage. "Bist du ein Arschloch, oder nicht". Egal wie alt Du bist, egal was du beruflich machst. Wenn du ein 60jähriger Lebenskünstler bist, kannst Du in Berlin auf jede Party gehen und Spaß haben. In Hamburg bist du dann entweder ein Künstler (für diese Bewertung muss man allerdings 20 Jahre im Underground gearbeitet haben) oder du bist ein arbeitsloser Penner, der nichts erreicht hat.

Unbenommen von all diesen Dingen gibt es ein Stück, dass vermutlich in 100 Jahren immer noch eine Hymne für die Stadt Hamburg ist. Weil sie in allen Einzelheiten stimmt. Kaum ein Lied hat Hamburg und Sehnsucht nach dieser Stadt, die ich, trotz all der Scheisse, manchmal immer noch habe, so genau beschrieben. Und manchmal singe ich leise den Refrain, wenn ich meiner Lieblingsstadt Berlin in der U-Bahn sitze.

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Dienstag, 6. Februar 2018

Tue, 06 Feb 2018 10:37:54 GMT2018-02-06T10:37:54Z

schön, dass es hier weitergeht. bei griechenland bin ich immer hin- und hergerissen. was für ein tolles land, was für gastfreundliche menschen. andererseits scheinen mir die griechen noch nicht ganz in europa angekommen zu sein, vielleicht macht gerade das sie ja so sympathisch...




Athen

Sun, 04 Feb 2018 14:21:43 GMT2018-02-04T14:21:43Z

"Athen ist natürlich ganz anders, aber im Moment gerade so ein bisschen das Gegenteil von Berlin", sagte mir Y., zwischen zwei Schluck Rotwein. „Hier kann man halt superbillig und gut leben, Mietwohnungen kosten quasi nichts und Vermieter laufen einem hinterher, wenn man was sucht. Dafür bekommt man keinen Job und wenn man einen hat, verdient man kein Geld damit.“ Y. pendelt, wie viele Kreative, zwischen Athen und Berlin hin und her. Je nach dem, wo der freie Autor gerade einen Job hat. Und damit hat er Athen schon ganz gut zusammen gefasst. Athen befindet sich in einem nur langsam abklingenden Schockzustand. Seit dem Ausbruch der Wirtschaftskrise um 2009 rum hat sich das Land nicht wirklich erholt. Ein kurzer Spaziergang durch die Stadt macht das deutlich. Etliche geschlossene und verfallene Geschäfte, einige leerstehende und verwahrloste Mietshäuser, selbst in der Innenstadt. Die Infrastruktur hat bessere Tage gesehen. Altbauten verfallen, Plätze werden nur minimal gepflegt. Ein bisschen wirkt Athen auf den ersten Blick wie der auf die schiefe Bahn gekommene Bruder von Barcelona. Aber das ist natürlich nur eine Seite Medaille. Unter der vermeintlich etwas mitgenommen Oberfläche breitet sich dafür eine interessante und vielfältige Kreativität aus. Ich habe selten so viele interessante und gute Graffiti in einer Stadt gesehen. Die bleiben teilweise auch deswegen, weil die Stadt einfach kein Geld hat, sie wieder weg zu machen, dafür breitet sich in der Stadt ein ganz eigener Style aus. Es gibt es viele kleine Kneipen, in denen sich Künstler treffen, lustigerweise gerade in so Vierteln wie Psyri. Das liegt am Fuß der Akropolis, nahe der „Flohmarkt“ titulierten Touristenfalle an der U-Bahn Station Monstiraki. Tagsüber sind hier auch viele Touristen, Abends übernehmen die Griechen Psyri, das vollgestopft ist mit Kneipen. Die sind nicht gerade billig (großes Bier 0,4l = 5 Euro), aber das stört hier auch keinen. „Warum sollte man aufhören Spaß haben?“, meinte meine Gastgeberin. „Die Athener haben eine Menge durchgemacht und sich an die Lage gewöhnt. Irgendwann hat man keine Lust mehr jeden Cent für Rechnungen auszugeben, also geht man was trinken. Wird schon gut gehen.“ Wenn man ausgeht spürt man die Lust der Menschen am Leben. Man spürt die Kreativität, die die Krise herausgefordert hat. Denn ohne kann man hier nur schlecht überleben. Man spürt auch, dass die Künstler und Kreativen (meine Gastgeberin ist Kamerafrau und dreht Kinofilme) durch die massiven Kürzungen des Kulturbudget arge Probleme haben. Andererseits stimmt halt auch der alte Spruch, dass die Not wiederum andere kreative Kräfte freisetzt. Die Kunstszene lebt, vibriert und macht halt einfach viel in Eigenregie. Eintritt zahlt man selten, dafür säuft man halt ein bisschen mehr an der Bar. In den vollen und lauten Kneipen und Pop-Up Galerien in irgendwelchen Abbruchhäusern merkt man nichts von der Krise. Wohl aber, wenn man in ruhigeren Läden mal mit ein paar Athener in der Ecke sitzt. Die Themen Job, Geld, Europa und Deutschland (bzw. Merkel/Schäuble) tauchen unwiderruflich auf. Wenn man sich daran abgearbeitet hat, dann folgt meist ein „Ach, wird schon“. Die Athener haben ein dickes Fell. Zwangsweise. Dennoch wird man den Eindruck nicht los, dass sich der Schock über die Wirtschaftskrise und deren Folgen immer noch auf das Gemüt der Griechen legt. Was verständlich ist. Die Auswirkungen der Krise ziehen sich durch alle Schichten. So berichtete mir jemand von einer Bekannten, die von ihrem Vater etliche Wohnungen gerbt hatte. Vor der Krise kam sie durch die Mieteinnahmen auf ein Einkommen von mehr als 7.000 Euro. Jetzt seien es nur noch 1.500 Euro. „Die Wohnungen stehen leer, weil keiner Geld hat,“ so der Erzähler. Man kann sich vorstellen, was die Krise mit jenen gemacht hat, die schon vor 2010 [...]



Roger Waters - Is This the Life We Really Want?

Thu, 08 Jun 2017 09:03:58 GMT2017-06-08T09:03:58Z

Fear, fear drives the mills of modern manFear keeps us all in lineFear of all those foreignersFear of all their crimesIs this the life we really want? Roger Waters ist ein Besessener. Klar. Jemand, der seine Kindheit, seine Therapien und seine Ängste 16 Jahre lang innerhalb einer Band ausgelebt und bombastisch in Alben öffentlich gemacht hat, ist besessen. Nach dem Bruch mit Pink Floyd hat seine Besessenheit nicht nach gelassen, wohl aber sein musikalischer Output. Aus parallel zum „The Wall“ Album entwickelten Material bastelte Waters 1983 "The Pros and Cons of Hitch Hiking“. 1987 folgte das stark vom Thatcherismus der 80er geprägte "Radio K.A.O.S.“. 1992 folgte dann „Amused to Death“, sein bisher vielleicht bestes Solo-Album. Er packt seine Gesellschaftskritik rund um die Geschichte von Billy Hubbard, einem Soldaten des Ersten Weltkriegs, der im Kampf fiel. Das ganze Thema Krieg (erster Irak-Krieg) TV und Demokratie arbeitet Waters in einer musikalischen Orgie auf, perfekt aufgenommen mit einer ganzen Armada von Stars als Gastmusikern. „Amused to Death“ ist auch 25 Jahre nach seiner Veröffentlichung ein Statement, eines der besten Alben der 90er Jahre und bis heute sind die meisten Texte, trotz Internet und den veränderten sozialen wie politischen Umständen, zeitlos geblieben. Und dann - 25 Jahre nix, außer einer Oper. Und natürlich unzähligen „The Wall“ Touren. Von irgendwas muss der Mann ja leben. Roger Waters wird dieses Jahr 74 Jahre alt. Das ist jetzt nicht gerade jung. In dem Alter verzettelt sich so mancher Star in sein Alterswerk. Um so erstaunlicher ist dann dieses neue Album, weil es genauso von seiner Besessenheit und seinem Zorn lebt, wie bei „Animals“ oder wie beim sehr politischen „Final Cut“ vor 34 Jahren. Vielleicht hat sein Alter ein bisschen was abgemildert, aber viel war es nicht. Waters nimmt sich in dem 60minütigen Album alle und alles vor. Die Imperialisten, die Neoliberalen, die Lügner, die Klimavergifter, die Reichen, den Krieg der Dronen, die Terroristen und die gesamte Menschheit. And every time a student is run over by a tankAnd every time a pirate’s dog is forced to walk the plankEvery time a Russian bride is advertised for saleAnd every time a journalist is left to rot in jailEvery time a young girl’s life is casually spentAnd every time a nincompoop becomes the presidentEvery time somebody dies reaching for their keysAnd every time that Greenland falls in the fucking sea is becauseAll of us, the blacks and whites […] (er zählt da noch weitere auf) Wie immer, wenn man ein Album von ihm hört, schwingt da eine Menge Pathos mit. Waters gibt es nicht ohne Pathos, ohne den „Da, schau hin“ Anspruch. Der ist etwas aus der Mode gekommen. Vermutlich, weil Roger Waters und viele andere recht damit haben, wenn sie sagen, dass man es nichts mehr sieht, nichts mehr sehen will, weil man nichts mehr sehen kann. Weil die Bilder von verhungernden Menschen, an Stränden angeschwemmten Kinderleichen und plattgewalzten oder in die Luft gesprengten Gliedmaßen uns einfach nicht mehr erreichen können. Weil wir abgeschaltet haben. Um selber weiterleben zu können. Aber anklagender Pathos ist unbequem, weil er daran erinnert, dass man ja selber auch nicht immer viel besser ist. And if I were a dronePatrolling foreign skiesWith my electronic eyes for guidanceAnd the element of surpriseI would be afraid to find someone homeMaybe a woman at a stove Einfach macht es einem Roger Waters mit dem Album inhaltlich also schon mal nicht. Und musikalisch? Waters bleibt auch hier seiner Linie treu. "Is This the Life We Really Want?“ vereint die Pink Floyd der späten 70er und die letzten beiden Solo-Alben von ihm selber. Manche Stücke klingen nach „Oh, das könnte jetzt auch von „Dark Side…“ kommen, manche von „Amused to[...]



Donnerstag, 11. Mai 2017

Thu, 11 May 2017 17:25:11 GMT2017-05-11T17:25:11Z

Herrgott, das ist man mal 10 Jahre aus der ganzen Blognummer raus, und ihr streitet Euch immer noch über Kommerzialisierung?! Gips doch nich. ;-)




Entscheidungen kommen wenn sie es wollen

Tue, 02 May 2017 14:33:56 GMT2017-05-02T14:33:56Z

Ich wohne jetzt seit 13 Jahren in ein und derselben Wohnung. Das ist ein Rekord für mich. Habe ich noch nie geschafft. Selbst nicht, als ich noch bei meinen Eltern wohnte, weil die auch die Angewohnheit hatte, alle paar Jahre umzuziehen. Jetzt also 13 Jahre hier und es fühlt sich gar nicht so lange an. Einer der Gründe, warum ich so lange hier wohne ist die Gegend. Ich mag den Helmholtzplatz und auch wenn alle über den Prenzlauer Berg lästern und ich selber sage, dass das hier eine weiße Mittelstandsblase ist, die nicht gestört werden will - ich hänge an der Ecke. Ein weiterer Grund: alter Mietvertrag, netter Vermieter, nur eine Mieterhöhung über sage und schreibe 5 Euro in alle den Jahren. Angesichts der Mietwohnungslage in Berlin gibt es keinen Grund umzuziehen.

Aber neulich passierte dann das: die gute Freundin S. hatte die Chance die deutlich größere Wohnung neben ihr anzumieten. "Lass uns zusammen mit Freundin V. eine 'Erwachsenen-WG' gründen" sagte sie. Warum nicht, dachte ich. Die Miete würde günstig bleiben, ich hätte immer jemanden da, der sich um die Katzen kümmert. Und sind wir doch mal ehrlich - man wird kauzig, wenn man so lange allein lebt. Nicht besser wird die Situation, wenn man wie ich seit 5 Jahren Single ist. Da fängt man dann an mit den Katzen zu reden, als seien es Mitbewohner und machmal auch mit sich selber, wenn man vor dem Vorratsschrank steht oder Glühbirnen wechselt.

Man plante also so rum, wer will welches Zimmer, brauchen wir neben der Küche noch einen Gemeinschaftsraum, eine Putzfrau auf jeden Fall, wer kauft eigentlich das Klopapier. Sachen, die man klären muss, wenn man zusammenzieht, so will es das Gesetz.

Aber je näher die Entscheidung der Hausverwaltung rückte, desto unsicherer wurde ich mir. Will ich hier wirklich weg und in den Süden von Berlin ziehen? Will ich meine wirklich sehr günstige und durchaus hübsche Wohnung aufgeben? Will ich mich überhaupt verändern?

Und je länger ich darüber nachdachte, desto unsicherer wurde ich mir. Einerseits weiß ich, dass mir Veränderung meist immer gut tut. Man verändert Rituale, lernt neue Umgebungen kennen, bewegt Kopf, Körper und Seele, die neue Strukturen aufsaugen, wie ein Schwamm das Wasser. Andererseits: will ich mich verändern?

Wie die meisten schweren Entscheidungen, wurde sie mir dann abgenommen. Die Hausverwaltung hat dann erstmal abgesagt. "Angenehm," dachte ich. Auf der anderen Seite war ich dann aber doch darüber erschrocken, wie schwer mir die Entscheidung gefallen wäre, wie sehr die Lebenssituation an mir klebt. Ein bisschen fühlt sich die Angst vor Veränderung an, als sein man gefesselt. Von der Scheu vor der Veränderung, von der Angst sich zu bewegen. Man lebt in einem feingewobenen Kokon aus Ritualen und lieb gewonnen Gewohnheiten, die man auch deswegen lieb gewonnen hat, weil es keine anderen gibt. Es ist warm und bequem in dem Kokon und im Sommer schallt die Musik der Strassenmusikanten durchs Fenster rein.

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich im letzten Jahr mein Leben ziemlich umgekrempelt habe. Beruflich, persönlich. Vielleicht stöhnte meine Seele beim Gedanken an einem Umzug innerlich auf und denkt "Ach du große Güte, jetzt das auch noch." Aber dennoch überraschte mich meine Unentschlossenheit in Sachen Umzug. Und sie hat dann was in Bewegung gebracht.

Denn auch wenn die erste Idee nicht geklappt hat, wir suchen jetzt nach einer WG-tauglichen Wohnung in Berlin. Ganz in Ruhe, ohne Stress, denn wie gesagt, die großen Entscheidungen fallen ja irgendwann ganz von selbst.




Freitag, 21. April 2017

Fri, 21 Apr 2017 19:29:00 GMT2017-04-21T19:29:00Z

Es geschehen Zeichen&Wunder! :)

Sie sind der Held meiner digitalen Kindertage, das ist jetzt wie Weihnachten und Ostern zusammen.

:o)




Donnerstag, 20. April 2017

Thu, 20 Apr 2017 17:34:34 GMT2017-04-20T17:34:34Z

Das Problem habe ich ja auch. Daher die monatlichen Kosten runtergefahren. Und ich schaue, dass ich nach längeren Buchungen dann eine Pause einlege. Komme damit ganz gut zurecht.




Donnerstag, 20. April 2017

Thu, 20 Apr 2017 14:30:02 GMT2017-04-20T14:30:02Z

Wenn nur nicht monatlich der Kupferkessel zu füllen wäre.




Müßiggang

Thu, 20 Apr 2017 11:10:52 GMT2017-04-20T11:10:52Z

Wenn es einen Satz gibt, den man Goethe nachträglich um die gebildeten Ohren hauen sollte, dann ist es „Müßiggang ist aller Laster Anfang“. Gerne würde man ihm entgegnen „Da lebt mal in unserer Zeit“. ich bin mir ziemlich sicher, dass Goethe, würde er heute in unserer durch Effizienz geprägte Welt leben, es dann doch lieber mit Balou, dem Bären halten der einst ein Plädoyer für die Gemütlichkeit formulierte. Dummerweise ist der Goethe`sche Satz zu einer Mantra der deutschen Gesellschaft geworden. Man sagt den Deutschen ja alles nach, aber sicher nicht, dass sie sich dem Müßiggang hingeben. Im Verbund mit einer protestantischen Hinwendung zur Arbeit ergibt sich eine fast religiöse Anbetung von „…etwas zu tun haben…“ und Produktion. Arbeit, das ist so etwas wie das Lebenselixier. Was ja auch völlig ok ist. Ich arbeite ja auch gerne. Ohne Arbeit, da bin ich dann wieder ganz der Deutsche, fehlt mir auch was im Leben. Doch mittlerweile hat Arbeit, gerade im Angestelltenverhältnis, die Rolle einer schlecht gelaunten Schwiegermutter übernommen, die nie zufrieden ist und immer mehr verlangt. Und alles muss sich der Arbeit unterordnen. Familie, Freunde, Freizeit und seit einigen Jahren auch der eigene Körper. Gleichzeitig rast ein merkwürdiger Trend zur Selbstvermessung durch die Gesellschaft. Die Vermessung der körperlichen Fitness wird meist immer damit beworben, dass man leistungsfähiger sein. Schön und gut, ich frage mich nur: wofür leistungsfähiger? Damit ich fitter Netflix schauen kann? Natürlich nicht, denn es geht darum leistungsfähiger zu sein, um den Arbeitsalltag besser überstehen zu können. Wer Sport macht, der ist weniger krank, ist also öfter im Büro und kann länger arbeiten, schneller Karriere machen etc. Der Irrsinn der vermeintlichen Selbstoptimierung macht mittlerweile auch nicht mehr vor dem Schlaf halt. Offiziell nimmt Arbeit einen immer kleineren Bereich unseres Lebens ein. In den 50er Jahren galt noch die 6-Tage Woche, bis in die 60er Jahre die 48-Stunde Woche. Erst in den frühen 70ern wurde die 40-Stunde Woche eingeführt, die später noch mal im 1.5 Stunden für manche Branchen reduziert wurde. Inoffiziell sieht das anders aus, wie jeder weiß. Dank permanenter Erreichbarkeit arbeitet man halt jetzt immer. Die Zeit, in der man nicht arbeitet, quetscht man dann voll. Auch hier hat sich einiges geändert. Familie, Sport, Freunde, Ausgehen und alles andere will auch untergebracht werden. Die meisten sind damit lange ganz zufrieden. Aber auf Dauer scheint es doch nicht zu gehen. Die Zahl der diagnostizierten Burnout-Erkrankungen und Depressionen steigt, mir selbst sind im engeren Bekanntenkreis drei Leute bekannt, die in den letzten zwei Jahren damit diagnostiziert wurden. Und ich selbst bekanntermaßen ja auch. Ich habe seit dem letzten Jahr meine Arbeit einerseits reduziert, andererseits arbeite ich seit dem konzentrierter. Das Ziel ist eigentlich eine 3-Tage-Woche, was mal mehr, mal weniger gelingt. Die freie Zeit verbringe ich mit anderen Dingen und vor allem mit Müßiggang. Darunter fallen für mich verschiedene Dinge. Das fängt bei Netflix an, reicht über Fahrradtouren, Besuche in Museen, Büchern bis hin zum gepflegten Rumsitzen in Cafés. Und manchmal auch einfach: Nichts. Rumliegen, ein Hörspiel, ein wenig am Nachmittag dösen. Sonst nichts. Ich musste das lernen, dieses Nichtstun. Es ist ja nicht wie im Urlaub, da gibt es Immer was zu sehen, etwas Neues zu entdecken. Wirklich Nichts zu tun ist gar nicht so leicht. Ich musste mein schlechtes Gewissen, dass ich gerade Nichts tue, vergessen. Ich musste lernen, dass Nichts tun sehr hilfreich ist. Irgendwann sagten[...]



Mittwoch, 12. April 2017

Wed, 12 Apr 2017 12:10:14 GMT2017-04-12T12:10:14Z

Toller Text, wenn ich das nächste Mal in Mallorca bin, muss ich das unbedingt versuchen. Als Vanillesüchtiger ein absolutes Muss!




Samstag, 1. April 2017

Sat, 01 Apr 2017 06:42:50 GMT2017-04-01T06:42:50Z

Danke :)




Freitag, 31. März 2017

Fri, 31 Mar 2017 14:13:28 GMT2017-03-31T14:13:28Z

Schön, dass du wieder da bist.




Update aus meinem Leben

Fri, 31 Mar 2017 10:38:52 GMT2017-03-31T10:38:52Z

  • Ich habe das alte Antville Blog hier wieder belebt. Die Idee dazu hatte ich schon vor einigen Wochen, dann kam das Leben usw. Warum ich das hier wieder belebt habe? Dafür gab es viele Gründe. Zum einen habe ich meine eigene Seite Ende letzten Jahres zu einem Schaufenster für meine Arbeit umgebastelt. Erwarten Kunden heute, dass man das macht. Und privaten Krempel mit Arbeit zu mischen, wollte ich dann auch nicht. Mir fehlte aber meine eigene Spielfläche und Facebook ist einfach kein Ersatz für mich, vor allem wegen der fehlenden Möglichkeit, alte Texte wieder zu finden. Ich hatte kurz mit dem Gedanken gespielt zu „Medium“ zu wechseln, aber dann fiel mir das hier wieder ein.

  • Generell finde ich die Idee, das Bloggen zurück zu den Wurzeln zu führen, sehr ansprechend. Kein Social Media Gedöns, einfach schreiben. Das Layout bleibt auch so wie es ist.

  • Im letzten Sommer hatte ich auf FB (finde ich jetzt nicht mehr), einen Text geschrieben, der sehr viel Aufmerksamkeit generierte. Es ging um meine Pause, die ich auf Grund eines diagnostizierten Erschöpfungssyndrom von Mai bis Ende September eingelegt habe. In der Zeit habe ich nicht gearbeitet. Also wirklich gar nicht. Zeit für ein Update.

  • Es ist deutlich besser geworden. Gefühlt zum 90%. Ich fliege wieder durch die Gegend, halte Vorträge, mache Moderationen, schreibe, gebe Workshops und was sonst noch so anfällt. Es macht jede Menge Spaß. Aber, und hier kommen wir zu den fehlenden 10%, ich brauche zwischendurch längere Pausen. Meine Ärztin beschrieb das so „Sie werden vermutlich wieder zu 100% fit, aber das ist dann wie ein alter Akku. Man kann ihn wieder voll aufladen, aber er hält die Spannung nicht mehr so gut.“ Das stimmt - so ungefähr. Wobei ich heraus gefunden habe, wie ich in langen Stressphasen ohne Probleme arbeiten kann. Der Trick ist simpel: früh ins Bett gehen, am Wochenende nicht arbeiten, dafür ausgehen, Leute treffen und Spaß haben. Durchaus auch mal Party, diverse Gin-Tonic und so weiter. Aber Schlaf hilft wirklich sehr gut.

  • Was auch geholfen hat, war eine gewisse Askese in Sachen Nachrichtenkonsum. Ich habe von Dezember bis Anfang März generell gar keine Nachrichten geschaut. Weder im TV, noch im Netz. Und das hat enorm gut getan. Die kleinen Aufreger des Tages fielen weg, ebenso Ablenkung. Mittlerweile schaue ich einmal am Tag bei der „Welt“ vorbei, aber selbst das nicht immer. Ich konzentriere meinen Lesestoff auf meine Arbeit, im Moment zum Beispiel auf alles, was mit AI und Algorithmen zu tun hat.

  • Generell versuche ich weiter nicht mehr als vier Tage die Woche zu arbeiten. Das klappt so mittel gut. Was daran liegt, dass ich Texte manchmal einfach nicht sofort schreiben kann. Kreative Phasen lassen sich nicht einplanen. Ich prokrastiniere dann so über den Tag, was aber immerhin auch dazu führt, dass ich die Idee hatte, hier wieder was zu machen. Jetzt, wo es wieder warm ist, schwinge ich mich dann aber in Zukunft aufs Fahrrad.

  • Die gewonnene Freizeit setze ich für verschiedene Dinge ein. Ganz banal: Bücher lesen. Weniger banal: Fotografieren. Überhaupt nicht banal: Freunde treffen. Oder halt schlafen. Schlafen geht immer. Und Sherlock Holmes Hörspiele. Gibt sehr gemütliche auf Spotify.

  • Ich habe über den Winter 14 Kilo abgenommen. Tendenz weiter fallend. Ich habe dafür eigentlich nichts gemacht, außer weniger zu essen.

  • Den Katzen geht es gut.




Mittwoch, 29. März 2017

Wed, 29 Mar 2017 19:28:31 GMT2017-03-29T19:28:31Z

Kaufen Sie eine Eismaschine und lassen sich von ihr Sex machen




Eis

Wed, 29 Mar 2017 14:01:42 GMT2017-03-29T14:01:42Z

Heute mit einer guten Bekannten darüber diskutiert, ob Sex Eis ersetzen kann. Oder umgekehrt. Dabei fiel mir ein Eis ein, das ich mal vor knapp hundert 10 20 Jahren gegessen habe.

Dieses Eis habe ich auf Mallorca gegessen habe. In einem kleinen Kaff namens Petra. Wir, meine damalige Begleitung und ich, sind da damals zufällig gelandet, als wir hungrig mit dem Finger über die Landkarte gerutscht sind und nach irgendeinem Ort suchten, der zumindest der Größe nach vernünftige Nahrungsbeschaffung versprach. Und es war auch schon spät. Wir landeten in Petra, wo es um kurz nach acht schon so dunkel und verlassen war, dass man glauben musste, der dritte Weltkrieg sei ausgebrochen. Am Marktplatz wurden wir aber fündig. Ein winziges, aber witzig beleuchtetes Restaurant. Aus Mangel an Alernativen und weil meine Begleitung um meine Laune fürchtete, wenn ich jetzt noch mal eine Stunde durch die mallorquinische Pampa fahren musste und weil ich ihr angedroht hatte zu McDonalds zu gehen - also aus diesen vielschichtigen Gründen traten wir ein. Und wurden nicht enttäuscht.

Die Karte war interessant. Langusten in einer bitteren Schokoladensauce waren mir zum Beispiel neu. Der Begleitung auch. Aber, jung und mutig wie wir waren, bestellten wir uns einmal quer durch. Wir wurden nicht enttäuscht. Zufrieden und gesättigt lehnten wir uns in die knarzenden Stühle zurück als die Besitzerin des Ladens anrauschte und uns Eis anbot.

Wir wollten eigentlich nicht, aber sie bestand drauf. "Er hat es heute frisch gemacht", sagte sie und meinte natürlich den Koch. Ein älterer Mann, starker Raucher, klein, krumm gewachsen, Glatze. Er brachte uns das Eis persönlich. Einfach Vanilleeis mit ein paar Brocken Schokolade.

Es war das beste Vanilleeis meines Lebens. Es schmeckte so weich, so zärtlich und gleichzeitig so intensiv, wie mir weder vorher noch nachher jemals ein Eis geschmeckt hat. Es war, selbst nach den Langusten, den unzähligen Gläser Wein, Brandys und Zigaretten, eine regelrechte Explosion im Mund. Als hätte ich noch nie im Leben Eis gegessen. Ich war sprachlos.
Wie konnte man so etwas simples wie eine Kugel Vanilleeis so gut machen? Nach vielen weiteren Brandys und etlichen Zigaretten verriet er dann wenigstens einen Teil des Geheimnis: er mischte selbst gemachten Frischkäse unter die Eismasse.

Mangels eigener Eismaschine habe ich nie versucht, dieses Eis nachzumachen. Vermutlich aber auch, weil ich es einfach nicht will. Diese Eis werde ich nie vergessen und das soll so bleiben.

Also ja, Eis kann so gut wie Sex sein.




Hmmmm....

Wed, 29 Mar 2017 13:48:44 GMT2017-03-29T13:48:44Z

↑ Ab hier neu


↓ Ab hier sehr, sehr alt und eventuell aus digital-archäologischen Gründen oder Motiven der Reminiszenz interessant.




Donnerstag, 4. März 2010

Thu, 04 Mar 2010 18:52:48 GMT2010-03-04T18:52:48Z

wenn hier nichts mehr gehegt wird, dann könnte wenigstens jemand die Kommentarfunktion ausschalten, damit die spams nicht so ins Kraut schießen.




Donnerstag, 1. Oktober 2009

Thu, 01 Oct 2009 11:31:17 GMT2009-10-01T11:31:17Z

OK - dann mach ich auch mal nen Test - ich bin gespannt, ob der Link funktioniert ;-)




Mittwoch, 22. Juli 2009

Wed, 22 Jul 2009 19:36:55 GMT2009-07-22T19:36:55Z

Hallo alle zusammen,

zunächst einmal muss ich mich wohl bei allen hier genervten Menschen entschuldigen.Es tut mir leid.

Ich habe meine kaufmännische Ausbildung abgeschlossen und wurde leider nicht übernommen, da die wirtschaftliche Situation es zur Zeit nicht hergibt. Also habe ich fleißig Bewerbungen geschrieben um möglichst bald wieder in Lohn und Brot zu kommen. Leider landen die Bewerbungen immer auf dem Tisch des Chef`s wo sie vermutlich ungelesen ein paar wochen verbringen. Da ich aber schon eine kleine Familie und ein Haus habe bin ich auf Arbeit angewiesen.

Deshalb bin ich über eine Anzeige im Wochenblatt in einem CallCenter gelandet. Schulungswoche war ok. Alle lieb und nett. Das Produckt hört sich super an. Man verkauft ja keinen Schrott.
Produckt = NKL / SKL im wechsel (Bösche)

Ich habe auch direkt einen unbefristeten Arbeitsvertrag angeboten bekommen den ich bis jetzt nicht gesehen habe und auch nicht sehen werde. Aufgrund meiner inneren Zweifel, wie im Callcenter das Produckt Lotterie verkauft wird, kann ich in dieser Firma keinen weiteren Tag arbeiten.

Das zum Grund warum ich mich entschuldige.

Die Option mit Verstorben gibt es wirklich. Man kann aber auch am Telefon einen anderen Namen angeben so das der Agent glaubt man sei Umgezogen.

Diese sofort Rente ist soweit ich weiß real, aber es kann sie nur einer gewinnen und dient vornehmlich der Aquirierung neuer Adressen und Telefonnummern.

Ich wiederhole nochmals das mir in meinem Leben nichts so leid tut wie die Zeit in diesem Callcenter (es befindet sich nicht in Hamburg) !

MfG