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Published: 2018-02-11T18:34:31Z

 



Südafrika: Der Abtritt des korrupten Präsidenten Jacob Zuma steht bevor

2018-02-11T15:50:00Z

Dr. Alexander von Paleske ------ 11.2. 2018 --------- Am vergangenen Donnerstag sollte Jacob Zuma vor dem Parlament die Regierungserklärung zur Lage der Nation abgeben. Neuer Misstrauensantrag Die Oppositionspartei EFF hatte derweil einen Misstrauensantrag gegen Zuma eingebracht, den sie vor der Regierungserklärung zur Abstimmung bringen wollte. Beides findet nun so nicht mehr statt: Zuma wird diese Regierungserklärung, die erst einmal verschoben wurde, nicht mehr abgeben, stattdessen sein voraussichtlicher Nachfolger Cyril Ramaphosa. Cyril Ramaphosa Politisches Fallbeil In der vergangenen Woche liess die Regierungspartei das politische Fallbeil über Zuma fallen und forderte ihn zum Rücktritt auf. Gleichwohl wollte Zuma nicht zurücktreten, sondern mit der Verzögerung des Rücktritts seine letzteTrumpfkarte ausspielen, um Straffreiheit zugesichert zu bekommen. Hundertfache Korruptionsvorwürfe Zuma war bereits mit Hunderten von Korruptionsvorwürfen konfrontiert, als er sein Amt als Staatspräsident antrat: gerade im Zusammenhang mit Waffengeschäften, an denen auch Deutsche Firmen beteiligt waren, allen voran die Firma Ferrostaal. Es ging um Verträge im Multimilliarden US Dollar Bereich. Multimillionen US-Dollar Korruptionsgelder -sind offenbar geflossen. Und während Zumas Amtszeit wurde aus dem Saulus keineswegs ein Paulus, ganz im Gegenteil. Der Staatspräsident suchte und fand die korrupte Freundschaft mit der Gupta-Familie. Ausserdem bediente er sich aus der Staatsschatulle, als sei es sein privates Bankkonto, vornehmlich um seinen Alterssitz in Nkandla in der Provinz Kwa Zulu-Natal herrschaftlich herzurichten. Monatelang attackierte die regierungsunabhängige Presse deswegen den Präsidenten und forderte seinen Rücktritt, aber noch hielt die Regierungspartei ANC zu ihm, trotz deutlicher Stimmenverluste bei Regionalwahlen Ende der Korruptionsfahrt Nun ist Schluss. Und so wie es aussieht, kommt er ohne Strafverfahren davon: das ist seine Hauptbedingung für einen vorzeitigen Rücktritt. Cyril Ramaphosa wird voraussichtlich sein Nachfolger im Amt des Staatspräsidenten, nachem er sich bereits im vergangenen Monat gegen Zumas Ex-Frau Nkosana Dlamini-Zuma bei der Wahl zum Vorsitzenden der Regierungspartei ANC durchgesetzt hatte. Cyril Ramaphosa war bereits 1994 die Wahl Nelson Mandelas für den Posten des Vizepräsidenten gewesen, die Regierungspartei ANC entschied jedoch anders, und wählte Thabo Mbeki zu seinem Stellvertreter und damit zu seinem Nachfolger– eine schlechte Wahl wie sich alsbald zeigen sollte. Ihm folgte dann Jacob Zuma nach einem Intermezzo. Von ihm ist nur insoweit positiv zu vermerken ist, dass er die HIV-AIDS- Leugnerei Thabo Mbekis dahin beförderte, wo sie von Anfang an hingehörte: auf den politischen Müllhaufen. Nein, Nelson Mandelas Schuhe waren für alle bisherigen Nachfolger viel zu gross. Ramaphosa, der finanziell völlig unabhängig ist, will zuvorderst die gradsierende Korruption bekämpfen. Wir werden sehen. Mandela Nachfolger Thabo Mbeki in den Schuhen Mandelas - Cartoonist Zapiro Südafrikas Präsident Jacob Zuma und seine Gangster-Republik Südafrika nach Mandela: Kein Glück mit seinen Nachfolgern Südafrika nach den Kommunalwahlen: Die Quittung für den ANC und seinen Präsidenten Jacob Zuma Nelson Mandelas Nachfolger - Erst AIDS-Leugnung, dann Korruption Nelson Mandela wird 94 - in Südafrika Korruption und Gefahr für die Pressefreiheit Mehr zu Post-Apartheid-Südafrika Zum Waffen-Korruptions-Skandal Deutsche Firma Ferrostaal, Waffenexporte nach Südafrika und steuerabzugsfähige Millionen- Schmiergeldzahlungen Deutschland, Südafrika und ein Waffenskandal ohne Ende Südafrika - Auf dem Weg in eine Bananenrepublik?[...]



Simbabwe: Der kurze Traum von einer Regierung der Nationalen Einheit

2017-12-02T16:17:00Z

Dr. Alexander von Paleske ------ 2.12. 2017 ----- Vor einer Woche wurde der neue Staatspräsident Simbabwes, Emmerson Mnagagwa unter grossem Jubel im nationalen Sportstadium in Harare vereidigt. Eine Woche zuvor hatten die Massen auf den Strassen das politische Ende des Präsidenten Mugabe und seiner gierigen und verhassten Ehefrau „Dr.“ Grace gefeiert – und natürlich das Militär, das diese Entmachtung vollzogen hatte. Duo Infernale: Robert Mugabe und seine Ehefrau Grace Hoffnungen zerstört Die Hoffnungen richteten sich auf eine Regierung der Nationalen Einheit, also unter Einschluss von Oppositionspolitikern, die mit vereinten, vor allem frischen Kräften,, das Land aus der wirtschaftlichen Krise führen könnten. Und die auch die Bevölkerung auf eine längere Phase der erwartungsgemäss nur sehr langsamen wirtschaftlichen Erholung vorbereiten würden. Diese Hoffnungen wurden mit der Vorstellung des neuen Kabinetts gestern gründlich zerstört. Statt kompetenter neuer Minister, grösstenteils die alte Garde der Regierungspartei ZANU/PF, die für den wirtschaftlichen Niedergang einschliesslich endemischer Ausbreitung der Korruption mit verantwortlich zeichnet. Zeitungen Simbabwes heute Dazu Armeegeneräle als Aussen- und Landwirtschaftsminister. Als ich meine Medizinstudenten – ohne vorherige Diskussion - gestern fragte, wer mit der Kabinettsliste zufrieden sei, da hob keiner die Hand. Demonstrationen vorprogrammiert Auseinandersetzungen und Massendemonstrationen in einer Phase dringender - und auch schmerzhafter - Reformen sind mit den getroffenen Entscheidungen vorprogrammiert. Die Regierung wird dann vermutlich – wie gehabt - den Polizeiknüppel schwingen. Viele, die vor zwei Wochen noch das politische Ende Mugabes feierten, werden bitter enttäuscht sein, angesichts des „Neuen Weins in alten Flaschen“. Man of the past Die Frage ist, warum der 75-jährige neue Staatspräsident nicht die Chance für einen radikalen Neuanfang genutzt hat. Die Antwort besteht wohl darin, dass er selbst viel zu sehr indirekt in die unerquickliche Vergangenheit des Landes nach der Unabhängigkeit verwickelt war, also in die Massentötungen im Matabeleland, bzw. in das Verschwinden bzw. die Tötung von Aktivisten wie Tonderai Ndira und zuletzt Itai Dzamara , so dass er wohl glaubte, diese Vergangenheit mit seinen eigenen Leuten besser unter Verschluss halten zu können. Parteisoldat statt Staatsmann Die Kabinettsliste zeigt Mnangagwa darüber hinaus als Parteisoldaten, dem es offenbar wichtiger ist, die angeschlagene eigene Partei über die Runden zu retten, als das Land optimal aus der tiefen Krise zu befreien. Weiter: Mnangagwa und seine Partei wollen die Wahlen nächstes Jahr gewinnen, und er glaubt offenbar, seine Partei am besten zusammenhalten zu können, indem er möglichst viele seiner Parteigenossen mit Posten und Pöstchen bindet. Im Wahlkampf wird sich dann, aller Voraussicht nach, Mnangagwa als Befreier Zimbabwes präsentieren. Die Bevölkerung wird bis zu den Wahlen in wenigen Monaten jedoch keine spürbare Verbesserung der sozialen Lage sehen können. Umgekehrt sind dann die politische Beseitigung Mugabes und seiner verhassten Ehefrau längst Geschichte. Sollte die Opposition nach der Ernüchterung erstarken, könnte die Wiederwahl Mnangagwas und seiner ZANU/PF Partei gefährdet sein. Das könnte das Militär erneut auf den Plan bringen, diesmal allerdings nicht auf Seiten der Bevölkerung, wie schon 2008. Nach nur einer Woche ziehen bereits wieder dunkle Wolken über Zimbabwe auf. Simbabwe nach Mugabe Die Hexenaustreibung der Präsidentengattin Simbabwe: Das politische Ende des Präsidenten Robert Mugabe[...]



Simbabwe nach Mugabe

2017-11-26T18:14:00Z

Dr. Alexander von Paleske --- 26.11. 2017 --- Es war eine Atmosphäre wie in Portugal 1974: Das portugiesische Militär hatte damals geputscht und den faschistischen Diktator Caetano verjagt. Die Hintergründe waren - neben der brutalen Unterdrückung der Bevölkerung - die blutigen und sinnlosen Kolonialkriege in Afrika, die das Militär nicht länger führen wollte. Das Volk feierte die Militärs als Befreier, und steckte Nelken in die Gewehrläufe der Soldaten. Die Nelkenrevolution wie sei genannt wurde, brachte nicht nur Portugal die Demokratie, sondern auch den Kolonien nach langem Befreiungskampf die Freiheit. Putsch oder nicht – egal Am 14. November putschte das Militär in Zimbabwe, setzte den Präsidenten Mugabe und seine machhungrige Ehefrau „Dr.“ Grace (Spitznamen: Grace Gucci bzw. Imelda Mugabe) unter Hausarrest, und verhaftete deren politische Verbündete, an der Spitze Jonathan Moyo, Saviour Kasukuwere und Ignatius Chombo ( in dessen Haus 10 Millionen US Dollar in bar gefunden und das angeblich von israelischen Scharfschützen bewacht wurde) Fast geschafft Grace Mugabe hatte es fast geschafft, die Voraussetzungen für ihre Nachfolge im Präsidentenamt zu schaffen. Insbesondere den Vizepräsidenten Mnangagwa entlassen, der daraufhin nach Südafrika flüchtete, als das Militär zuschlug, es aber gleichwohl nicht als Putsch bezeichnet wissen wollte, weil derartige Machübernahmen in Afrika mittlerweile verpönt sind. Das Volk feiert Vier Tage später, am Samstag den 18.11, nach einer Phase des ungläubigen Staunens, demonstrierte, nein, feierte die Bevölkerung das politische Ende Mugabes. Hunderttausende gingen auf die Strasse in der Hauptstadt Harare, und in Städten Bulawayo (ich war dabei), Gweru, Masvingo und Mutare. Die Soldaten auf den Panzern und Mannschaftswagen wurden überschwenglich begrüsst und am folgenden Dienstag,, dem 21.11. leitete das mehrheitlich von der Regierungspartei dominierte Parlament das Absetzungsverfahren ein, nachdem Mugabe zwei Tage zuvor in einer Fernsehansprache es abgelehnt hatte, zurückzutreten. Bevölkerung feiert die Soldaten Am 21.11. kam Mugabe der Amtsenthebung durch seinen Rücktritt zuvor, nachdem mit einem goldenen Handschlag von 10 Millionen US Dollar Ablösungssumme und Zusage der Straffreiheit für ihn und seine Gattin, der Abtritt schmackhaft gemacht worden war. Kaum für möglich gehalten, aber dennoch geschehen Was Tage zuvor kaum jemand für möglich gehalten hatte, geschah: Afrikas einst grosser Freiheitskämpfer - der zum Massenmörder durch den Genozid im Matabeleland in den 80er Jahren wurde, ein Genozid, der rund 20.000 Menschen das Leben kostete, - der danach im Laufe der Zeit zum brutalen Unterdrücker und Wahlfälscher wurde, - der das Land in den wirtschaftlichen Ruin mit einer Arbeitslosenrate von 90%, und in ein Paradies der Korruption geführt hatte, war von der Armee entmachtet worden. Der neue starke Mann: Armeechef Constantino Chiwenga. Der ebnete dem vom Mugabe abgesetzten Vizepräsidenten Emmerson Mnangagwa, (Spitzname: Das Krokodil) den Weg ins Präsidentenamt.. Am vergangenen Freitag wurde er als Staatspräsident unter grossem Jubel als Nachfolger Mugabes im Amts des Staatspräsidenten vereidigt. Mnangagwa mit Frau bei der Vereidigungsfeier Mnangagwa, der als Mugabes rechte Hand und treuer Verbündeter seit 1980,, bis er seiner Frau auf dem Weg nach oben im Wege stand, für Mugabes Missetaten mit verantwortlich war, ist nun der Hoffnungsträger. Skeptisch: Südafrikas berühmter Cartoonist Zapiro Wie konnte das geschehen? Ein Hoffnungsträger kann nur werden, wenn vorher Hoffnungslosigkeit herrschte. Und genau das war der Fall: - Wenn von 10 Erwachsenen nur einer geregelte Arbeit hat, - wenn die natürlichen Ressourcen vorwiegend das dienen, die Elite zu mästen, - Wenn die Minister den Staat als Selbstbedienungsladen ansehen, - wenn die Korruption auf Autopilot läuft, - wenn keinerlei vernünfti[...]



Europas Flüchtlingspolitik fördert die neue Sklaverei in Libyen

2017-11-25T19:01:00Z

Dr. Alexander von Paleske ----- 25.11. 2017 ------ In Libyen ist ein neuer Sklavenmarkt entstanden, dem es an Nachschub nicht mangelt: Täglich kommen die Transporte mit Migranten aus Niger in Libyen an. Ziel der Menschen: Europa. Durch die Sahara nach Libyen Aber statt in Europa landen viele jetzt auf dem Sklavenmarkt in Libyen. Umgerechnet 400 Dollar pro pro Mann/Frau. Statt Schlepperei jetzt Verhinderung Bis vor kurzem beherrschten Schlepperbanden das Feld, welche den Flüchtlingen das letzte Geld abnahmen, und sie in Schlauchbooten auf die gefährliche Seereise schickten. 33000 ertranken während der Überfahrt seit dem Jahr 2000. Mittlerweile hat für die Milizen und Banden sich ein wesentlich lukrativeres Geschäftsfeld aufgetan: Migranten an der Weiterreise nach Europa zu hindern – gegen Bezahlung versteht sich. Geldgeber: Europäische Länder. Das Resultat: Die Zahl der Flüchtlinge, die es nach Europa über das Mittelmeer schaffen, ist um 2/3 gesunken. An der Überfahrt gehinderte Flüchtlinge Statt Europa: Endstationen Camps und Sklavenmarkt Das gestrandete „Menschenmaterial“ wandert in Detention-Camps wo die Migranten zusammengepfercht unter unerträglichen zuständen vegetieren, oder aber auf dem Sklavenmarkt So sind die europäischen Regierungen indirekt wieder an der Sklaverei beteiligt. Eingesperrte Flüchtlinge im Camp Die Migranten kommen aus vielen afrikanischen Ländern, vorwiegend aber aus Eritrea, Somalia, Elfenbeinküste und Nigeria. Grösstenteils sind es Wirtschaftsflüchtlinge, aber auch Kriegsflüchtlinge, wie aus dem Bürgerkriegsland Somalia. Die EU hat Italien, wo 75% dieser Flüchtlinge landen, bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise ziemlich allein gelassen. Und ist schliesslich auf die „Zuhälterstrategie“ mit den libyschen Milizen verfallen Dass Libyen überhaupt in den Status eines Flüchtlings-Transitlandes geraten konnte, ist wiederum eine Folge der Beseitigung des libyschen Herrschers Gaddafi und der chaotischen Zustände, die folgten und bis heute dort herrschen. An vorderster Front griffen in den Konflikt - neben den USA – Frankreich und Grossbritannien ein. Der damalige deutsche FDP-Aussenminister Westerwelle hielt Deutschland aus dem Konflikt heraus - wofür er von dem ehemaligen Grünen Aussenminister Fischer heftig kritisiert wurde - und leistete stattdessen humanitäre Hilfe. Zögerliche Rückführung Nun haben einige Länder begonnen, die in Libyen Gestrandeten zurückzuholen. Nur die völlig Verzweifelten treten jedoch diese Heimreise an, denn zurück in der Heimat gelten sie als Versager. Statt Rückkehr wurde von ihnen erwartet, nicht nur das Geld zurückzuzahlen, das die Reise nach Libyen und die Weiterreise mit Schleppern gekostet hatte bzw. hätte, sondern danach die weitverzweigte Familie, die zusammengelegt hatte, in der Zukunft zu unterstützen, und weiteren Mitgliedern die Passage nach Europa zu finanzieren. Ruanda hat angeboten, 30.000 der von Sklaverei Bedrohten aufzunehmen. Allerdings muss befürchtet werden, dass nicht wenige von ihnen für die ruandischen Expansions- Annexions-Pläne im Ostkongo „verheizt“ werden sollen. Kein Thema Bei den gescheiterten Jamaika-Koalitionsverhandlungen spielten diese Flüchtlinge keine Rolle, obwohl auch Deutschland finanziell die libyschen Milizen unterstützt, stattdessen ging der Streit vor allem um den Nachzug der Familien von in Deutschland lebenden Flüchtlingen.[...]



Simbabwe: Das Politische Ende des Präsidenten Robert G. Mugabe und seiner Ehefrau...

2017-11-15T13:41:00Z

Dr. Alexander von Paleske ----- 15.11. 2017 - Es hätte alles so schön laufen können: Im Dezember sollte die Ehefrau des 93-jährigen ehemaligen Freiheitskämpfers und Präsidenten seit 37 Jahren, Robert G. Mugabe, auf einem ausserordentlichen Kongress der Regierungspartei ZANU/PF zur Vizepräsidentin gewählt werden, nachdem durch Ehemann Robert vorher alle innerparteilichen Widersacher von Rang politisch aus dem Wege geräumt waren. Robert G. Mugabe Schliesslich Präsidentin Diese Wahl zur Vizepräsidentin sollte ein weiterer Schritt hin zur Nachfolge ihres Gatten im Amt des Präsidenten und Chefin der Regierungspartei sein. Bei den mit Lügen gespickten Vorwürfen gegen kaltzustellende Personen war als erste vor drei Jahren die damalige Vizepräsidentin Joyce Mujuru an der Reihe. Auf dem Partei-Kongress, wo dies eingefädelt wurde, erklomm „Dr.“ Grace Mugabe den Chef-Posten der Women´s League (der Frauenorganisation der Regierungspartei). Sie betrat damit erstmals als Funktionsträger die politische Bühne, nachdem sie zuvor vor allem durch extrem teure Shopping Trips nach London und später nach Honkong und Singapur in die Schlagzeilen geraten war. Präsidentenstuhl im Blick Dann wurde sie vom Gatten ins Politbüro gehievt, das oberste Entscheidungsgremium der Regierungspartei ZANU/PF . Aber damit waren ihre Ambitionen keineswegs gestillt, denn nun hatte sie die Nachfolge ihres Ehemannes Robert fest im Blick Zu diesem Zweck verbündete sie sich mit Minister Professor Jonathan Moyo, der sich rühmte, vor 15 Jahren als Informationsminister den Auftrag gegeben zu haben, die Druckmaschinen der Oppositionszeitung Daily News durch einen Bombenanschlag zu zerstören. Im Bunde ein weiterer Minister, namens Saviour Kasukuwere, der sich mit Korruption und wirtschaftlicher Erpressung die Taschen gefüllt, und damit ein 40-Zimmer-Haus gebaut hatte, wir berichteten darüber. Grace Mugabe (52) ...aus der Traum Persönliche Angriffe Kasukuwere und Professor Moyo starteten nun die Angriffe auf den Vizepräsidenten Emmerson Mnangagwa, der nach ihren Vorstellungen auf keinen Fall die Nachfolge Mugabes antreten sollte: eine Beleidigung jagte die nächste. Präsidentengattin Grace liess keine Gelegenheit aus, um Mnangawa öffentlich zu demütigen bzw.zu diskreditieren. Mit der ZANU/PF- Jugend, wollte sie vor den nächsten Wahlen im Jahre 2018 einen Terrorwahlkampf entfachen. Präsident Mugabe war das nur recht. Die letzten Jahre seiner Regierungszeit, die das Land in den wirtschaftlichen Abgrund führten, mit 90% Arbeitslosigkeit, waren von seinem „sich-an-die-Macht- klammern“ gekennzeichnet, koste es was es wolle, und da half es, wenn die Personen, die ihm politisch hätten gefährlich werden können, sich gegenseitig bekämpften. Finaler Hosenschlag Nun sollte zum entscheidenden Schlag ausgeholt werden, den potentiellen Widersacher und Vizepräsidenten Emmerson Mnangagwa politisch ebenfalls kaltzustellen, nachdem Mugabe auf Anraten von Grace und Moyo schon eine ganze Reihe von politischen Freunden Mnangagwa´s aus der Partei geworfen hatte. Und das ging gründlich in die Hose. Emmerson Mnangagwa ........zurück in Harare Vergangene Woche war es dann soweit: Mnangagwa wurde abgesetzt und sollte am nächsten Tag verhaftet werden. Er konnte sich jedoch durch Flucht nach Südafrika via Mozambique der Verhaftung entziehen. Viele Freunde in der Armee Mnangawa, ein alter Freiheitskämpfer, hatte viele Freunde in der Armee, die es satt hatten, wie Grace, die zuletzt mit einer Prügelorgie in Südafrika international Schlagzeilen machte, wir berichteten, Stück um Stück sich auf den Thron vorrobbte. Zur Aufhübschung, sie hatte noch nicht einmal Mittlere Reife, legte sie sich noch einen Doktotitel zu, Die Doktorarbeit wird von der Universität Harare unter Verschluss gehalten. - wohl aus guten Gründen. Armeechef betritt die Bühne Der Chef der Armee, Constant[...]



Südafrikas Präsident Jacob Zuma und seine Gangster-Republik

2017-11-02T08:03:00Z

Dr. Alexander von Paleske -------- 2.11. 2017 ------- Die Zeiten der Ikone Nelson Mandela, Staatspräsident Südafrikas von 1994-1999, bescheiden und absolut unbestechlich, sind längst vorbei. Der heutige Präsident Jacob Zuma lebt offenbar nach der Devise: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. Der hatte bereits reichlich Korruptionsvorwürfe am Hals, bevor er sein Amt überhaupt antrat. Korruption, insbesondere im Zusammenhang mit Waffengeschäften, an denen auch deutsche Firmen, allen voran Ferrostaal, beteiligt waren. Im Amt als Staastpräsident ging es dann munter weiter, insbesondere die korrupte Beziehung zur Gupta-Familie, und die Abzweigung von Staatsgeldern für die Errichtung seines pompösen Alterssitzes Nkandla in der Provinz KwaZulu-Natal. Neue Vorwürfe Der investigative Journalist Jacques Pauw wird in der nächsten Woche ein Buch veröffentlichen. Titel: The Presidents Keepers.-Those keeping Zuma in office and out of prison Darin enthüllt er die Korruptions- und Unterwelt-Vernetzung des Präsidenten und seiner Familie zu einer Reihe von zwielichtigen Figuren. Bester Journalist Jacques Pauw ist nicht irgendein südafrikanischer Journalist, sondern sicherlich der beste und mit vielen Preisen geehrte investigative Journalist Südafrikas. Er begann seine Karriere bei der Anti-Apartheit Zeitung Vrye Weekblad im Jahre 1988 bis zu dessen Einstellung im Jahre 1994 Zusammen mit dem Herausgeber Max du Preez deckte er - teilweise unter Lebensgefahr - die schlimmsten Verbrechen des Apartheidregimes auf, darunter die Existenz und das Morden der Todesschwadron Civil Cooperation Bureau (CCB), und das Folter-und Mordzentrum Vlakplaas wo Freiheitskämpfer des ANC ihren Tod fanden, und verbrannt wurden, während die Killer sich mit Brandy vollaufen liessen. Wir berichteten darüber. Max du Preez (li) und Jacques Pauw (r) in den 90er Jahren In seinem jetzt erscheinenden Buch, aus dem die grösste südafrikanische Sonntagszeitung Sunday Times am vergangenen Wochenende vorab Auszüge brachte enthüllt Pauw unter anderem: : - Wie ein Schmuggler, Betrüger, und Geldwäscher namens Adriano Mazzotti die Ex- Frau des Präsidenten, Nkosana Dlamini-Zuma, grosszügig mit Material für ihren Wahlkampf zur Präsidentschaft des ANC vollstopfte. Präsident Zuma fördert seine Ex-Frau, die über die Präsidentschaft des ANC dann auch noch seine Nachfolgerin im Amt des Präsidenten werden und ihn so vor Strafverfolgung schützen soll. - Dass Zigaretten-Schmuggler Yusuf Kajee jeden Monat umgerechnet Tausende Euros an Zumas Sohn Edward zahlte, und an eine Figur namens Lloyd Hill aus der Unterwelt in Durban, ebenfalls Freund der Familie Zuma. - Auch mit-finanzierte Mazzotti den Zuma Prunkbau in Nkandla, Zumas Alterssitz. - Dass ein Geschäftsmann namens Roy Pillay mit fetten monatlichen Schecks, als Gegenleistung für die Vermiitlung lukrativer Geschäfte mit Staatsfirmen Zuma „unterstützte“ - Schliesslich der Vorwurf der Steuerhinterziehung in gigantischem Ausmass. Sunday Times (Südafrika) 29.10. 2017 Es würde zu weit führen, im Detail aufzuführen, wer was an wen alles bezahlte. Teflon-Präsident – wie lange noch? Bisher perlte alles an Zuma ab. Er überstand sämliche Misstrauensanträge im Parlament. Zuma konnte sich auf seine Gefolgschaft in der Regierungspartei ANC verlassen. Das ändert sich jetzt offenbar, denn seine ANC-Anhängerschaft im Gewerkschaftsdachverband Cosatu und in der kommunistischen Partei bröckelt gewaltig. Im nächsten Monat findet die ANC-Konferenz statt, auf der ein Nachfolger für Zuma im Amt des Parteivorsitzenden gewählt werden soll. In dem Masse, wie die korruptionsvorwürfe sich häufen, sinken die Aussichten seiner Ex-Frau Dlamini-Zuma seine Nachfolge anzutreten. Die Enthüllungen von Jacques Pauw dürften das ihrige dazu beitragen. Zumas Ansehen dürfte nur noch in der Unterwel[...]



China, Afrika und eine neue Eselei

2017-10-08T18:24:00Z

Dr. Alexander von Paleske ---------- 8.10. 2017 ------- China präsentiert sich gerne als Verbündeter Afrikas, und die chinesischen Investitionen, insbesondere in die Infrastruktur afrikanischer Länder sind durchaus beeindruckend. Letztes Beispiel: der Bau der neuen Eisenbahnlinie von der Hafenstadt Kenias, Mombasa, in die Hauptstadt Nairobi, die bald noch in die Nachbarländer Ruanda und Südsudan weitergeführt wird. Zuvor der Bau der Eisenbahn in Äthiopien, von der Hauptstadt Addis Abeba zur Hafenstadt Djibouti, um nur einige zu nennen. Europäische Firmen sind, genau so wie bei der Wiederherstellung der Benguela Bahn in Angola, längst abgemeldet. Das ist zweifellos die positive Seite der Politik Chinas in Afrika.. Unerfreulich ist hingegen, wie China direkt und indirekt sich am Raubbau von Ressourcen beteiligt. Unappetitlicher Drang Der ungehinderte Appetit in Chinas nach Elfenbein-Schnitzereien als Zeichen des Wohlstands, hat zu einer enormen Dezimierung der Elefantenpopulation durch Wilderei geführt, wobei als neueste Variante Cyanid an den Wasserstellen eingesetzt wurde, eine lautlose Tötung. Gleiches gilt für Nashörner, deren Horn in Vietnam, aber auch in China zu „Medikamenten“ verarbeitet wird. Ein Kilo Horn ist mehr wert, als ein Kilo Gold. Nicht weniger gefährdet die Haifische, deren Flossen als Delikatesse in China geschätzt sind. Die Folge: ungezügeltes Töten von jungen Haifischen, insbesondere auch in afrikanischen Küstengewässern, was bereits zu einer Gefährdung des Bestandes geführt hat. Schliesslich die Beteiligung an der Plünderung von Harthölzern, wie zuletzt in Mosambik. Nun sind die Esel an der Reihe Die Haut der Tiere, die in Afrika in den ländlichen Gebieten als äusserst genügsame Arbeitstiere, insbesondere zum Transport, eingesetzt werden, wird in China zu „Medizin“ verarbeitet. Auch Eselfleisch ist hochgeschätzt. Esel als Arbeitstiere Nachdem die Esel in China weitgehend ausgerottet sind, geht es jetzt den afrikanischen Eseln an den Kragen. Die Preise für Esel sind förmlich explodiert. Also Folge davon eine massive Zunahme des Diebstahl von Eseln, die in Schlachtereien landen, vielfach mittlerweile von Chinesen betrieben. Esel warten darauf, geschlachtet zu werden Eselsfleisch fertig zum Abtransport nach China Zurück bleiben Hunderte von Skeletten - und verbitterte arme Bauern. Esel-Skelette in Botswana So wird die Esel-Population drastisch reduziert, die Arbeitstiere werden knapp. Mittlerweile regt sich Widerstand. Widerstand gegen ein Schlachthaus für Esel Der hässliche Chinese Es ist das hässliche Gesicht Chinas in Afrika. Die chinesische Regierung schaut weg, statt diesem Treiben ein Ende zu setzen. Weg schauen oftmals ebenfalls korrupte afrikanische Politiker. Lediglich beim Elfenbein hat mittlerweile die chinesische Regierung den Handel insgesamt verboten. Späte Einsicht. Elefanten, Zyanid und die Artenschutzkonferenz in Johannesburg /Südafrika Haie jetzt weltweit besser geschützt – Wirklich? Die afrikanischen Wälder verschwinden - mit Folgen für das globale Klima[...]



Wahlen in Kenia und Ruanda – Schlechte Gewinner

2017-09-03T17:05:00Z

onlinedienst --- 3.9.2017 ------- Im August fanden Wahlen in Ruanda und Kenia statt .In Ruanda gewann Staatspräsident Paul Kagame die Präsidentschaftswahlen mit über 90% der Stimmen. Kagame regiert das Land höchst effektiv, seit er im Jahre 2000 Präsident wurde. Er, der den Genozid im Jahre 1994, dem 800.000 Tutsi und gemässigte Hutus zum Opfer fielen, mit seiner Rebellentruppe FPR beendete, erntete damit Preisungen in der westlichen Welt. Kein Demokrat Kagame, der per Plebiszit die Verfassung ändern liess, damit er weiter, über zwei Amtszeiten hinaus, Präsident bleiben konnte, ist alles andere, aber kein Demokrat. Obgleich er den Völkermord in Ruanda beendete, ist Kagame selbst ein Kriegsverbrecher, und ein Staatsterrorist noch dazu: . - Da ist die aktive Beteiligung Ruandas am zweiten Kongokrieg (1998-2003), der direkt und indirekt rund 4 Millionen Menschen das Leben kostete. - Danach die Aufstellung und logistische Unterstützung von Tutsi-Guerillaarmeen im Ostkongo, wie die CNDP unter Laurent Nkunda, und die M23 unter Bosco Ntaganda und dann Sultani Makenga, die Tausende töteten und Hunderttausende im benachbarten Kongo zu Flüchtlingen machte. Annektierung des Ostkongo als Ziel Das Ziel: die Demokratische Republik Kongo zu zerschlagen, und den Ostkongo mit seinen reichen Bodenschätzen und dem Virunga Nationalpark zu annektieren. Erst die UN-Friedenstruppe, mit robustem Mandat versehen, und bestens ausgerüstet mit südafrikanischen Angriffs-Hubschaubern, machte dem M-23-Spuk ein Ende. Ruandas Präsident Kagame hat nur auf Druck der Geberländer, auf deren Gelder er zur Verwirklichung seiner Pläne total angewiesen ist, seine Annexions-Pläne aufgegeben – vorübergehend. Der Abtransport der Rohstoffe wie Coltan aus dem Kongo läuft derweil ungehindert weiter - über Ruanda, das zum Grossexporteur dieses Rohstoffe, für Laptops und Handys unentbehrlich, aufgestiegen ist, obgleich es selbst über keine nennenswerten Coltan-Vorkommen verfügt. . Bis in die letzten Winkel Kagames Geheimdienst reicht bis in die letzten Winkel seines Landes. Keine Überraschung, dass er die Wahlen regelmässig mit über 90% der Stimmen gewinnt. Zahlen, wie sie aus demokraturischen Volksrepubliken nur allzu bekannt sind. Paul Kagame bei der Stimmabgabe ......immer über 90% Wehe den Oppositionellen Wer politisch gegen Kagame auftritt, der muss mit Verhaftung und Gefängnisstrafe rechnen, oder gar mit Ermordung: sei es innerhalb, sei es ausserhalb Ruandas. Alle Parteigründer der Oppositionspartei Ruandischer Nationalkongress wurden verhaftet, und zu 18 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Letztes Verhaftungsopfer in der vergangenen Woche: Diane Rwigara, die bis heute verschwunden ist Diane Rwigara Weitere Opfer Folgende ruandische Oppositionspolitiker bzw. sonstige Kritiker fielen Mordanschlägen zum Opfer: - Der ehemalige Geheimdienstchef (1994-2004) Ruandas, Patrick Karegeya , der nach seiner Ablösung als Geheimdienstchef zunächst 2004 zum Armeesprecher degradiert, und 2006 von Kagame entlassen worden war. Karegeya ging 2010 ins südafrikanische Exil. Am 2. Januar 2014 wurde er in einem Hotelzimmer in Johannesburg tot aufgefunden, erdrosselt. Patrick Karegeya - Kayumba Nyamwasa, der die Oppositionspartei Ruandischer Nationalkongress gründete. Auf Nyamwasa wurden 2010 zwei Mordanschläge in Südafrika verübt, die er nur knapp überlebte. Die Polizei verhaftete 10 Verdächtige, darunter ruandische und tansanische Agenten Kayumba Nyamwasa - Der Journalist Jean Leonard Rugambage, der diese Mordanschläge untersuchte, wurde 2011 in Kigali ermordet Jean Leonard Rugambage : - Derr ehemalige Innenminister Seth Sedashonga, auch er ein Kritiker Kagames, ging ins Exil nach Kenia, wurde dort 1998 von einem Angestellten der ruandischen Botschaft ermordet. Der stellver[...]



Südafrika nach Mandela: Kein Glück mit seinen Nachfolgern

2017-08-06T18:57:00Z

Dr. Alexander von Paleske ----- 6.8. 2017-------Übermorgen wird über einen Misstrauensantrag der Opposition gegen Südafrikas Präsident Jacob Zuma im Parlament abgestimmt Jacob Zuma . Nur bei geheimer Abstimmung Chancen hat der Antrag jedoch nur, wenn geheim abgestimmt wird, denn nur dann würden auch eine Reihe von ANC Mitgliedern gegen ihren Parteivorsitzenden und Präsidenten stimmen. Die Angst, sich öffentlich, also in nicht geheimer Abstimmung gegen ihn zu wenden ist gross, zu gross.. Eine Parlametsabgeordnete des ANC, Makhosi Khosa, die das ankündigte, bekommt seitdem Todesdrohungen. Makhosi Khosa ....Morddrohungen erhalten Zustimmungswerte auf Talfahrt Die Zustimmungswerte Zumas, selbst in einer eigenen Partei dem Afrikanischen Nationalkongress, (ANC), bröckeln. Eine Korruptionslawine überzieht das Land. An erster Stelle steht der Präsident selbst, der sich in die Fänge einer indischen Familie namens Gupta begab. Die hatten rechtzeitig auf das richtige Pferd gesetzt, und Zuma unterstützt, als der sich gegen Vorwürfe der Vergewaltigung vor Gericht verantworten musste, und in seinem Kampf um den Vorsitz des ANC begann.. Die Guptas nutzten die Beziehung, nachdem Zuma Präsident geworden war, weidlich aus, aus, bestachen den Präsidenten, bekamen wiederum Infos, wer demnächst seinen Ministerposten zu räumen hatte, und gaben die Infos an Interessierte weiter. Sie demonstrierten damit gleichzeitig, welchen Einfluss sie auf den Präsidenten hatten, was ihnen wiederum Tür und Tor für weitere lukrative Geschäfte öffnete. Zuma-Gupta-Netzwerk Guptagate 2013 Im Jahre 2013 durfte die Hochzeitsgesellschaft der Guptas, aus Indien angereist, auf dem Militärflughafen Waterkloof landen, und dann mit einer Blaulichtkolonne zum Zielort Sun City. zu fahren. Als das aufflog, wurde der Skandal zum Guptagate, die korrupte Beziehung war damit jedoch nicht am Ende. Rassenkonflikte anheizen Als die Presse immer neue Skandalverflechtungen zwischen den Guptas und Zuma aufdeckte, und in den Besitz von kompromittierenden E-Mails kam, verfiel der Gupta Clan auf den teuflischen Plan, mit Hilfe der britischen PR Agentur Bell Pottinger eine kleine schwarze linke Gruppierung aufzupäppeln, und gegen weisse Journalisten aufzuhetzen. Ebenso eine Kampagne in den sozialen Netzwerken mit Anstachelung zum Rassenhass zu starten. Und das in einem Land, wo der Konflikt zwischen Schwarz und Weiss weiter schwelt. Dass der Konflikt nicht zum offenen Gewaltausbruch kam,, das Land in Flammen aufging, ist einzig der Versöhnungspolitik Nelson Mandelas seinerzeit zu danken. Die Sache flog auf, die PR-Agentur Bell Pottinger zog sich zurück. Verflechtungen ohne Ende Aber die Verflechtungen des Gupta-Clans mit Zuma gingen noch wesentlich weiter. Zuma, für den Polygamie eine Selbstverständlichkeit ist, konnte als Resultat stolz auf 22 Kinder blicken. Einen Teil davon nahmen die Guptas in ihr Wirtschaftsimperium auf, das Kohle, Eisenerz und noch einiges mehr umfasst, und auf 700 Millionen US-Dollar geschätzt wird. Aber Zumas Korruptionsaffären begannen weit früher. Bereits bei Amtsantritt wurde ihm Korruption in mehr als 700 Fällen vorgeworfen. Natürlich alles abgestritten Kein Glück mit Mandelas Nachfolgern Nein, Südafrika hat kein Glück mit den Mandela-Nachfolgern gehabt. Zunächst war es Thabo Mbeki, der 300.00 Menschenleben auf dem Gewissen hat, weil er, gestützt auf den Unfug der HIV-AIDS Leugner, darunter auch der deutsche Arzt Claus Köhnlein, es unterliess, den HIV-Kranken die nötigen antiretroviralen Medikamente zur Verfügung zu stellen. Mbeki behauptete, die HIV-Infektion würde nur bei Armut und Hunger zu AIDS führen. An diesem tödlichen Aberglauben hält er bis heute fest. Ausserdem fädelte Mbeki den Korruptions-Waffendeal ein, an dem auch die[...]



Elefanten, Zyanid und die Artenschutzkonferenz in Johannesburg /Südafrika

2016-09-27T19:03:00Z

Dr. Alexander von Paleske ---- 27.9. 2016----- Gestern fand sich auf Seite 1 der zimbabweschen Zeitung „Chronicle“ folgende Meldung: 4 Jumbos die, cyanid poisoning suspected. Wieder sind mehrere Elefanten der Wilderei in Simbabwe zum Opfer gefallen. Seit 2013 hat sich das Mittel er Vergiftung mit Zyanid fest etabliert, keine Geräusche durch Schüsse, und gleich mehrere Elefanten auf einen Schlag innerhalb kurzer Zeit. Durch Zyanid getöteter Elefant Das Zyanid stammt von Goldminen, die es an de Wilddiebe weiterverkaufen, die sich als kleine Minenbesitzer präsentieren. Katastrophale Folgen Die Folgen sin katastrophal: nicht nur die Dezimierung des Bestandes an Elefanten, sondern die weitere Vergiftung von Tieren, die sich vom Kadaver ernähren, also vor allem Geier. Es waren einmal..... Vor 100 Jahren gab es in Afrika noch rund 10 Millionen Elefanten, diese Zahl war im Jahre 2014 auf 500.000 geschrumpft. In den letzten 7 Jahren dezimierten Wilderer die Gesamtheit der der noch in Afrika lebenden Elefanten um 30%. In den nächsten 10 Jahren werden 40% des jetzt noch übrig gebliebenen Bestandes ausgerottet sein, wenn es nicht gelingt, diesen Trend zu stoppen. 40%in Botswana . Mittlerweile konzentriert sich die grösste Elefantenpopulation in Botswana: 40% aller afrikanischen Elefanten - nicht von ungefähr - . vor 30 Jahren waren es noch weit weniger als 10%. Botswana ist ein Land im südlichen Afrika von der Grösse Deutschlands mit einer Bevölkerung von zwei Millionen Botswana gehört zu den wenigen demokratischen Ländern Afrikas und spielt in Sachen Korruption in der Liga der am wenigsten korrupten Länder mit, nicht weit von Deutschland entfernt. Das Land verfügt dank der Diamantenvorkommen über genügend Ressourcen, um einen guten und effektiven – nicht aber vollständigen -Schutz gegen Wilderei zu gewährleisten. Elefanten, die ein ausgezeichnete Gedächtnis haben, ziehen es mittlerweile vor, nicht mehr aus Botswana heraus in Richtung Anogla oder Sambia sich vorzuwagen - wegen schlechter Erfahrungen. Nach der Ruhe der Sturm Nach Jahren der relativen Ruhe in Sachen Elfenbein-Wilderei in den 90er Jahren - die Wilderei konzentrierte sich vorwiegend auf Nashörner - sind jetzt auch Elefanten wieder begehrtes Objekt der Wilderei geworden. Der Grund: Mit der Zunahme es Wohlstandes in China ist die Nachfrage nach Elfenbein förmlich explodiert. Der Besitz von Elfenbein-Schnitzereien aus Elfenbein dient als Zeichen des Wohlstands. Zeichen des Wohlstands - Schnitzereien aus Elfenbein in China angeboten Screenshots: Dr. v. Paleske Zwar ist die Einfuhr von Elfenbein auch in China verboten, gleichwohl gelangen grosse Mengen illegal importierten Elfenbeins in den Handel. Denn er Verkauf von verarbeitetem Elfenbein ist nicht untersagt, auch nicht die Verarbeitung von vor Jahren legal erworbenen Stosszähnen. Und so breitet sich in China ein pseudolegaler Markt aus, der die Nachfrage weiter antreibt. Was mit den Lagerbeständen? Simbabwe und Namibia sitzen auf grossen Mengen von Stosszähnen, den Wilderern abgenommen oder legal von Grosswildjägern erlegten Elefanten.. Beide Länder wollen diese Lager räumen und die Erlöse von mehreren hundert Millionen Dollar nutzen, um besser gegen die Wilderei vorgehen zu können. Kenia hat vor einigen Monaten in einer spektakulären Aktion Elfenbein im Werte von mehr als 100 Millionen US Dollar verbrannt. Verbrennung von Elfenbein in Kenia Eine Konferenz in Johannesburg Zur Zeit findet die CITES – Artenschutzkonferenz in Johannesburg statt. CITES steht für Convention on the International Trade in Endangered Species. In den nächsten 8 Tagen soll auch beschlossen werden, wie mit den Lagerbeständen von Elfenbein verfahren werden kann: verkaufen, verbrennen oder weiter lagern. Die bis[...]



Vor 40 Jahren: Der Schüleraufstand in Soweto/Johannesburg (Südafrika)

2016-06-16T20:20:00Z

Dr. Alexander von Paleske ----- 16.6-2016 --------- Am 16. Juni 1976 in Soweto, dem schwarzen South West Township in Johannesburg: Schüler von der Morris Isaacson High School marschierten in einem friedlichen Demonstrationszug. Ziel: die High School in Orlando West, und von dort in das Orlando Fussballstadion zu einer Kundgebung gegen das verhasste Apartheidregime sich zu versammeln, das verfügt hatte, die Sprache der Apartheid, Afrikaans, in jeder zweiten schwarzen Schule zum Pflichtfach zu machen. 16.6. 1976 in Soweto Sofort scharf geschossen Drei Wochen lang hatten sie andere schwarze High Schools besucht, und dort zur gemeinsamen Kundgebung mobilisiert. Weit kam er Demonstrationszug nicht, dann wurde er von weisser Polizei aufgehalten. Nachdem die Demonstranten die Aufforderung der Polizei, sich zu zerstreuen, ignorierten, schoss die Polizei mit scharfer Munition in die Menge. Das erste Todesopfer war Hector Pieterson, und das Bild , wie er von einem anderen Studenten davongetragen wurde, ging um die Welt. Die Studenten rannten zunächst davon, aber dann sammelten sie sich wieder und zündeten alles an, was das verhasste Apartheidsystem repräsentierte. Am Abend stand Soweto in Flammen: Verwaltungsgebäude des Apartheidregimes brannten nieder, ebenso Bierhallen. Geschäfte und Lieferwagen Weisser wurden mit Steinen beworfen Funke springt über Der Funke des Aufstands sprang sofort auf weitere 160 Townships über. Die Auseinandersetzungen dauerten 17 Monate, bis der Protest vom Apartheidregime schliesslich vollständig und grausam unterdrückt worden war. Bilanz: Steve Biko, der Führer der Black Consciousness Bewegung zu Tode gefoltert, 176 Menschen bereits in der ersten Aufstandswoche getötet, 600 nach einem Jahr. Trotzdem: Es war der Anfang vom Ende des rassistischen Apartheid-Regimes. Es sollte allerdings noch einmal 14 Jahre dauern, und viele Menschenleben kosten, bis das Regime letztlich beigab, Nelson Mandela aus dem Gefängnis entlassen, eine neue Verfassung in Angriff genommen wurde, und schliesslich die ersten freien Wahlen vor 22 Jahren stattfinden konnten. Haben sich die Wünsche und Hoffnungen der Aufständischen erfüllt? Insoweit, als das Apartheidregime beseitigt wurde und freie, allgemeine und gleiche Wahlen abgehalten werden konnten allemal. Soweit es die wie ein Krebsgeschwür sich ausbreitende Korruption und die krassen Unterschiede zwischen Arm und Reich angeht, ganz bestimmt nicht. Nelson Mandelas Nachfolger - Erst AIDS-Leugnung, dann Korruption Nelson Mandela wird 94 - in Südafrika Korruption und Gefahr für die Pressefreiheit Mehr zu Post-Apartheid-Südafrika Zum Waffen-Korruptions-Skandal Deutsche Firma Ferrostaal, Waffenexporte nach Südafrika und steuerabzugsfähige Millionen- Schmiergeldzahlungen Deutschland, Südafrika und ein Waffenskandal ohne Ende Südafrika - Auf dem Weg in eine Bananenrepublik? . Zu Julius Malema Südafrika: Jugendliga Chef Julius Malema verliert Machtkampf gegen Präsident Jacob Zuma – vorläufig Machtkampf in Südafrika: Präsident Jacob Zuma gegen Jugendliga-Boss Julius Malema Südafrika: Jugendführer Julius Malema " Die ich rief die Geister, werd ich nun nicht los" Zu den HIV / AIDS Leugnern Welt Aids-Kongress in Wien, die HIV-AIDS-Leugner laden zum Gegentreffen [...]



Nelson Mandelas Nachfolger - Erst AIDS-Leugnung, dann Korruption

2016-04-18T10:06:00Z

Dr. Alexander von Paleske --- 18..4.2016 --- Welt- Staatsmann Nelson Mandela, Südafrikas Präsident - nach den ersten freien Wahlen - von 1994 bis 1999, hat bisher keine Nachfolger gehabt, die für sich in Anspruch nehmen können, in seine Fusstapfen zu treten. Stattdessen unter seinem unmittelbaren Nachfolger, Thabo Mbeki, AIDS-Leugnung. Noch dazu in einem Land mit rund 5 Mllionen HIV-Infizierten. 300.000 Tote Die Folge: Verweigerung der Versorgung AIDS-Kranker und HIV-infizierter Schwangerer mit hochaktiven antiretroviralen Medikamenten Das brachte rund 300.000 Menschen den frühzeitigen Tod, und rund 30.000 Neugeborenen die vermeidbare Übertragung des HIV-Virus von der Mutter. Internationale HIV-Dummschwätzer Unterstützt in seiner Quacksalber-Wahnfahrt, die er jüngst noch einmal zu rechtfertigen versuchte, von seiner trunksüchtigen und kleptomanen Gesundheitsministerin Manto Tshablala-Msimang. Und von von einem internationalen AIDS-Leugner-Beraterteam, darunter der Kieler Internist Claus Koehnlein und der Wiener Gynäkologe Christian Fiala. Von der Realität weggelaufen Auf dem internationalen AIDS-Kongress im südafrikanischen Durban im Jahre 2000 versuchte Mbeki diesen Leugner-Schwachsinn auch noch den angereisten internationalen Wissenschaftlern zu verkaufen.. Als dann der an AIDS leidende und mittlerweile daran verstorbene 11-jährige Nkosi Johnson die Bühne betrat und sagte: I hate having AIDS, and I get sad when I think of all the other children that are sick with AIDS, I wish the government can give AZT to pregnant HIV mothers. und mit seinem Auftritt die Anwesenden zu Tränen rührte, verliess Präsident Thabo Mbeki mit seinen Leuten eilig die Konferenz. Nkosi Johnson ....Präsident Mbeki verliess die Konferenz Erst sein Nachfolger im Amt, der Interimspräsident Kgalema Motlanthe, setzte diesem Spuk ein Ende. 16 Jahre danach Dieses Jahr findet die internationale AIDS-Konferenz wieder in Durban statt, der AIDS-Leugner-Quark bestenfalls eine unerquickliche historische Fussnote. Auch Korruption Aber auch in in Sachen Korruption waren die Nachfolger Mandelas nicht untätig. So fädelte Thabo Mbeki einen Multimilliarden US-Dollar Waffendeal ein, von dem insbesondere Deutsche Firmen wie Ferrostaal profitierten.. Diese Deals kosteten Südafrika viel Geld, das woanders viel dringender gebraucht wurde, z.B. in den Wellblechhütten- Townships.. Hinzu kam, dass schwerste Waffen und Flugzeuge zur Bekämpfung eines Feindes angeschafft wurde, den es nach dem Ende der Apartheid nicht mehr gab und auch nie wieder geben wird. Die Bestechungsgelder landeten in Heisse-Luft-Projekten und in den tiefen Taschen korrupter ANC-Politiker, wir berichteten ausführlich darüber. Griff in die Staats-Ladenkasse Einmal die Schleusen richtig geöffnet, wucherte unter Mbekis Nachfolgern die Korruption weiter. So griff der jetzige Präsident Jacob Zuma in die Staats-Ladenkasse und baute sich einen pompösen Ruhesitz in seinem Heimatdorf in der Provinz Kwa Zulu Natal . . Südafrikas Präsident Jacob Zuma .......Griff in die Staats-Ladenkasse Auch Nelson Mandela baute sich seinerzeit einen Alterssitz in seinem Heimatdorf Qunu, ein Abbild des Hauses der letzten Gefängnisstation, dem Victor Vester Gefängnis. Finanziert ausschliesslich mit Einnahmen aus seinem Buch "Long Walk to Freedom". Bescheidenheit fremd Solche Bescheidenheit ist seinen Nachfolgern jedoch fremd. Die Oppositionspartei Economic Freedom Fighters,(EFF), eine Illustre populistische Truppe, die behauptet, die Interessen der Massen zu vertreten,, deren Anführer, Julius Malema aber selbst knietief in Ausschreibungsskandale verwickelt war, um seinen teuren Lebensstil zu finanzieren, brachte diesen Selbstbedi[...]



Boko Haram in Nigeria, Islamic State (IS) und südafrikanische Söldner

2015-05-10T17:49:00Z

Dr. Alexander von Paleske ---- 10.5. 2015 --- Jahrelang war es still um die Söldner aus Südafrika geworden. Die ehemaligen Mitglieder der Apartheid-Terrorbrigaden wie Koevoet, Recce, 44 Parachute Regiment, 32 Buffalo Bataillon und Civil Cooperation Bureau machten keine Schlagzeilen mehr - verschwunden aus dem Bereich des Söldnerunwesens waren sie jedoch nie. Ihre letzten grossen Auftritte hatten sie bei dem Putschversuch in Äquatorial Guinea im März 2004, im Irakkrieg und in Afghanistan. Kein Bedarf in Südafrika Im Postapartheid-Südafrika wurden ihre „Fähigkeiten“ nicht mehr gebraucht. Sie heuerten deshalb bei Söldnerfirmen wie Erinys , Blackwater (jetzt Academi), Executive Outcomes Dyncorp, Aegis und anderen an, wo ihre blutigen Fertigkeiten „proven in combat“ hochwillkommen waren. Nachdem die USA aus dem Irak abgezogen waren ging es weiter nach Afghanistan und in die arabischen Emirate. Nicht zu vergessen: die bewaffnete Begleitung auf vielen Schiffen, die das Horn von Afrika umschifften, und das Ziel von Piraten-Angriffen waren. Auch zum Aufbau einer Truppe im Somaliland waren sie erwünscht, und – nicht zu vergessen – jetzt in der Ukraine, wo es gilt, die marode Armee auf Vordermann zu bringen (dank der finanziellen Unterstützung der EU). Söldner auf einem Schiff im Golf von Aden - Screenshot: Dr. v. Paleske Strafbare Handlung Offen auftreten als Südafrikaner können sie nicht, denn die Söldnerei ist dort mittlerweile eine strafbare Handlung, trotz diplomatischer Interventionen seinerzeit seitens der britischen Regierung unter Tony Blair. Nun sind sie in einem afrikanischen Konflikt aufgetaucht, der seit Monaten Schlagzeilen macht: Im Einsatz gegen die Terrortruppe der Religionsfaschisten von Boko Haram im Norden Nigerias. Nigeria Seit Monaten auf der Flucht Die nigerianische Armee befand sich seit Monaten auf der Flucht vor Boko Haram , die sich im Nordosten Nigerias wie eine Pest ausbreitete, und weite Gebiete unter ihre Kontrolle gebracht hatte. AK47 und Koran - Logo der Terrortruppe Boko Haram Tausendfache Morde an Zivilisten, Verschleppung, Versklavung und Misshandlungen von Frauen und Kindern, Zerstörung ganzer Ortschaften, und Bombenanschläge selbst in der Hauptstadt Abuja gehörten zu ihrem Terrorkatalog-. Boko Harams Schreckensbilanz Screenshot: Dr. v. Paleske Zum Entstehen dieser Formation trug zweifellos sowohl die wirtschaftliche Unterentwicklung des Nordens bei, trotz des Ölreichtums – Nigeria ist der grösste Erdölexporteur Afrikas - wie auch die beispiellose Korruption, die sich wie ein Krebsgeschwür ausgebreitet hat. Aber aus der einstigen Protestbewegung, die von der nigerianischen Armee brutal unterdrückt wurde, entwickelte sich eine Religions-Terrortruppe, unter der vor allem die ausgepowerte Zivilbevölkerung leiden musste. Ein politisches Programm, wie es von einer Befreiungsbewegung erwartet werden kann, besass diese Truppe nie, es sei denn man sieht die Scharia und die Bezeichnung Boko Haram – westliche Erziehung ist Sünde - als politisches Programm an. Der Anführer Abubakar Shekau, der in seinem Outfit und seinen Auftreten an einen wildgewordenen Räuberhauptmann erinnert, ist vor allem durch Drohungen, Verwünschungen und schadenfreudiges teuflisches Grinsen aufgefallen, Begleitmusik für die zunehmende Brutalisierung seiner Truppe. Abubakar Shekau ....teuflisches Grinsen Screenshot: Dr. v. Paleske Forderungen nach Bodenreform und gerechterer Verteilung der Einnahmen aus den Ressourcen des Landes: Fehlanzeige. Personell aufgestockt Trotzdem: Boko Haram konnte personell aufstocken angesichts der völligen Perspektiv[...]



Mörderischer Fremdenhass in Südafrika

2015-04-17T17:14:00Z

Dr. Alexander von Paleske --- 17.4. 2015 --- Vor drei Wochen: Besuch eines Restaurants in Johannesburg. Schnell stellt sich heraus: alle Bediensteten sind Simbabwer, keine Südafrikaner. Auf Frage nach ihrer Bezahlung: Alle arbeiten ohne festes Gehalt. Ihre Bezahlung besteht in den Trinkgeldern. Kein Job für Südafrikaner Kaum ein Südafrikaner würde einen solchen Job annehmen, zumal noch gegen gesetzliche Vorschriften verstossend. Die Beschäftigung von Ausländern zu Hungerlöhnen ist keineswegs die Ausnahme im Dienstleistungssektor in Südafrika, sondern eher die Regel. Theoretisch könnten die Beschäftigten gegen diese rechtswidrigen Arbeitsbedingungen juristisch vorgehen, allerdings mit der Folge des Verlustes des Arbeitsplatzes und der Ausweisung, denn die weit überwiegende Zahl der rund 4 Millionen Simbabwer ist illegal im Lande, entweder illegal über die Grenze gekommen, oder legal eingereist, aber als Tourist ohne Arbeitserlaubnis. Insofern gegen die Visabestimmungen verstossend. Dies schafft Konflikte mit arbeitslosen Südafrikanern in den Townships. Ausländische Ladenbesitzer Weiterer Konfliktstoff: die ausländischen Ladenbesitzer in den Townships; oftmals Somalier und Nigerianer. Gut vernetzt mit ihren Landsleuten, schaffen sie es, die Preise der südafrikanischen Ladenbesitzer zu unterbieten. Auch das schafft keine Freunde. Hinzu kommt die Frustration in den Townships über mangelnde Infrastrukturmassnahmen und geringe Fortschritte 21 Jahre nach dem Ende der Apartheid. So entlädt sich jetzt die Unzufriedenheit in Gewaltorgien gegen Ausländer, ausgehend von Durban hat diese Welle der Gewalt auch auf andere Städte Südafrikas übergegriffen, angeheizt noch von Aufforderungen des Zulukönigs Zwelithini, die Ausländers sollten das Land verlassen. Demonstration gegen die Gewalt gegen Ausländer gestern, 16.4. 2015 - Screenshots: Dr. v. Paleske Genaue Zahl unbekannt Wie viele Ausländer in Südafrika leben, ist unbekannt. Neben Simbabwern sind es vor allem Mozambikaner, Nigerianer und Somalier, Einige beschafften sich von den hochkorrupten Immigrationsbehörden eine Aufenthaltserlaubnis bzw. sogar einen südafrikanischen Pass, aber die Masse der Immigranten hat gar nicht das Geld, um über Bestechung an diese Papiere zu kommen. Nicht zum ersten Mal Es ist nicht der erste Ausbruch von Gewalt. Bereits 2008 kam es zu massiven Ausschreitungen, die Dutzende von Todesopfern forderten, wir berichteten darüber. Nichts ist seither geschehen, um die Ursachen der Gewalt anzugehen, weder lokal oder regional. Viele Simbabwer in Südafrika würden es vorziehen, in ihrem Heimatland zu arbeiten, aber dort gibt es keine Arbeit. Die Arbeitslosenrate liegt bei über 80%. Statt der von der Regierung vor einem Jahr versprochenen 1 Million neuer Arbeitsplätze schliessen weitere Fabriken, und mehr Menschen werden arbeitslos. Die Lage, insbesondere im verarbeitenden Sektor ist, mehr als trübe. In Bulawayo, einst das industrielle Herz Simbabwes, haben fast alle Textilbetriebe dichtgemacht. Die im Lande hergestellte Baumwolle wird unverarbeitet exportiert. Nachhaltige Unterstützung des industriellen Sektors durch Steueranreize, Abschaffung höchst überflüssiger Lohnnebenkosten wie Pflichtabgaben an das halbstaatliche National-Employment Council: Fehlanzeige. Kaum Bankkredite Bankkredite sind , wenn überhaupt, nur schwer zu bekommen. Die Bankzinsen lagen bis vor kurzem noch bei 30%. Das Festhalten am US Dollar als Landeswährung führt nicht nur zum Devisenabfluss, sondern auch noch zur Deflation. Die Importquote an Konsumgütern hat sich vervielfacht, weil fast kaum noch etwas lokal produziert wird, abgesehen von Grundnah[...]



EU-Afrika Gipfel in Brüssel: Der Zug ist längst nach China abgefahren

2014-04-03T08:23:00Z

Dr. Alexander von Paleske 3-4-2014 --- Mit grossem Trara findet in Brüssel zur Zeit der EU-Afrika Gipfel l statt. Delegationen aus insgesamt 90 Ländern treffen sich dort, in den Medien sind Schlagzeilen zu lesen wie: „Auch Afrikaner mögen keine Billigprodukte aus China - Deutschland setzt große Hoffnungen in den Afrika-Gipfel der EU“ oder „EU will in Afrika gegenüber China die besseren Karten behalten“. Falsches Bild Diese Schlagzeilen vermitteln ein völlig falsches Bild von der Realität. Zunächst einmal ist das wirtschaftlich stärkste Land Afrika, die Republik Südafrika gar nicht mit ihrem Staatspräsidenten Jacob Zuma vertreten. Kein Visum für die Präsidentengattin Staatspräsident Zuma hatte kurzfristig abgesagt, nachdem der Staatspräsident des Nachbarlandes Zimbabwe, Robert Mugabe, seine Teilnahme abgesagt hatte. Der Grund: seine Ehefrau, Grace Mugabe, hatte kein Einreisevisum erhalten. Präsident Mugabe ......kein Visum für die Gattin Mugabe ist zur Zeit Präsident der Staatengemeinschaft Afrikas, AU. Gegen Simbabwe waren vor 14 Jahren Sanktionen verhängt worden, nachdem die Regierung Mugabe ein gewaltsames Landenteignungs-Programm gegen weisse Farmer gestartet hatte, deren Mehrheit britischer Abstammung war. Die von der EU im Jahre 2000 verhängten Sanktionen, auf Betreiben der Blair-Regierung Grossbritanniens zustandegekommen, beinhalteten auch ein Einreiseverbot für führende Mitglieder der Regierungspartei ZANU-PF in die EU. Aussenpolitische Dummheit Diese aussenpolitische Dummheit – anders lässt sich dieser Schritt kaum bezeichnen - änderte natürlich nichts an der Landreform, lieferte der Regierung Mugabe aber reichlich Argumente, die eigene Misswirtschaft als Folge der Sanktionen darzustellen. Dabei sollte natürlich auch nicht unerwähnt bleiben, dass Sanktionen seinerzeit gegen das menschenverachtende und brutale Apartheidregime in Südafrika seitens der EU nie verhängt worden waren, im Gegenteil: die britische Premierministerin Margaret Thatcher beschimpfte den inhaftierten Freiheitskämpfer Nelson Mandela als Terroristen. Mehr noch: Mugabe leidet nach Medienberichten an metastatsiertem Prostata-Karzinom. Um den Gesundheitszustand des 90-jährigen Regierungschefs steht es also keineswegs rosig. Er verreist grundsätzlich nur noch in Begleitung seiner Frau. Unter diesen Umständen das Visum zu verweigern, kann kaum Verständnis hervorrufen. Bessere Karten längst verspielt Auch die Schlagzeile „ EU will in Afrika gegenüber China die besseren Karten behalten“ geht an der Realität glatt vorbei. Europa hat die besseren Karten auf dem afrikanischen Kontinent in den vergangenen 20 Jahren an China verloren. Grosse Infrastrukturprojekte, einstmals die Domäne europäischer Konzerne, werden längst von China durchgezogen, mit Hilfe von günstigen Krediten, flankiert von einer strikten Politik der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder. Ob es sich um Eisenbahnlinien, wie die Rehabilitierung der Benguela-Eisenbahn in Angola, oder um den Neubau einer Eisenbahnlinie in Ostafrika handelt, den Neubau von Flughäfen und Strassen in Botswana, überall sind chinesische Firmen am Werk. In den meisten Ländern Afrikas hat China die EU längst abgehängt.. Im Gegenzug Rohstoffe Im Gegenzug liefert das rohstoffreiche Afrika an China die dringend benötigten Rohstoffe, und China wiederum überschwemmt den afrikanischen Markt mit Billigprodukten. Insofern ist die Schlagzeile „Auch Afrikaner mögen keine Billigprodukte“ zwar zutreffend, aber zugleich irreführend. Natürlich würden Afrikaner gerne hochqualitative Waren aus der [...]