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auch  dao  das  dem  des  die  ein  himmel und  ist  kein  nicht  ohne  selbst  sich  und  von  wie  wir  wird 
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daodejing





Updated: 2018-03-05T10:58:49.286-08:00

 



2. Vers

2016-08-19T04:29:48.418-07:00

Wenn ich sage: "nennen wir schönes schön, ist es darum nicht schön" etc. so gibt es Interpreten, die es dahin auslegen etwas schön zu nennen sei unschön, etwas gut zu nennen, sei ungut. Ich möchte nicht moralisieren, denke auch, Laozi lag das fern. Schönes schön zu finden ist wohl nicht verwerflich, aber darin bedingt, dass wir anderes nicht schön finden. Auch in den folgenden Sätzen zeigt uns der zweite Vers die gegenseitige Relativierung, geht es um die Bedingung der Erscheinungen. Das Gesetz von Yin und Yang wird angesprochen. 
Interessant wird es, was Im Text daraus gefolgert wird: Daher kann der Weise (shengren 聖人, ein Mensch, der Ohr und Mund beherrscht) wandeln ohne zu handeln... weil er sich das Gesetz zu eigen macht, weil er die Erscheinungen und Ereignisse aus sich selbst, aus ihrer gegenseitigen Bedingtheit zulässt, weil es aus sich heraus entsteht und vergeht. So folgt der Weise den Regeln des Himmels, den natürlichen Gegebenheiten. Wie in der Natur die Dinge kommen und gehen, gezeugt werden, eine Weile sind und nichts bewahrt wird, nichts bleibt, sondern wieder verschwindet im Dunkel, so hält auch er an nichts fest, versucht nichts zu halten, da es doch auf natürliche Weise kommt und geht. Andauernd, ohne Ende, vollendet sich die Schöpfung, in jedem Augenblick. Weil es nicht verweilt, weilt es endlos. 
Mit diesem Schluss schließt Laozi wieder den Kreis, kehrt an den Anfang des Verses zurück, zum ewigen sich gegenseitig hervorbringenden "Schönen" und auf uns zurückgeworfenen Bewerten. Wenn wir nichts bewerten, wollen wir auch nichts halten. 



1 Vers

2016-08-16T03:44:32.514-07:00

Gleich im ersten Vers zeigt uns Laozi, wie er mit seiner Sprache umgeht. Er spielt damit. 
Der Begriff Dao wurde im alten China ursprünglich für den Lauf der Gestirne benutzt. Ob schon zu Laozis Zeiten eine Ausweitung auf das menschliche Leben vorgenommen worden war, oder durch seine Anwendung diese Deutung bekam, kann ich leider nicht sagen. Laut Ren Jiyu findet sich der Begriff erst bei Laozi als höchst philosophischer Ausdruck. Aber auch im Dao de Jing wird das Zeichen Dao gelegentlich auch in seiner Bedeutung von Weg, Straße benutzt. Jedenfalls wurde das gleiche Zeichen auch für reden, sagen, über etwas sprechen verwendet und so verwendet es auch Laozi. Dao ke dao fei chang dao. Das Dao von welchem wir reden können ist nicht das dauerhafte Dao. Indem wir reden, legen wir fest, aber Dao ist nicht festzulegen. 
Das gleiche Spiel in der zweiten Zeile: ming ke ming fei chang ming
Ming einmal als Name, Bezeichnung, als Nomen benutzt und dann gleich als Verb. Wir können in der Übersetzung dieses Spiel nur bedingt mitmachen. Der Name ist nicht das Benannte, die Landkarte ist nicht die Landschaft. 

Wofür wir keinen Namen haben, das, was jenseits des Benennbaren, Erklärbaren liegt, was nicht ist, das sei der Anfang von Himmel und Erde. Diese beiden, Himmel und Erde sind die synonymen Erscheinungsformen von Yang und Yin, aus ihrem Zusammenspiel, dadurch, dass wir sie schon benennen, kommen die 10.000 Dinge. Später geht Laozi näher darauf ein. Sobald wir Namen geben, beginnen die Dinge zu existieren. Wir machen Unterschiede.
Ohne Verlangen, wenn der Geist ruhig ist und nicht unterscheidet, sind wir fähig, das Geheime zu sehen. Gerät der Geist in Unruhe, und sei es nur um das Geheime zu beschreiben, so zeigen sich uns die Formen, die erkennbare Welt. 
Tatsächlich besteht kein Unterschied, aber die Zeichen, die wir benutzen sind andere.  Wir wissen nicht, woher es kommt und wir wissen nicht, wohin es entschwindet. Was gerade noch war, ist schon vorbei. Auftauchen und wieder untertauchen. Das Dunkle im Dunklen. Ein Geheimnis muss für immer ein Geheimnis bleiben. 



Kap.1 dao ke dao

2016-08-16T03:47:22.787-07:00

Der Begriff des dao wurde wohl ursprünglich für den Lauf der Gestirne verwendet. Anfänglich vielleicht sogar nur für die wechselnden Ansichten unseres Trabanten. Er hat etwas veränderliches und etwas verlässliches. Er zieht seine Bahn, die wohl fest steht wie auch sein Erscheinungsbild des Zunehmens und Abnehmens. Wie die sich mehrenden und wieder mindernden Zeichen des Yi Jing.
Aber zu Laozis Zeiten hatte sich die Bedeutung schon gewandelt, hatte alle Teile der Natur mit eingeschlossen und das menschliche Schicksal, sein Lebensweg, war inzwischen auch zum dao geworden.
Der dao weg ist kein Weg, der unter deinen Füßen entsteht, der wird, indem man ihn geht. Der dao weg ist eine feste Bahn, ein großer, gerader weg, wie in Kap. 53 gesagt wird. Es ist ein Weg wie ein Flusslauf, und auch Methode. Diesem Weg zu folgen, wird de genannt, was zumeist mit Tugend übersetzt wird.
Folgen wir einem Weg, wandeln wir auf ihm, wandelt sich auch der Weg. So meine ich mit dem Wandel im Titel nicht die Wandlung, wie sie im Yi Jing angesprochen wird, welches den Wechsel von einer Situation in eine andere meint, sondern den Wandel des sich beWEGens auf dem Weg, ihm zu folgen als die Anwendung einer Methode, die Tugend der Selbstkultivierung oder der Entwicklung, welche auch das Vollziehen eines Wandels meint. Daher meine Übersetzung Buch vom Weg und Wandel.

dao ke dao heißt die erste Zeile. Zwei Mal dao, aber zwei verschiedene, auch wenn es das gleiche Schriftzeichen ist. Es ist auch das zeigen, darüber reden, sprechen. So der Weg eine Methode ist, eine Art und Weise, wie die Ereignisse sich fügen, so ist es ein weisen, verweisen darauf, was wir versuchen können, aber damit nicht alles sagen. Worauf wir weisen, ist was wir wissen und Wissen ist nicht von Dauer.



Vorwort 1. Version

2014-08-15T13:29:12.268-07:00

Wohl kein Text wurde so oft und vielfältig veröffentlicht, übersetzt, interpretiert und verhunzt wie das Buch Dao De Jing (Tao Te King) von Laozi (Lao Tse). Eine neuerliche Bearbeitung scheint daher genauso fragwürdig wie geboten.
In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts legte Gia Fu Feng (gest. 1985) eine gut lesbare und entmystifizierte Bearbeitung vor.(hervorragend ins Deutsche übertragen von Silvia Luetjohann und erschienen bei Irisiana/Hugendubel). Anfang der 80er begann Gia Fu eine neue Übersetzung, an der ich beteiligt war. Diese wich nur marginal von seiner ersten Arbeit ab. Mir reichte diese Version für meine privaten Studien, bis ich auf eine alte Übersetzung des sechsten Kapitels von de Groot stieß, die völlig andere Interpretationen bot. Von da an begann ich, mich ausführlicher mit dem Original, soweit man bei den überlieferten Texten davon sprechen kann, zu beschäftigen. Meine Kenntnisse der chinesischen Sprache sind nur gering. Jedoch merkte ich schon bald, dass die literarische Qualität meist auf Kosten der hinein interpretierten bzw. heraus gelesenen „Weisheiten“ verloren ging.
Meine Arbeit orientiert sich folglich an der Sprache. Die einzelnen Schriftzeichen werden dabei nicht unbedingt „wörtlich“ übersetzt, sondern mitunter ethymologisch untersucht und ein entsprechendes Pendant gewählt. Das Fehlen von Interpunktion wird beibehalten und die gelegentliche Undeutlichkeit, ob das Zeichen z.B. Substantiv oder Verb ist, wird durch konsequente Kleinschreibung zumindest angedeutet.
Hierbei bleibt die Vielfalt der Deutungsmöglichkeiten in hohem Maß erhalten. Ich lege hiermi kein Weisheitsbuch vor, sondern eher ein Bändchen moderner Lyrik.



Bald als Buch

2014-08-08T06:24:37.416-07:00

an dieser Stelle beende ich die Online-Veröffentlichungen meiner neuen Übertragung des Laozi. Noch in diesem Jahr soll die komplette neue Bearbeitung als Buch erscheinen. Ich werde an dieser Stelle und in meinen Newsletter darüber informieren.
Danach werde ich auf diesem Blog in lockerer Folge anstelle der Übersetzungen erläutern, welche besonderen Entscheidungen jeweils getroffen wurden, weshalb meine Texte mitunter von anderen erheblich abweichen und welche Alternativen zur Diskussion standen.
Ich habe bewusst darauf verzichtet, die Texte im Buch zu kommentieren. Dort sollen sie ruhig und für sich stehen, teilweise illustriert mit Fotos, die alle in Wudangshan aufgenommen wurden.



35

2014-01-28T12:16:24.240-08:00


wer hält in händen
die grosse gestalt
dem kommt die welt abhanden 

kommt abhanden ohne schaden 
erhält ruhe gleichmass frieden 

teilhaben am lachen mag wandernde locken 
den weg zu verlassen
den weg in worte fassen verwässert
schmeckt fad

schauend gibt es nichts zu sehen 
lauschend gibt es nichts zu hören 
nutzend gibt es nichts zu vollenden



34

2013-06-10T07:41:40.675-07:00


groß ist der weg
überströmend 
zu allen seiten
alles erscheint
ihm überlassen
weist nichts ab
vollendet sein werk
verschwendet kein wort

kleidet und speist
was alles erscheint
nennt es nicht sein eigen
bleibt ohne verlangen
bescheiden klein

alles kehrt hierher heim
nennt es nicht sein eigen
vereinend groß

nicht groß in sich selbst
vollendet er großes



33

2013-03-31T11:08:28.090-07:00


andere erkennen zeigt weisheit
sich selbst erkennen zeigt klarheit

andere besiegen zeigt kraft
sich selbst besiegen zeigt stärke

erkennen  was reicht zeigt reichtum
mit stärke vorgehen zeigt willen

seinen platz nicht verlieren zeigt stetigkeit
sterben ohne zu vergehen zeigt unsterblichkeit



32

2013-03-13T05:54:24.515-07:00

der weg bleibt ewig namenlos schlicht obwohl unscheinbar hat niemand auf erden seine kraft beamte und fürsten selbst der könig niemand kann derart schützen die zehntausend dinge kommen  von selbst herbei himmel und erde miteinander vereint erfüllen wohltuende offenbarung das volk kommt ohne verordnung von selbst zur harmonie ein anfang gelungen ein namen ersonnen den namen schon genommen der himmel wird wissen wann inne zu halten wissen wann inne zu halten kennt keine gefahr des weges wesen auf erden gleicht einem flusstal das strom wird und meer[...]



25

2011-09-06T08:11:32.640-07:00

es gibt geheimnisvoll geformtes
lange zeit vor himmel und erde
in stille und leere
steht es
allein
kein wandel
vollkommen die bewegung
ohne zu weichen

weltenmutter mag es sein
seinen namen weiss niemand
nenne es den weg
kenne kein besseres wort
nenne es groß

groß bedeutet ausdehnen
ausdehnen bedeutet entfernen
entfernen bedeutet rückkehr

der weg ist groß
der himmel ist groß
die erde ist groß
auch der herrscher ist groß

in den grenzen des alls
gibt es vier die groß sind
der herrscher ist davon einer

des menschen gesetz ist die erde
der erde gesetz ist der himmel
des himmels gesetz ist der weg
des weges gesetz ist der eigene geist



24

2011-07-21T08:05:09.182-07:00

streben
kann nicht stehen
großspurig
kann nicht gehen
eigensinnig
kann nicht sehen

selbstgerecht
wird nicht geehrt
selbstgefällig
wird nicht gefolgt
selbst gelobt
wird nicht gelohnt

so sagt man auch
zu dick aufgetragen ist unverträglich

wer dem weg folgt
wird sich nicht so betragen



23

2011-07-11T00:15:43.831-07:00

wenige worte wahren den ursprung
wirbelnde winde währen keinen morgen
wolkengüsse währen keinen tag
warum - weil himmel und erde so walten

wenn himmel und erde nichts weilendes schenken
wieviel weniger die menschen

wer dem weg folgt
wird wie der weg
wer dem wandel folgt
wird wie der wandel
wer das lassen lobt
wird wie das lassen

wer wird wie der weg
wird vom weg willkommen
wer wird wie der wandel
wird vom wandel willkommen
wer wird wie das lassen
wird vom lassen willkommen

wer nicht wahrhaftig ist
wird das wahre nicht finden



22

2011-06-14T04:54:44.113-07:00

gekrümmt zeugt gerade
gebeugt zeugt gerecht
leer zeugt voll
erschöpft zeugt neu
wenig zeugt fülle
viel zeugt verwirrung

darum ergreift der weise das eine
und wird dem volke vorbild

weil er nicht im licht steht
leuchtet er
weil er sich nicht wichtig nimmt
hat er gewicht
weil er dient
hat er verdienst
weil er folgt
hat er erfolg
weil er nicht streitet
ist er unumstritten

das alte wort
gebeugt zeugt gerade
ist nicht leer

von ganzem herzen zum heilen wenden



14

2011-01-11T03:35:42.912-08:00

danach spähen doch nicht sehen
ohne form
danach horchen doch nicht hören
ohne ton
danach fassen doch nicht fühlen
ohne stoff
diese drei sind nicht zu zeigen
sie gerinnen gleich zu einem

oben nicht licht
unten nicht dunst
ein steter faden nicht zu fassen
jederzeit in´s leere kehrend

wesen ohne wesen
wunder ohne wunder
ur wissen des selbst

begegnen kein erkennen
folgen kein zurück

wandle den zeitlosen weg
handle hier und jetzt

den kern kennen
des weges wesen wissen



13

2011-01-05T15:55:25.982-08:00

gnade und schande fürchten
selbst dem schicksal fügen

was meint gnade und schande fürchten
gering sein
gewinn ist furchtbar
verlust ist furchtbar
das meint gnade und schande fürchten

was meint selbst dem schicksal fügen
schicksal kommt von selbst
kein selbst
kein schicksal
das meint selbst dem schicksal fügen


in Hanyu hören



12

2010-12-12T08:11:45.637-08:00

fünf farben den blick blenden
fünf töne das ohr betören
fünf würzen den gaumen trüben

preschen und hetzen das herz verwirren
forschen und schätzen den sinn verirren

der weise auch
folgt dem bauch statt dem aug
mit einem vereint das andre verneint



11

2010-11-23T02:31:55.517-08:00

dreissig speichen aus der nabe
das loch in der mitte
macht das rad brauchbar

forme ton zum topf
hohl in der mitte
ist er brauchbar

tür und fenster für ein zimmer
offen in der mitte
sind sie brauchbar

also
sein bringt vorteil
nicht sein bringt nutzen



9

2010-11-16T06:48:26.011-08:00

besser bewahren statt ergießen
der scharfen klinge die schneide stumpft

ein haus voll gold und jade
holt schaden

stolz auf gut und ehre
lockt verderben

das werk getan
zieh dich zurück
der weg des himmels



7

2010-11-09T13:14:30.753-08:00

himmel und erde währen ewig
warum währen himmel und erde ewig
weil sie ungeboren sind
sind sie ein ewiger born

so tritt der weise selbst zurück
und steht vorn
so hält der weise sich selbst heraus
und geht mit

ist es so
selbstlos lebt er sein selbst



06

2010-11-09T13:12:51.493-08:00

in den sinn versenken kennt kein enden
legenden umwobene weibliche lenden
ihr heim ist keim von himmel und erde
wehenden dunst nutze zum werden
ohne entbehren



6/b

in den sinn versenken kennt kein enden
legenden umwobene weibliche lenden
ihr heim ist keim von himmel und erde
langsam sammeln
nutze nicht oft




6

谷tiefe (tal, nach ST auch baden; hegen) 神 geist 不kein 死sterben
是谓 wahrhaftig 玄dunkel, verborgen, geheimnisvoll, 牝weiblich tiefe Höhle, das weibliche Sexualorgan(Vagina), Bild der Empfangsbereitschaft, Bild der Lebensquelle)
des dunklen weiblichen 门zugang - öffnung -
wahrhaftig 天himmel und 地erde 根ursprung,wurzel, keim, anfang
绵绵unaufhörlich 若存sammeln (speichern)
用之benutze 不nicht 勤eifrig



04

2010-09-21T01:42:53.851-07:00

der weg ist wie ein leeres gefäß
genutzt doch nicht gefüllt
unfassbare quelle allen seins

schärfe nehmen
knoten entwirren
glanz mildern
eins mit dem staub

in sich gekehrt doch stets gegenwärtig
ich weiß nicht wo es entspringt
der ursprung unserer ahnen



03

2010-09-21T01:42:12.614-07:00

die weisen nicht preisen verhindert den streit
die schätze nicht werten verhindert den raub
angenehmes nicht nehmen verhindert fassungslosigkeit

weises herrschen leert herzen und füllt bäuche
schwächt das verlangen und stärkt die knochen
befreit das volk von sinnen und sinnlichem
wer versteht steht zur seite
alles fügt sich ohne tun



02

2010-09-21T01:41:47.425-07:00

nennen wir schönes schön, ist es darum nicht schön
nennen wir gutes gut, ist es darum nicht gut

sein und nicht-sein bedingen sich
schwer und leicht beheben sich
lang und kurz messen sich
hoch und tief entfernen sich
stille und stimme erklingen in sich
vorn und hinten folgen sich

daher kann der weise wandeln ohne zu handeln
und lehren ohne zu reden
alles entsteht und vergeht ohne unterlass

zeugen doch nichts bewahren
wirken doch nichts fordern
das werk vollenden ohne verweilen
ohne verweilen weilt ohne ende



01

2010-09-21T01:40:59.312-07:00

der weg den wir gehen
ist kein dauernder weg
der name den wir nennen
ist kein dauernder name

unbekannt ist anfang von himmel und erde
bekannt ist die mutter aller dinge
ohne verlangen offenbart sich das geheime
voller verlangen offenbaren sich die formen
beide erscheinen wie eins
doch mit verschiedenen zeichen

erscheinen im dunkel
verscheiden im dunkel
dem tor aller geheimnisse