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Nachrichten Heute (Nachrichten Heute, Hintergrundinformationen und Berichte) : Rubrik:sportfind



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Published: 2017-04-10T19:33:15Z

 



Lieber Sepp Blatter

2010-12-15T15:07:00Z

Uwe Splittdorf / Pink Cross - Schwule sollen 2022 in Katar auf Sex verzichten, wenn sie an die Fussball WM reisen, haben sie in Johannesburg gesagt. Schwulen und Lesben drohen in Katar bei gleichgeschlechtlichen Handlungen 5 Jahre Knast oder 90 Stockhiebe, oder auch beides. Und dass die Katari es ernst meinen, können Sie selber nachlesen.

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In Katar schweigen, dass man Schwul ist Herr Blatter?

Sie haben die Vergabe der WM nach Katar verteidigt mit dem Hinweis, der Westen solle sich nicht so aufspielen, Fussball entwickle sich und sei nicht nur etwas für überhebliche Europäer oder Südamerikaner. Muss ich nun daraus schliessen, dass Weiterentwicklung heisst, dass Schwule und Lesben akzeptieren müssen, dass ihre Sexualität mit massiven Strafen bedroht wird? Ist das die Zukunft, die Sie wollen, vorwärts in die Vergangenheit? Da ist das Alkoholverbot an der WM in Katar ja im Vergleich gerade noch harmlos.

Lieber Sepp Blatter, vielleicht spielt Sexualität in ihrem Alter keine grosse Rolle, im März werden Sie ja 75 Jahre alt, vielleicht ist Geld für Sie jetzt wichtiger. Vielleicht erinnern Sie sich, als Sie noch jünger waren: Sex hat viel mit Emotionen zu tun, Fussball auch, wie sie selber immer wieder betonen. Sex und Fussball sind also, wenn man so will, Brüder. Wie wär’s darum, wenn Sie konsequent wären, nicht nur einen Sex-Verzicht für Schwule in Katar predigen, sondern auch gleich einen Fussballverzicht für die Mannschaften an der WM?

(image) Uwe Splittdorf ist Geschäftsleiter von Pink Cross
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Morgen ist der Beginn - und Südafrika ist bestens vorbereitet

2010-06-10T14:31:00Z

Dr. Alexander von Paleske -- 10.6. 2010 --- Morgen soll es losgehen, mit dem Eröffnungsspiel der Fussball WM in Südafrika. Auch Nelson Madela wird da sein. Keine Frage, dass damit – auch für ihn - ein Traum in Erfüllung geht.

Vor 4 Monaten, am 2. Februar 2010 verkündete der Boss von Bayern München, Hoeness, in arroganter, überheblicher Manier:



Falsch ist schon, dass Sepp Blatter über den Austragungsort entschieden hat, sonst hätte die WM nämlich bereits im Jahre 2006 in Südafrika stattgefunden, sondern ein Gremium der FIFA. Und nun ist es in weniger als 24 Stunden so weit.

Bestens vorbereitet
Südafrika ist bestens vorbereitet. Die Stadien sind fertig, die Infrastruktur perfekt, alle Flughäfen auf einen Massenansturm eingerichtet ,

Die Bevölkerung Südafrikas ist natürlich stolz darauf, das sie alles - trotz aller Unkenrufe - , so gut hinbekommen haben.

Ich war vor 10 Tagen dort – und war begeistert, obwohl ich selbst kein richtiger Fussballfan bin.

Viele Autofahrer haben, wie seinerzeit in Deutschland, Nationalfahnen am Auto befestigt

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Bafana Bafana - Für ein paar Wochen wird Südafrika im Mittelpunkt stehen, und auch die gewaltigen Probleme im eigenen Land, den Gegensatz von Arm und Reich vergessen, denn Fussball ist in Südafrika, und darüber hinaus in ganz Afrika, ein Massensport. Entsprechend gross ist die Begeisterung, dass die Fussball- WM in Afrika stattfindet.

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World-Cup T-Shirts werden überall getragen, im Restaurant und in der Autowerkstatt. Fotos: Dr. v. Paleske

Für ein paar Wochen werden auch wir nicht vorwiegend an Israel, Iran, Afghanistan, die Oelpest und die Streit-Koalition in Berlin denken.

Jetzt erst einmal Vorhang auf , für die schönste Nebensache der Welt.



Caster Semenya – Tragödie einer südafrikanischen Athletin

2009-09-13T08:57:00Z

Dr. Alexander von Paleske -- 13.10. 2009 -- Ich habe mit diesem Artikel bewusst gewartet, um nicht in den Chor derjenigen einzustimmen, die Rassismus-Vorwürfe gegenseitig erheben.

Denn was sich abgespielt hat, das ist der Stoff für eine Tragödie, bei der eine junge (schwarze) Athletin droht unter die Räder zu kommen, karrieremässig ohnehin, aber auch und vor allem emotional.

Was war geschehen?
Caster Semenya ist eine südafrikanische Top-Athletin, die kürzlich in Berlin die Goldmedaille im 800 Meter-Lauf gewann.

Caster Semenya ist eine Frau, allerdings eine Frau, die zur Gruppe der Pseudo-Hermaphroditen gehört, also Menschen, die einen männlichen Chromosomensatz haben, auch 46,XY genannt, aber äusserlich eine Frau sind, als Frau aufwachsen und sich als Frau fühlen.

In diesen Fällen handelt es sich um das Nichtansprechen der Zielorgane auf männliche Hormone, auch Androgenresistenz genannt.
Ein angeborenes Leiden, wenn man so will. Die Betroffenen wehren sich aber zu Recht dagegen, als Kranke bezeichnet zu werden.

Den Betroffenen fehlen die Gebärmutter und die Eierstöcke stattdessen haben sie Hoden, ohne Hodensack, irgendwo im Bauchraum versteckt.
Diese Hoden produzieren Hormone, männliche Hormone.
Also äusserlich eine Frau, mit oftmals deutlich erhöhtem Testosteronspiegeln, was wiederum von den Muskeln ein dann eher männliches Erscheinungsbild hervorrufen kann.

Da sich die Betroffenen zu Recht als Frau fühlen, als Frau aufwachsen, ist es Aufgabe der Medizin, hier helfend einzugreifen, z.B. durch Entfernung der Hoden, so man sie findet und Substitution mit weiblcihen Hormonen, so erforderlich.

Vor all dem geht es aber darum, behutsam mit dem Patienten die Möglichkeiten zu besprechen, also eine Beratung durchzuführen, die den Patienten auf die mögliche Diagnose vorbereitet.

Das erfordert nicht nur grosse Erfahrung als genetischer Berater, sondern auch ein erhebliches Einfühlungsvermögen als Arzt.
Oftmals kommen die Patienten zum Arzt, weil sie keine Menarche also den Beginn der Monatsblutungen haben.

Was sich aber im Falle von Caster Semenya abgespielt hat, ist an Erbärmlichkeit kaum noch zu unterbieten.

Blut, das mit ihrer Zustimmung entnommen wurde, um es auf Hormone und mögliche Dopingmittel zu testen wurde dann aber zur Chromosomenanalyse benutzt.

Ueber die Presse konnte sie erfahren, dass sie eine Pseudo-Hermaphroditin ist.

Eine australische Zeitung brachte die Nachricht, die dann weltweit verbreitet wurde. Dem Journalisten Mike Hurst wurde diese Nachricht offenbar von der International Association of Athletics Federations ( IAAF) zugesteckt.

Schlimmer geht's nimmer.

Und so reagiert dann zu Recht die südafrikanische Presse darauf.

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Saturday Star vom 12.September 2009

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Star vom 11. September 2009



Rudern: Nasse Füse in Beijing

2008-08-14T08:16:00Z

Hanns Fuchs - Es regnet nicht in Beijing. Es schifft. Die B-Finals sind mit unbestimmter Perspektive verschoben worden. André Vonarburg, Marcel Hacker und Co. müssen warten, bis sie sich nach den Diplomen strecken können.

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Rudern? Nein danke.

Die Nachricht steht auf der Website des Deutschen Ruderverbandes: «Ein gewaltiges Gewitter fegt gerade über die Regattastrecke in Shunyi und die Regenfälle sind sintflutartig. Die FISA hat knapp eine Stunde vor den ersten Rennen die Verlegung beschlossen. Nachdem die Halbfinals erst nach Zeitplan laufen sollten, kam dann gegen 14:55 Uhr die zweite Absage. Jetzt sind die Rennen auf unbestimmte Zeit verlegt!»

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Abräumen: Wer's nicht geschafft hat, packt zusammen

Ursula Bürgin von Stämpfli-Boats ist auch eine treue Leserin der Rudernews. Aus Beijing schickt sie ein Föteli aus trockeneren Zeiten. Man macht sich bereit für die Heimreise. Wie die Boote überhaupt zu den China-Spielen kamen, zeigt Stämpfli-Boats auf der Firmen-Website.

Ach ja, und da gibt's ja auch noch Swiss Olympics. Die Kommunikationsmenschen produzieren in Beijing fleissig ihre Olympia-News mit allerhand Infos und Klatsch und Tratsch. (image) Der Ruderer und seine Entourage kamen bis jetzt nicht vor. Dafür wurde André geadelt: In der Start-Vorschau für heute heisst er André von Aarburg. Ob ihn Trainer Reto Wyss (RC Aarburg) ins Städtli-Patriziat aufgenommen hat?

(image) Kein André-Wunder in Beijing
(image) Ex und hopp - Achter versenkt

(image) Dieser Artikel erschien erstmalig bei Hanns Fuchs



Kein André-Wunder in Beijing

2008-08-14T06:08:00Z

Hanns Fuchs - André Vonarburgs Traum vom Olympiafinal ist ausgeträumt. Er fuhr im Halbfinal ein gutes Rennen, aber als auf den letzten 500m die Post abging, konnte er nicht mithalten. Nun bleibt noch die Hoffnung auf einen Diplomrang im B-Final. Die Entdeckung der Olympiaregatta im Einer ist der Schwede Lassi Karonen. Nach dem Vorlauf in Bestzeit gewann er jetzt auch den Halbfinal mit der schnellsten Zeit der beiden Läufe. Bis jetzt musste er sich nur im Viertelfinal vom dreifachen Weltmeister Mahe Drysdale schlagen lassen. Vonarbrg: Hat noch die Hoffnung auf einen Diplomrang im B-Final. Bild Keystone Nach den WM-Klassierungen acht (Gifu 2005), sieben (Eton 2006) und sechs (München 2007) hatte sich der 32jährige Schwede im vordern Mittelfeld der internationalen Skiffhierarchie eingereiht - bei jenen Athleten, denen mit etwas Glück ein Platz im Final gelingen kann. Hacker gebremst Dort hat man auch den Belgier Tim Maeyens gesehen. Und André Vonarburg. Ihm fuhren jetzt aber im Halbfinal sowohl Karonen als auch Maeyens klar davon. Und Olympiasieger Olaf Tufte natürlich auch. Die drei ersten in diesem Halbfinal fuhren alle unter sieben Minuten. Da konnte auch Marcel Hacker nicht mehr mithalten. Er schied als Vierter aus. Im zweiten, langsameren Vorlauf qualifizierten sich die «Gesetzten» Ondrej Synek, Alan Campbell und Mahe Drysdale. Marcel Hacker - Es kommt zum Duell. Im Kampf ums Olympiadiplom (Schlussrang sieben oder acht) im B-Final bekommt es André nun also mit Hacker zu tun. Den hat er noch nie schlagen können. Dazu kommt Peter Hardcastle. Der Australier war im Viertelfinal vor Vonarburg im Ziel. Zu beachten aber auch der Grieche Ioannis Christou (im zweiten Halbfinal nur eine halbe Sekunde hinter Drysdale) und der Amerikaner Ken Jurkowski (bis jetzt immer schneller unterwegs als der Schweizer). Fazit: André muss ein sehr starkes Rennen fahren, wenn er sein drittes olympisches ein Diplom nach Hause nehmen will (B-Final: Donnerstag, elf Uhr MEZ). Man spricht englisch Zehn der 14 Finalfelder sind nach den Halbfinals vom Mittwoch komplett. Am erfolgreichsten schnitten beim Kampf um Finalplätze bis jetzt überraschend die Briten ab: acht ihrer zwölf Olympiaboote haben sich bereits qualifiziert, einziger «Verlust» bis jetzt ist der Männer-Riemenzweier. Mit sechs Finalbooten sind die USA und Australien, mit fünf Neuseeland und Deutschland, mit vier China und die tschechische Republik vertreten. Schwere Enttäuschungen müssen die Deutschen verkraften: Wie Marcel Hacker haben auch die beiden Flaggboote (Männer- und Frauenachter) die Finalquali nicht geschafft. Dafür ist dem Vierer-ohne mit zwei Ersatzleuten der Husarenstreich gelungen. Überhaupt der Vierer-ohne: Es ist die aufgrund der bisherigen Rennen «engste» Bootsklasse. Entsprechend sensationell sieht das Tableau der Ausgeschiedenen aus: Weltmeister Neuseeland, Vizeweltmeister Italien, WM-Dritter Holland balgen sich mit den USA, den Iren und den Weissrussen im B-Final um die Olympiadiplome. Im Männerachter sind die Angelsachsen fast unter sich: die hochkotierten und ambitionierten Chinesen haben's nicht geschafft, dafür die Holländer und die Polen. Sie lagen in den besten Zeiten des unschön versenkten Alpenachters im Bereich der Schweizer... Ex und hopp - Achter versenkt Dieser Artikel erschien erstmalig bei Hanns Fuchs[...]



Verhaltensregeln für Olympia: Am besten nackt und betrunken Karten spielen

2008-07-15T21:23:00Z

World Content News - 27 Kostbarkeiten: Die Organisatoren für die am 8. August beginnenden Olympischen Spiele in China haben jetzt 27 Verhaltensregeln bzw. Gebote herausgegeben, die die zu erwartenden Proteste von angereisten Zuschauern in eine ausgelassene Olympiastimmung umschlagen lassen könnten. So demonstrieren Sie richtig.


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Viva Olympia: Jetzt geht die Party richtig los ...

Nehmen Sie Kind und Kegel mit und denken Sie auch an eine ausreichende Verpflegung, am besten in Hartschalen verpackt. Radios, Lautsprecher und Musikinstrumente bieten eine fröhliche Abwechslung in den Pausen und so richtig Stimmung kommt auf, wenn am Abend in den Stadien massenweise die brennenden Feuerzeuge geschwenkt werden. Da viele in China immer noch nicht wissen, wie die Tibet-Fahne aussieht, bietet sich hier eine kameragerechte Möglichkeit, um den Wissenshunger der Massen zu stillen. Notfalls tut es natürlich auch eine Piratenflagge.

Die Sicherheitsspezialisten empfehlen: Am besten tragen Sie freilich zu einer entspannten Atmosphäre bei, wenn Sie sich nach einem gemütlichen Umtrunk in der Gruppe Ihrer Kleidung entledigen und eine fröhliche Runde Mao-mao spielen. Da kommt Proteststimmung gar nicht erst auf. Ein Prösterchen auf die Gastgeber !

(object) (embed)
Rüdiger Hoffmann: 8 Kostbarkeiten


Quelle:
Olympia: Nackte oder betrunkene Fans unerwünscht
(diepresse.com, 15.07.2008)
Olympia: Maul halten und Freude haben!
(blick.ch, 15.07.2008)

(image) Dieser Artikel erschien erstmalig bei World Content News





Euro 08. Tschüss Schweiz

2008-06-11T21:38:00Z

Stephan Fuchs – Es hätte so nicht sein sollen. Die Wetten, selbst in der schweizerisch-muslimischen Welt, standen auf einen Sieg der Schweizer. Lange Gesichter bei den Eidgenossen, Freude bei den türkischen Fans.

Im enormen Regen, der in der ersten Halbzeit das Spielfeld fast überflutete, fühlte sich die Schweizer Nationalmannschaft sichtlich wohl. Es regnete. Stark, ohne Ablass, 45 Minuten lang. Nahezu Fischen gleich, schwappten die Schweizer von Torchance zu Torchance bis Eren Derdiyo, Schweizer Sohn türkischer Eltern, flach auf Hakan Yakin einem Schweizer, Sohn türkischer Eltern, flankte und dieser nur einschieben musste. Bis zur Halbzeit blieb der Sieg beim schweizerischen Nationalteam obwohl, so oder so... ohne die Türken die Schweiz 2:0 verloren hätte.

Dann drehte das türkische Team auf. Obwohl der alternde und trotzdem geliebte Fußballmoderator Beni Turnheer den blauen Vorabend Nachthimmel lobte, kam der türkische Halbmond auf Touren und entwickelte sich zu einer Nervenschlacht, bis Semih Sentürk eine Flanke von Nihat unter die Latte köpfte. Das Schweizer Team war geschockt. Den Fans in den Kurven stockte der Atem. Dann konterten die Türken eiskalt, Arda Turan traf mit einem abgefälschten Schuss von der Strafraumgrenze in allerletzter Minute. Aus. Die Schweiz muss nach Hause und den Bernern bleiben nur nch die Holländer zum Mitfeiern.

(image) Euro 08: Italien spielt in Bern Mädchenfußball
(image) Euro 08: Armee zimmerte Hooligan Gefängnis
(image) Euro 08: Bern zeigte Euroknast in Ittigen
(image) Euro 08: Holzknast für Hooligans
(image) Fussball: Berns wankendes Wunderdorf...
(image) Euro 08: Anpfiff für die elektronische Kriegsführungsabteilung



Euro 08: Italien spielt in Bern Mädchenfußball

2008-06-09T20:43:00Z

Stephan Fuchs – Bern ist im Bann der holländischen Oranje. Zu tausenden beherrschen sie den Berner Bundesplatz und die Stadt. Die orangen Fans, laut, lustig und trinkfest, beherrschten nicht nur die Fanzonen Berns, sondern auch den Fußball im Stade de Suisse, dem ehemaligen Wankdorf.

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Gute Stimmung auf bei den Holländern auf dem Berner Bundesplatz.

Das in Bern mit Spannung erwartete Spiel der Königsklasse endete mit 3:0. Mit einer vernichtenden Note wurde der ehemalige Weltmeister Italien demontiert. Die Niederlande kombinierten flüssig und spielten direkt in die Spitze, Italien setzte auf eine sichere Abwehr und gelegentliche Vorstöße. Bayern-Stürmerstar Luca Toni (11./12.) hatte die ersten Torchancen für Italien, das mit neun Weltmeistern von 2006 auflief. Oranje übernahm jedoch fortan das Kommando und entblößte die Abstimmungsprobleme in der neu formierten italienischen Innenverteidigung. Ruud van Nistelrooy scheiterte freistehend, er hatte Gianluigi Buffon bereits ausgespielt. Acht Minuten später fiel das 1:0: Wesley Sneijder zog wuchtig ab, van Nistelrooy spitzelte den Ball ins Tor. Seither spielten die Italiener nur noch Mädchenfußball. Bern indessen stellt sich auf eine feuchte Biernacht ein.

(image) Euro 08: Armee zimmerte Hooligan Gefängnis
(image) Euro 08: Bern zeigte Euroknast in Ittigen
(image) Euro 08: Holzknast für Hooligans
(image) Fussball: Berns wankendes Wunderdorf...
(image) Euro 08: Anpfiff für die elektronische Kriegsführungsabteilung



Euro 08: Armee zimmerte Hooligan Gefängnis

2008-06-07T07:05:00Z

onlineredaktion – Hooligans an der Euro 08 in Basel, landen in historischem Gemäuer: Mit Armee-Hilfe wurde ein ausrangiertes Gefängnis provisorisch wieder fit gemacht.

Das vor Jahren stillgelegte Gefängnis "Schällemätteli" im St. Johann-Quartier wird noch 2008 für einen Kinderspital-Neubau abgerissen. Vor dem Abriss, zimmerten Soldaten der Schweizer Armee massiv hölzerne Triage-Zellen für bis zu 350 in Polizeigewahrsam genommene Randalierer. Die Haftrichter amten im alten Veranstaltungssaal.

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Der baselstädtische Vize-Polizeikommandant Rolf Meyer klang wenig überzeugt, als er vor den Medien die Hoffnung formulierte, der provisorische Knast werde gar nicht gebraucht. 35 Einzel- und Zweier-Zellen hat es für jene, die in Untersuchungshaft landen. Für Ausschaffungen ist auch das Amt für Migration vor Ort.

Meyer versprach Transparenz; Angeschuldigte hätten auch an der Euro normale Rechte. Die Armee komme im "Schällemätteli" nicht in direkten Kontakt mit Insassen; für deren Betreuung und Bewachung seien Polizei und Securitas zuständig. Je nach Tatort sind übrigens baselstädtische oder Baselbieter Behörden zuständig; im Haus sind beide.

(image) Euro 08: Armee zimmerte Hooligan Gefängnis
(image) Euro 08: Bern zeigte Euroknast in Ittigen
(image) Euro 08: Holzknast für Hooligans
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Euro 08: Bern zeigte Euroknast in Ittigen

2008-06-07T06:53:00Z

onlineredaktion - Die Kantonspolizei Bern hat den Medien einen ihrer zwei Festhalte- und Warteräume präsentiert, die sie speziell für die EURO 2008 aufgebaut hat. Sie werden gebraucht, falls die Polizei eine grössere Anzahl Menschen festnehmen muss.

Die beiden Festhalte- und Warteräume der Kapo Bern werden eine Kapazität von mehreren hundert Personen aufweisen. Die Berner Kantonspolizei richtete in der Hauptwache beim Park+Ride Neufeld sowie im Ausbildungszentrum Ittigen "Festhalte- und Warteräume" für mehrere hundert Personen ein. In Ittigen stellte die Polizei Gitterkäfige in eine Turnhalle.

In Basel landen die Gesetzesbrecher unter den Fussballfans in historischen Gemäuern: Mithilfe der Armee wurde das ausrangierte Gefängnis Schällemätteli für die Euro provisorisch wieder fit gemacht. Die Soldaten zimmerten hölzerne Triage-Zellen für bis zu 350 Verhaftete.

Die Basler Polizei nimmt zudem während der Fussball- EM den öffentlichen Raum stärker ins Visier. Sie installiert beim Stadion und bei den Fanzonen 23 neue Videokameras.

Verhaftete Personen werden in Ittigen in einer Garage zuerst fotografiert und dann soweit wie nötig durchsucht. Dafür sind Umkleidekabinen aus Holz eingerichtet worden.

In der Folge werden die Festgehaltenen befragt und dann in die Turnhalle des Ausbildungszentrums gebracht, wo sieben Gitterboxen aufgebaut werden. Sie enthalten eine Toilette und messen 6 mal 6 Meter. Während die Festgenommenen dort warten, überprüft die Polizei die Personalien. Dann wird entschieden, was mit den Festgehaltenen weiter passiert.

Ziel der Polizei ist es, die Verfahren innert maximal sechs Stunden abzuschliessen. Die Polizei sorgt für Verpflegung und sanitarische Betreuung der Festgehaltenen. Flugblätter informieren die Festgehaltenen in mehreren Sprachen summarisch über den Ablauf im Festhalte- und Warteraum.

(image) Euro 08: Armee zimmerte Hooligan Gefängnis
(image) Euro 08: Bern zeigte Euroknast in Ittigen
(image) Euro 08: Holzknast für Hooligans
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Euro 08: Holzknast für Hooligans

2008-06-07T06:40:00Z

onlineredaktion - Die Schweizer Polizei ist vorbereitet. Gewalttätige Fans kommen in den Holz-Knast.

Die Polizei in Genf hatte Medienvertretern in die große Messehalle der Stadt geladen. Dort präsentierte sie die neuen Holz-Container, in denen Hooligans künftig in Gewahrsam genommen werden. In den nackten Zellen gibt es weder Möbel noch Betten. Es gibt kleine und große Varianten. In den großen Zellen gibt es so etwas ähnliches wie Betten. Platz ist für rund 100 Personen.

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Der deutsche Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) will Hooligans jedoch bereits im Vorfeld an der Einreise in die Alpenländer hindern. "Bekannte, gewaltbereite Hooligans werden wir an der Ausreise hindern", sagte Schäuble. Die Maßnahmen von Bund und Ländern reichten von so genannten Gefährderansprachen, über Meldeauflagen und Ausreiseuntersagungen bis hin zu Ingewahrsamnahmen.
Besonders im Visier sei auch die Vorrundenpartie zwischen Deutschland und Polen am Sonntag, sagte Schäuble.

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"Gewalttätigkeiten haben auch bei der Europameisterschaft keine Chance", sagte er. Es gebe einen intensiven Informationsaustausch mit Österreich und der Schweiz. "Genauso stehen wir in engem Kontakt mit unseren polnischen Kollegen", sagte der Minister.

Alles in allem erwarten Experten jedoch ein weitgehend friedliches Fußball-Fest. Als Gründe werden das riesige Polizei-Aufgebot sowie die Nichtteilnahme Englands angeführt. Englische Fans stehen seit Jahren in dem Ruf, bei großen Turnieren für Probleme zu sorgen.

(image) Euro 08: Armee zimmerte Hooligan Gefängnis
(image) Euro 08: Bern zeigte Euroknast in Ittigen
(image) Euro 08: Holzknast für Hooligans
(image) Fussball: Berns wankendes Wunderdorf...
(image) Euro 08: Anpfiff für die elektronische Kriegsführungsabteilung



Fussball: Berns wankendes Wunderdorf...

2008-05-30T06:00:00Z

Stephan Fuchs - Die Rhythmen sind verblasst. Das Berner Wankdorf, das legendäre Fußballstadium in dem Deutschland 1954 Weltmeister wurde, lotterte vor sich hin. Die Bänke vermoderten, die Ränge zerbröckelten, Unkraut überwucherte, was einst der Stolz der Schweizer Nation war. Hier wurde 1954 das „Wunder von Bern“ gespielt. Ein weiteres Wunder überkam Bern erst wieder am 3. August 2001, als das Stadion kontrolliert in die Luft gesprengt wurde. Das 1925 erbaute, eigentlich schützenswerte Zeitdokument, zerbarst unter grotesker Schönheit. Damit hatte, nebst dem Londoner Wembley Stadion eine zweite legendäre Fussballarena in Europa ausgedient. "Aus, Aus, Aus, . . . Aus, das Spiel ist aus..." hauchte Radioreporter Herbert Zimmermann damals in sein Mikrofon. Das romantische Stadion von Bern sorgte seit 1925 für heiße Gemüter und Tränen. Tränen der Niederlage, Tränen der geballten Euphorie und des Sieges, Tränen die während der Spiele geflossen sind. Das altehrwürdige Stadion mit dem für britische Besucher eher anrüchig lustigen Namen "Wankdorf", wurde zum politisch korrekten und langweiligen "Stade de Suisse". Da gibt es nun, zumindest für die Briten, keine Lachtränen mehr. Kein Wunder sind sie nicht mit dabei an der Euro08. Satte 70,8 Prozent der BernerInnen finden den Namen "Stade de Suisse" völlig daneben. Sie dürfen wohl aus sentimentalen gründen noch "Wankdorf Bern" anhängen. Zur letzten Ehre der Berner kann man auch noch "Nationalstadion" ganz am Schluss ansetzen. Tränen der Enttäuschung flossen den nostalgischen Berner Fußballfans und den Geschäftsleuten, als der Schweizerische Fußball Verband die spannendsten Spiele der EURO 08 an die Basler vergeben hat. Und das obwohl es eigentlich den Bernern zu zusprechen war, dass die EM überhaupt in die Schweiz kommen kann. Dort, im St. Jakob-Park findet denn nun auch das Eröffnungsspiel, zwei weitere Gruppenspiele, zwei Viertel- sowie ein Halbfinalspiel statt. Basel hat somit wohl das eigentliche Nationalstadion. Wenn denn schon nicht der EM Halbfinal nach Bern kommen wird, dann ist ist zumindest das eigentlich scheussliche Wankdorf-Quartier recht spannend: Mit dem BEA Messegelände, dem monumentalen, architektonischen Wunderwerk des Paul Klee Zentrums, dem Hotel Guisanplatz, dem extra Zubringer "S-Bahn-Station Wankdorf", da haben auch die Briten wieder was zu lachen und dem militärischen Auslandsgeheimdienst an der Papiermühlestrasse, der militärischen Bibliothek, sowie dem architektonischen Wunderwerk des schweizerischen FBI, dem Bundesamt für Polizei und Inlandsgeheimdienst entwickelt sich Wankdorf zum eigentlichen Ballungszentrum. Euro 08: Armee zimmerte Hooligan Gefängnis Euro 08: Bern zeigte Euroknast in Ittigen Euro 08: Holzknast für Hooligans Fussball: Berns wankendes Wunderdorf... Euro 08: Anpfiff für die elektronische Kriegsführungsabteilung Euro 08 Bern: Einsatz der Sicherheitskräfte beginnt[...]



War das ‘Wunder von Bern’ ein Wunder?

2007-12-30T18:46:00Z

Karl Weiss - Dies ist ein Artikel über Sepp Herberger und sein Team, das die Fussballweltmeisterschaft 1954 in Bern in der Schweiz gewann. Es beruht auf einem Interview und Gespräch von mehreren Stunden, das ein Bekannter von mir mit einem der Teilnehmer der damaligen deutschen Delegation in der Schweiz geführt hat, der nicht namentlich genannt werden will. Es stellt also die persönliche Sicht eines Menschen dar, nicht die ‚absolute Wahrheit’. Auf jeden Fall ist dies eine sehr interessante Sicht. Das Ganze begann im Jahr vor der Weltmeisterschaft von 1954, im Wembley-Stadion von London, bei jenem Spiel zwischen England und Ungarn, in dem England zum ersten Mal zu Hause besiegt wurde. Fußball war Englands’ Sport. Die Engländer, so wusste jeder, waren weit überlegen allen anderen Teams. Diese Überlegenheit war so fundamental und so weitgehend anerkannt, dass England vor 1950 gar nicht an Fussballweltmeisterschaften teilnahm. Die waren für alle – außer England. England war bis dahin zu Hause unbesiegt, das schien dieses Urteil zu bestätigen. Nun aber wurde alles anders. Das Nationalteam Ungarns hatte die Engländer zu Hause besiegt! Es eilte von Sieg zu Sieg, war für Jahre ungeschlagen, ja nicht nur ungeschlagen, es gewann alle Spiele! Auch das Turnier der Olympischen Spiele von Helsinki 1952 hatte sie gewonnen. Jeder, der etwas von Fußball verstand, war fasziniert von diesem Team um den Spielmacher Puscas. Die überfallartigen Angriffe dieser Mannschaft, basiert auf Schnelligkeit, auf Genauigkeit der Pässe und auf Positionswechseln der Angreifer, waren tödlich für praktisch jeden Gegner. Diese Nationalmannschaft von Ungarn brachte es fertig, in fast jedem Spiel gegen andere Nationalmannschaften innerhalb der ersten zehn Minuten mindestens zwei Tore vorzulegen! Die wesentlichen Spieler dier Mannschaft waren technisch allen anderen Spielern auf den jeweiligen Positionen überlegen, das heißt, sie konnten sie ausspielen. Bei den Angriffen wurde nicht einfach, wie bis dahin im Fußball üblich, der Ball hoch nach vorne gedroschen und gehofft, einer der Stürmer könnte ihn kontrollieren und etwas damit anfangen. Erstmals in dieser mannschaftlichen und nicht individuellen Form sah man das Führen des Balles nach vorne, eng am Fuß, sah man Dribblings, mit denen Verteidiger ausgespielt wurden und sah man Körpertäuschungen in vollem Lauf mit dem Ball am Fuß, die fast jede gegnerische Abwehr wie Anfänger aussehen ließ. Vor allem aber – und das traf nicht nur auf die ungarische, sondern auch auf die deutsche Mannschaft zu, wurde weit mehr als vorher als Mannschaft gespielt, nicht mehr im wesentlichen auf Einzelleistungen aufbauend. Jeder wusste, wenn nicht ein Wunder geschieht, wird diese ungarische Nationalmannschaft die Weltmeisterschaft von 1954 gewinnen! Nur einer sagte etwas anderes: Sepp Herberger, damals Trainer der deutschen Fussballnationalmannschaft, behauptete, man werde im Endspiel gegen diese Ungarn gewinnen. Er wurde belächelt. Herberger tat etwas, was damals die Trainer noch nicht kannten: Er kaufte einen Film über ein Spiel der Ungarn, auf dem das ganze Spiel zu sehen war, und studierte die Mannschaft auf diesem Film. Heute ist es tägliche Routine, die Videos von Spielen der eigenen Mannschaft und des Gegners zu studieren – ja, es ist zum A und O der Trainer geworden. Der Film, den Herberger studierte, war das sagenumwobene Spiel mit dem ungarischen Sieg in Wembley.Er studierte diesen Film über Monate. Danach sagte er: „Die Ungarn haben einen Schwachpunkt: Der rechte Verteidiger Buzánski. Er ist schwächer als viele andere auf dieser Position. Wenn wir gegen Ungarn gewinnen wollen, müssen wir über den linken Flügel angreifen.“ Er such[...]



Ex und hopp - Achter versenkt

2007-12-11T19:49:00Z

Hanns Fuchs - Alexander Ruckstuhl, 36, ist als SRV-Verbandstrainer per sofort freigestellt und auf Ende März 2008 entlassen. Das liessen SRV-Direktor Lukas Rieder, 50, und Chef Leistungssport Heinz Schaller, 50, am Dienstag über die Medien mitteilen. Ruckstuhl war der Baumeister des ambitionierten Schweizer Acherprojekts. Mit seiner Freistellung und Entlassung versenkt der Schweizerische Ruderverband acht Monate vor der letzten Selektionsmöglichkeit für die olympischen Spiele in Beijing sein eigenes Flaggschiff. Quotenplatz knapp verpasst: An der WM in München fuhr der «Alpenachter» auf Platz drei hinter China und Australien und damit auf Schlussrang neun statt sieben. Die objektiv gute Leistung war der Anfang vom Ende des ehrgeizigen Projekts. Die Schweizer Zeitungen berichten heute praktisch Flächen deckend über den «Eklat um den Achter» (Der Bund, Berner Zeitung), vermelden «Achter vor Auflösung» (Basler Zeitung) oder zumindest «Achter-Projekt stark gefährdet». Natürlich würde man gerne die offizielle Begründung der Verbandsleitung für diesen Radikalschnitt kennen. Dem SRV ist der Vorgang aber anscheinend nicht der Rede wert. Auf der SRV Homepage heisst es auch heute, einen Tag nach der Freistellung und Kündigung lapidar: «Keine aktuellen Informationen». Dafür liest man auf der Homepage des Männerachters ziemlich viel und vor allem auch bittere Worte. Es lohnt sich auch ein Blick ins Gästebuch - dort hagelt es Vorwürfe an die Verbandsleitung und die Enttäuschung über den Untergang des Schweizer Achterprojekts ist mit Händen zu greifen. Mobbing-Opfer Die Darstellung aus der Sicht der betroffenen Athleten legt die Frage nahe, ob Ruckstuhl ein Mobbing-Opfer geworden ist. Anscheinend wurde ihm das Vertrauen schleichend entzogen. Im nachhinein wird man dann wohl aus Sarnen hören, die Chemie zwischen Headcoach Tim Foster und Verbandstrainer Ruckstuhl habe nicht gestimmt. Den Auftakt zu dieser Lesart macht heute Paul Kölliker in seinem Artikel in der NZZ. Meiner Meinung nach lässt sich der abrupte Abbruch des Achterprojekts nicht auf Abgrenzungs- und Kompetenzprobleme zwichen Headcoach und Verbandstrainer reduzieren - es wäre nicht das Niveau von Profis. Sollte es aber tatsächlich tief gehende Meinungsverschiedenheiten zwischen Headcoach und Verbandstrainer gegeben haben, wäre es Pflicht erstens des SRV-Direktors, zweitens des Chef Leistungssport und drittens des SRV-Präsidenten gewesen, die beiden ins gleiche Boot zu bringen. Arbeitsverweigerung Auslöser für den Eklat war nach Lesart Rieders die Tatsache, das drei Athleten nicht zum Trainingslager nach Sevilla einrückten. Man könnte das Arbeitsverweigerung nennen. Auch hier wäre es Pflicht der Verbandsverantwortlichen (Reihenfolge siehe oben) gewesen, zu vermitteln, zu versöhnen, zu motivieren, kurz: das Projekt zu retten. Das allerdings würde kommunikative Kompetenz voraussetzen. Stattdessen reiste SRV-Direktor Lukas Rieder nach Sevilla, um Ruckstuhl und den sechs Achterathleten im Trainingslager die bad news zu überbringen - ziemlich viel Aufwand für einen Scherbenhaufen. Tohuwabohu seit acht Jahren Mit der Versenkung des Achter hat das Tohuwabohu (völliges Durcheinander, Wirrwarr, Chaos) im SRV einen neuen, schon fast suizidalen Höhepunkt erreicht. Denn versenkt werden mit dem Achterprojekt auch Glaubwürdigkeit, strategische Führungsstärke und Klarheit in der operativen Führung. Der Männerachter war explizit als Langzeitprojekt lanciert worden - mit Zielsetzung Olympia 2012 und Zwischenziel Olympia 2008. Der lange Atem ist dem Verbandskörper nun schon nach der ersten Enttäuschung ausgegangen. Seit den olympischen Spielen 2000 geht's im SRV-Leistungssport berga[...]



Brasilien: São Paulo ist Meister

2007-11-07T21:50:00Z

Karl Weiss - Bereits 5 Spieltage vor Schluss ist der São Paulo F.C. nun auch rechnerisch Meister der A-Serie der brasilianischen Fussballmeisterschaft. Mit einem Sieg gegen Sport Recife im heimischen Morumbi-Stadion mit Anrecht auf eine Freistoß-Tor des Torhüters Sene wurde endgültig abgesegnet, was bereits seit dem Sieg gegen den damaligen Haupt-Verfolger Cruzeiro Belo Horizonte klar war: Der Club aus der größten Stadt südlich des Äquators hat mit Abstand die beste Saison hingelegt. Geheimnis der Meister Das Geheimnis der Mannschaft ist die Abwehr und der Torhüter. Dies wird deutlich, wenn man die Zahl der geschossenen und erhaltenen Tore ansieht. In der aktuellen Tabelle vom Abend des 4. November 2007, mit 3 Spieltagen ausstehend, hat São Paulo nur 13 Tore in der ganzen Saison hinnehmen müssen und 14 Punkte Vorsprung vor dem Zweiten. Der zweitbeste in dieser Spalte ist Fluminense Rio de Janeiro, heute Sechster, mit 34 Gegentoren! Obwohl Torhüter Rogerio Sene, der Freistöße schießen kann wie sonst (fast) nur noch Ronaldinho, schon nicht mehr der jüngste ist, gehen Gerüchte um ein Angebot aus Europa für ihn um. Da allerdings nach allgemeiner Kenntnis Mailand keinen dritten großen Club hat, sind seine Chancen für einen lukrativen Europa-Vertrag wohl gering. (Anmerkung: Die beiden anderen überragenden brasilianischen Torhüter, Dida und Julio Cesar, spielen bei den beiden mailändischen Vereinen A.C. respektive Inter.) Der Angriff des Meisters dagegen ist nur durchschnittlich: Mit 51 erzielten Toren bleibt man hinter dem besten Sturm, dem von Cruzeiro, jetzt Dritter (71), hinter Náutico Recife, Fünfzehnter (61), Botafogo Rio de Janeiro, Achter (56), Santos, heute Zweiter (52), Flamengo Rio de Janeiro, Vierter (52), Sport Recife, Dreizehnter (52), Atlético Mineiro Belo Horizonte, Vierzehnter (52 und gleichauf mit einer Anzahl anderer Clubs, darunter dem Elften, Figuerense Florianópolis. Der Meister in seiner besten heutigen Besetzung kann auf internationalem Niveau absolut mithalten, auch wenn keine einziger der Spieler über das Land hinaus bekannt ist. Das wurde belegt, als sich São Paulo vor kurzem in der Copa Sulamericana gegen Libertadores-Sieger Boca Juniors Buenos Aires durchsetzte. Man könnte heute auf gleicher Augenhöhe einen F.C. Bayern München, Barcelona, A.C. Mailand oder Real Madrid begegnen. Damit ist São Paulo gleichzeitig auch Rekordmeister mit 5 Meisterschaften. Brasilianische Meisterschaften, bis vor vier Jahren noch als Turniere ausgetragen, gibt es erst seit 1971. Allerdings gibt es eine Polemik über das Jahr 1978, in dem 13 Vereine eine eigene „Gegenliga“ aufmachten und ihren eigenen Meister kürten, damals Flamengo. Der „offizielle“ Meister des Fussballverbandes war dagegen Sport Recife. So kommt es, dass der Verband für Flamengo nur 4 Meisterschaften zählt, während alle Anhänger von Flamengo wissen, man hat 5 Meisterschaften gewonnen und São Paulo hat jetzt lediglich aufgeholt. Was jetzt noch offen ist und an den letzten drei Spieltagen für viel Aufregung sorgen wird, ist, wer sich mit den Plätzen zwei, drei und vier für die Libertadores des nächsten Jahres qualifizieren wird, wer in der zweiten Jahreshälfte an der Copa Sulamericana teilnehmen darf (Plätze 5 bis 11) und wer in den sauren Apfel beissen muss und absteigen. Im Moment sind es Santos, Cruzeiro und Flamengo, mit nur vier Punkten Abstand zwischen ihnen, die auf den Libertadores-Plätzen stehen. Dabei ist Flamengo allerdings nur durch das Torverhältnis von zwei Verfolgern getrennt, Palmeiras São Paulo und dem Lokalrivalen Fluminense. Im Abstieg steht bereits fest, América Natal und Juventude Caxias do Sul m[...]