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Nachrichten Heute (Nachrichten Heute, Hintergrundinformationen und Berichte) : Rubrik:medienfind



Nachrichten Heute, Hintergrundinformationen und BerichteSearch this site:



Published: 2017-04-10T19:33:57Z

 



Monopolist Google und seine Zensur

2016-11-19T15:15:00Z

Dr. Alexander von Paleske ---- 19.11. 2016 --- Vor drei Wochen wurden sämtliche Links zu unserer Website Nachrichten heute bei Google rausgeworfen. Begründung: selbstverständlich keine. Unter den rausgeworfenen Links waren auch sechs zu wissenschaftlichen Artikeln, die sich mit der Diagnose der Tuberkulose durch Knochenmark- und Lymphknotenpunktion beschäftigten. Diese Artikel waren es wohl kaum, die Google zu diesem Schritt veranlassten, vielmehr einer oder mehrere der rund 1000 von mir verfassten politischen bzw. politisch-satirischen Artikel. Als ehemaliger Rechtsanwalt halte ich mich selbstverständlich an die gängigen Regeln, sodass auch er ZEIT-Verlag mit seinem Herausgeber Josef Joffe und das Berliner Gesundheitsministerium gerichtliche Schritte wegen Erfolglosigkeit tunlichst unterliessen. Hintenherum So kann man getrost davon ausgehen, dass es sich um einen Versuch hintenherum handelt, durch Beschwerde bei Google das zu erreichen - von wem auch immer - was sich auf dem Rechtswege eben nicht erreichen lässt. Mit Erfolg – erbärmlichem Erfolg. Ich habe daraufhin eine im Medienrecht spezialisierte Anwaltskanzlei eingeschaltet. Bei er Suche nach vergleichbaren Fällen stiess ich bei Wikipedia gleich auf einen langen Artikel mit unzähligen Fällen, bei denen Google seine Zensurkeule einsetzte. Das ist sicher zu begrüssen, wenn es sich um Aufrufe zur Gewalt, um Hassblogs, um harte Pornografie usw. handelt. Aber die aufgelisteten Fälle zeigen, dass er Google-Zensurbereich wesentlich weiter ist. Der Fall Dennis Cooper Zuletzt machte der Fall eines Autors namens Dennis Cooper international Schlagzeilen, wo nicht nur der gesamte Blog von Google gelöscht wurde, der dort über 14 Jahre bestand, einschliesslich eines Buchentwurfs, Titel: Zacs Freight Elevator. sondern gleich auch noch sein G-Mail Account mit dazu, einschliesslich seiner gesamten Korrespondenz über 10 Jahre. Coopers Blog war eine erste Adresse für experimentelle Literatur, und jemand – irgendjemand - hatte sich beschwert, dort sei auch Kinderpornografie untergebracht. Die von Cooper eingeschalteten Anwälte erhielten keine Antwort auf ihre Schreiben. Das hält Google offenbar nicht für nötig. Erst als Google mit Protesten überschwemmt wurde darunter auch das PEN Zentrum der USA, und international der Skandal durch die Medien ging, bequemte sich Google, Anwälte einzuschalten und Verhandlungen aufzunehmen, die am 15. Juli diesen Jahres schliesslich mit Coopers Anwälten eine Übereinkunft erzielten: Das gesamte gelöschte Material gab Google schliesslich frei. Eigene Erfahrungen Nach der Link-Löschaktion von Google sandte ich ein Fax an die Zentrale von Google Deutschland. Das bleib selbstverständlich ebenso unbeantwortet , wie eine E-Mail an die Google Zentrale in den USA. Ich schaltete daraufhin eine im Medienrecht spezialisierte Anwaltskanzlei in Deutschland ein. Völlig unzureichender Teilrückzug Google hat mittlerweile einige Links wiederhergestellt. Aber: Wer z.B. Namen von Politikern eingibt, die ich satirisch durch den Kakao gezogen hatte, zuletzt den Grünen-„Jungstar“ Robert Habeck, der findet nach wie vor keine Verbindung zu dem satirischen Artikel. Lediglich bei der Eingabe meines Namens wird pauschal auf die Website Nachrichten Heute verwiesen, nicht jedoch auf einzelne Artikel. Selbst Bilder aus den wissenschaftlichen Artikeln zur Diagnose von Tuberkulose, werden nicht mehr direkt verlinkt, sondern auf Websites verwiesen, die diese Bilder übernommen haben. Wie ist die Rechtslage? Google hat – nicht nur in Deutschland – eine absolut marktbeherrschende Stellung. Rund 90% aller Suchanfragen landen bei Google. Andere Suchmaschinen spielen eine völlig untergeordnete Rolle. Google hat damit ein Machinstrument sondergleichen in seiner Hand. Die Ausnutzung einer derartigen Monopol-Machtposition zu Zensurzwecken im Internet ist in Deutschland nur schwach begrenzt: durch § 826 BGB, der lautet: Wer in einer gegen die guten Sitten vetrstossenen Weise einem anderen Schaden zufügt, ist [...]



Google schmeisst unsere Website raus – ohne Begründung versteht sich

2016-11-12T19:36:00Z

Dr. Alexander von Paleske ----- 12.11. 2016 ---
Seit einer Woche ist unsere Website nicht mehr über Google zu erreichen. 10 Jahre lang war sie unter Google zu finden. Lange Zeit auch unter Google News.

Wer jetzt Key Words eingibt, egal ob es sich um Namen von Politikern handelt, Autoren, oder Probleme wie Antibiotikaresistenz, wird nicht mehr hierher verlinkt.

Auf Anfrage und Beschwerde reagiert Google (bisher) nicht.
Es handelt sich allem Anschein nach um eine Zensurmassnahme, da wir in etlichen Artikeln Politiker angegriffen oder mit satirischen Artikeln durch den Kakao gezogen haben.

Solche „Zensurmassnahmen“ würden keine Rolle spielen, wenn es ein breit gefächertes Angebot an Suchmaschinen und deren breitgefächerte Nutzung geben würde. Das ist jedoch nicht der Fall schon gar nicht in Deutschland. Rund 90% aller Suchanfragen landen bei Google. Das Unternehmen hat eindeutig eine marktbeherrschende Stellung auf diesem Gebiet.

Aus dieser marktbeherrschenden Stellung ergeben sich Verpflichtungen wie Kontrahierungszwang, Diskriminierungsverbote etc.
Schon mehrfach wurden gegen Google Vorwürfe der unlauteren Ausnutzung einer marktbeherrschenden Stellung laut.

Ich will es bei diesem Vorwurf nicht belassen, sondern prüfe zur Zeit die Einleitung rechtlicher Schritte, ggf. Klage, und werde weiter über den Fortgang berichten.



Der Abgang eines Metzgergesellen namens Raab, der für das Unterschichten- und Klamaukfernsehen...

2015-06-23T20:32:00Z

Dr. Alexander von Paleske ---- 23.6. 2015 ----- Es hat sich ausgeraabt - fürs erste jedenfalls. Seit 1999 hat er das Fernsehen um ein Genre "bereichert", das es so im Fernsehen noch nicht gab: Die Non-Stop Schadenfreude, umrahmt von ein paar showartigen Einlagen und Gags An niedere Instinkte appelliert In seinen TV-Total Sendungen wurde an niedere Instinkte appelliert, nicht selten mit Gossensprache umrahmt ("Schwule Sau"), und den Bundesbürgern etwas ausgetrieben, was ohnehin nicht gerade reichlich vorhanden ist: Die Empathie. Gnadenlos wurden raabmässig Menschen vorgeführt, und der Lächerlichkeit preisgegen ("Maschendrahtzaun"), das machte selbst beim Namen nicht halt. Schadenersatzforderungen Betroffener - so gerichtlich erfolgreich - bezahlte Raab aus der Portokasse. Alles hat ein Ende... Aber irgendwann kommt auch diese Zumutung nicht mehr an, weil es sich wie eine tibetanische Gebetsmühle wiederholt, zumal noch vom Wochen- auf Tagesformat umgesetzt wurde. So tritt Quotenkönig Stefan der Erste erst einmal ab. Mit ihm verlieren gleich 80 Mitarbeiter der Herstellerfirma Brainpool ihre Jobs. Dass Raab sich offenbar weder für seine Zuschauer interessiert, oder es für nötig hält, die Entlassung seinen Mitarbeitern, die ihm jahrelang zugearbeitet haben, selbst anzukündigen, rundet das Bild ab. Diese Mitarbeiter haben für ihn in allen Fernsehkanälen und You Tube eifrig danach gescannt, wo sich etwas findet, was sich zur Verwurstung eignet. Wer ständig andere in seinen Sendungen verwurstet, dem muss wohl alles Menschliche ohnehin herzlich gleichgültig sein oder werden. Ein Herr wird wettkampfuntauglich Schlag den Raab konnte auch nicht weiterlaufen: der Herr kommt schliesslich in die Jahre (49), und wird wettkampfuntauglich, es sei denn, er tritt gegen Bewohner aus Altenheimen an. Der Abgang ein Verlust? Mit Big Brother- Newtopia - Dschungelcamp-DSDS-GNTM und anderen Vertretern dieses Unterhaltungs-"Schrott" -Genre, gibt es reichlichst Ersatz. Allerdings: was nicht so leicht zu ersetzen sein wird, ist die Raabsche schadenfreudige Visage, die zu seinen Klamauk-Veranstaltungen wie die Faust aufs Auge passte - da ist noch kein Ersatz in Sicht. Wie schrecklich. Stefan Raab ........schadenfreudige Visage nicht so leicht zu ersetzen Lebewohl Du Raab, Du hast Dir Deine Auszeit redlich verdient. Stefan Raab, Schadenfreude und die fehlende Zivilcourage Top-Nachricht der Woche: Stefan Raab stärkt Abteilung Unterschichtenfernsehen / Klamaukfernsehen / TV Witzchen Stefan Raab schreibt an Charlotte Roche: Sauber gemacht Big Brother- Erfinder John de Mol an das Deutsche Volk: „So läuft mein Billig-Serien-Hase"[...]



Der SPIEGEL: Zwei Abgänge schaffen alleine noch keine Wende

2014-12-05T07:17:00Z

Dr. Alexander von Paleske --- 5.12. 2014 -------- SPIEGEL-Chefredakteur Wolfgang Büchner ist abserviert, Verlagsgeschäftsführer Ove Saffe, der Büchner geholt, und sein Schicksal mit dem Büchners verbunden hatte, geht. Nikolaus Blome dürfte folgen. Nach nur 15 Monaten Der Abgang Büchners kam ziemlich rasch, nach nur 15 Monaten im Amt. Aber er war von Anfang an die falsche Wahl. Nach dem destruktiv gegeneinander kämpfenden Chefredakteurs- Duo Mascolo / Müller von Blumencron hätte es wohl einer Person wie der des seinerzeitigen Chefredakteurs Erich Böhme bedurft, um den schlingernden Kahn Spiegel wieder in ruhiges Fahrwasser zu bringen, statt einem Mann von der Statur eines Büchner, dessen Meriten vor allem darin bestanden hatten, bei der Nachrichtenagentur dpa ein radikales Umstrukturierungs- und Kostensenkungsprogramm durchgesetzt zu haben. Viele Gegner Büchner hatte - noch vor seinem Amtsantritt - die Print-Redaktion gegen sich aufgebracht: mit der Wahl Nikolaus Blomes von der BILD-Zeitung zu seinem Stellvertreter. Das hatte bisher noch keiner der Chefredakteure des SPIEGEL geschafft. Aber das war nicht das Ende, sondern erst der Anfang. Büchner provozierte weiter, wollte die Ressortleiterstellen neu ausschreiben, um offenbar einige von ihnen auf diese Weise loszuwerden, zwei Ressortleiter gleich ohne diese Prozedur rausdrängen. Sein Programm: die Verzahnung von Print und online - das war‘s. Büchner stand gewiss nicht für eine inhaltliche Neuausrichtung. Die Nase voll Schliesslich hatten die Print-Redakteure die Nase restlos voll von diesem Herrn, der auch auf keinerlei substantielle Erfahrung als leitender Journalist in einem anspruchvollen Journal verweisen konnte. Die Redaktion des SPIEGEL hat Stärke demonstriert, ein Programm für die Zukunft ist das jedoch noch lange nicht. Der SPIEGEL - dessen Auflage wie die anderer Printmedien gefallen – ist aber immer noch die Cash Cow des SPIEGEL-Verlags und kann immer noch mit einigen Pfunden wuchern: Manpower und glorreiche Vergangenheit, als investigatives „Sturmgeschütz der Demokratie“, in den letzten Jahren allerdings immer weniger. Hinzu kommt die starke Stellung der SPIEGEL-Redakteure, denen 50% der Verlagsanteile über eine Mitarbeiter KG gehören. SPIEGEL-Gründer und jahrzehntelanger Herausgeber Rudolf Augstein hatte sie seinerzeit verschenkt. Diese Stellung verhindert auch sinnloses Kaputtsparen, wie in vielen anderen Verlagen zu beobachten, so auch bei Gruner und Jahr, 25,1 %Teilhaber am SPIEGEL-Verlag. Nicht zur Nachahmung empfohlen Gruner und Jahr-Chefin, die "Tweakerin" Julia Jäkel, ist gerade voll mit der „Kannibaliserung" der Printmedien beschäftigt. 400 Stellen sollen gestrichen werden. So hat Gruner und Jahr - seit kurzem 100%ige Tochter des Bertelsmann-Verlags - allen Textredakteurinnen der Frauenzeitschrift Brigitte gekündigt. Die Brigitte hatte sich in den letzten fünf Jahrzehnten als die Instanz in Frauenfragen etabliert. Nicht nur irgendeine Frauenzeitschrift, sondern rundum anerkannt und glaubwürdig bis ins letzte Detail. In einer Pressenotiz heisst es jetzt: "Brigitte"-Redakteuren sowie zwei weiteren Mitarbeitern sei betriebsbedingt gekündigt worden, sechs weitere würden in die Ressort- oder Redaktionsleitungen aufsteigen. Sie sollen in einem Kompetenzteam mit weiteren Führungskräften um die Chefredaktion unter anderem Textangebote bei freien Journalisten in Auftrag geben, und neben dem Themenmanagement die Vielfalt im Heft gestalten. Das Kompetenzteam sei maßgeblich dafür verantwortlich, die Qualität der Magazine zu sichern". Kompetenzteam statt Redaktion, (vogel-) freie Mitarbeiter, statt einem eingearbeitetem Team und einer Stammredaktion, einst unter engagierten Chefredakteurinnen wie Anne Volk es eine war. Es bestehen erhebliche Zweifel, dass diese „Instanz“ in Frauenfragen diese Stellung behaupten kann, und nicht stattdessen zu einem A[...]



ZEIT-Mitherausgeber Josef Joffe und die Satire: im Zweifel verbieten lassen

2014-11-24T19:20:00Z

Dr. Alexander von Paleske ------24.11. 2014 ---- Am 24.3. 2010 veröffentlichten wir einen fiktiven, satirischen Brief des israelischem Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu an den Mit-Herausgebers der ZEIT, Josef Joffe. Der fiktive Brief, dessen Inhalt nach wie vor leider hochaktuell ist, hatte folgenden Wortlaut Lieber Josef, während meines Aufenthalts in den USA wollte die Gelegenheit nutzen, um Dir zunächst einmal für Deine unermüdliche Israel- Lobbyarbeit zu danken. Eine Kiste Grapefruits als Dankeschön ist unterwegs. Gleichzeitig wollte ich Dir ein Update unserer Politik zukommen lassen. Mein Besuch in den USA ist, wie Du sicherlich gesehen hast, bisher sehr erfolgreich verlaufen. Insbesondere mein Auftritt vor der AIPAC. Grossen Beifall erhielt ich für meine Schlussbemerkung ,”Wir haben Jerusalem vor 3000 Jahren aufgebaut, wir werden auch jetzt Jerusalem wieder aufbauen”. Zur Vollständigkeit hätte ich allerdings hinzufügen können, „Nachdem wir die minderwertigen Palästinenserhäuser abgerissen haben, bzw. deren”Slum- Siedlungen” mit neuen israelischen Upmarket-Stadtteilen umkreist haben bzw.umkreisen werden.“ Palästinenser in Homelands Unser Plan ist es, die Palästinenser in sehr eng umgrenzte Homelands in der Westbank umzusiedeln. Als Vorbild für unsere gegenwärtige und zukünftige Politik dient uns dabei die Homelandpolitik des seinerzeitigen Apartheidstaates Südafrika. Wie ich Dir in unserem letzten Gespräch sagte, wollen wir aber nicht den Fehler der seinerzeitigen Apartheidregierung Südafrikas wiederholen, die Palästinenser einfach von Ost-Jerusalem in diese Westbank- Homelands abzuschieben. Die Apartheid-Südafrikaner hatten es nämlich seinerzeit verabsäumt, den Ueberschuss, der nicht als Arbeitskräfte Verwendung finden konnte, in die schwarzafrikanischen Nachbarländer wie Angola, Mozambique, Simbabwe, Botswana, Sambia und Lesotho abzuschieben bzw. zu verjagen und so loszuwerden, wo sie dann jeden Tag ihre politischen Parolen hätten rausposaunen können, ohne Schaden anzurichten. Dieses Versäumnis sollte sich später bitter rächen. Von Apartheid-Südafrika lernen heisst siegen lernen Wir haben deshalb aus den taktischen Fehlern Apartheid- Südafrikas gelernt und werden entsprechend unseren bisher geheimgehaltenen Plänen die Palästinenser letztlich zur Abwanderung zwingen. Nur so wird es uns, verbunden mit einer aggressiven Einwanderungspolitik und Starthilfen für neue jüdische Mitbürger, gelingen, zahlenmässig die Oberhand zu behalten bzw. zu gewinnen. Die schreckliche Alternative wäre nämlich sonst ein gemeinsamer Staat für Juden und Palästinenser, in dem die nichtjüdische Bevölkerung in der Mehrheit wäre. Ein Alptraum. Das kommt auf gar keinen Fall in Frage. Wegnahme von Land als Waffe Als Hebel zur Durchsetzung unserer Politik dient uns die Wegnahme - pardon Zurücknahme - von Ackerland in der Westbank. Bereits jetzt haben ja die progressiven jüdischen Mitbürger von Gusch Emunim" schon 50% des Westjordanlandes wieder in Besitz genommen und die arabischen Siedler dort verjagt. Dann die sukzsessive Verschlechterung der Lebensbedingungen in diesen Homelands/Flüchtlingslagern durch eine konsequente Abschnürungspolitik , wie wir sie bereits gegenüber dem Homeland “Gazastreifen” praktizieren. Später eventuell verbunden mit der Zusammenfassung (Umsiedlung)der Westbank-Palästinenser in einem Gebietsstreifen ähnlich Gaza, den wir dann, sollte sich die Notwendigkeit ergeben, jederzeit bombardieren könnten. Dies wird mittel- und langfristig dazu führen, dass die Homelandbewohner für sich und ihre Kinder keine Zukunft mehr sehen, und es vorziehen werden, in benachbarte arabische Länder abzuwandern. Unser seit biblischen Zeiten Wer sich über diese Politik aufregt, der versteht offenbar nicht, dass sowohl Israel in den Grenzen vor dem Sechstagekrieg im [...]



Die SPIEGEL-Krise steuert ihrem Höhepunkt entgegen

2014-11-09T13:20:00Z

Dr. Alexander von Paleske ----- 9.11. 2014 ---- In der vergangenen Woche hielt der SPIEGEL Chefredakteur Wolfgang Büchner eine Rede auf der Feier zum 20-jährigen Bestehen von SPIEGEL-online . Wolfgang Büchner ............. Ablösung gefordert Letzte Rede als SPIEGEL Chefredakteur? Es könnte seine letzte Rede dort gewesen sein, auch wenn Jakob Augstein, Sohn des SPIEGEL- Gründers Rudolf Augstein, sie auf TWITTER eine „kluge Rede“ nannte, denn mittlerweile haben 91% der Redakteure von SPIEGEL-Print ihrem Chefredakteur das Misstrauen ausgesprochen, im Klartext: Seine Ablösung gefordert. Der Text : Die Redakteurinnen und Redakteure des SPIEGEL sind in großer Sorge um die Zukunft des Verlages. Das wirtschaftliche Umfeld, die Umstellung auf den Erscheinungstermin Samstag sowie die Suche nach einem schlüssigen Konzept zur digitalen Zukunft des SPIEGEL und zur Kooperation der Redaktionen von SPIEGEL, SPIEGEL Online und SPIEGEL TV stellen das Haus vor große Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund können die Redakteurinnen und Redakteure des SPIEGEL ihre Aufgaben nur dann erfüllen, wenn sie von einem Chefredakteur geführt werden, der das Vertrauen aller Gesellschafter sowie der Redaktion in seine journalistische und strategische Führungskompetenz genießt. Nun aber gibt es beim SPIEGEL ein offensichtliches Führungsvakuum, nicht zuletzt nachdem öffentlich geworden ist, dass die Gesellschafter bereits Gespräche zur Nachfolge Wolfgang Büchners geführt haben. Das lähmt die redaktionelle Arbeit und verhindert dringend notwendige Entscheidungen. Die Redakteurinnen und Redakteure des SPIEGEL rufen die Gesellschafter daher auf, diesen Schwebezustand unverzüglich zu beenden." Cash Cow und ihre Probleme SPIEGEL-Print ist nach wie vor die Cash Cow des SPIEGEL-Verlags, die Einnahmen aus SPIEGEL-Online sind demgegenüber vergleichsweise gering. das könnte sich nur signifikant ändern, wenn über SPIEGEL-Online auch Hundefutter und Dampferfahrten verkauft werden. Gegen die Mehrheit der Print-Redakteure kann der SPIEGEL nicht handlungsfähig bleiben, deshalb gibt es kurzfristig wohl nur einen Ausweg: Büchner den Laufpass zu geben. Büchner hatte sich seine Meriten vor allem durch die Re-Organisierung der Deutschen Presse Agentur (dpa) erworben, ein Nachrichtensammler. Ihm fehlte jedoch die langjährige journalistische Erfahrung in einem Medium wie SPIEGEL-Print . Das wäre vielleicht in einer geruhsamen Phase der Medienlandschaft noch gut gegangen, nicht jedoch in der Zeit des Umbruchs, in der alle Printmedien unter Druck stehen, und teils massive Auflagenrückgänge zu verzeichnen haben, der SPIEGEL davon nicht ausgenommen. Aber Büchners Konzept war nicht die inhaltliche Neuausrichtung des schlingernden Dampfers SPIEGEL, also die Neuausrichtung auf die Gebiete investigativer Journalismus und tiefschürfende Hintergrund-Informationen, sondern die Reorganisation zwischen Print und Online. Gut für DPA - nicht ausreichend für SPIEGEL Das, was für einen Nachrichtensammler wie DPA adäquat war, das war für den SPIEGEL-Print in diesen schwierigen Zeiten offenbar völlig ungenügend. Und dann machte Büchner noch drei Fehler: - Er berief den Leiter der Hauptstadtredaktion des „Drecksblattes“ BILD, Nikolaus Blome, zu seinem Stellvertreter. - Er wollte die Ressortleiter-Stellen ausschreiben lassen, offenbar um ihm unbequeme Ressortleiter loszuwerden. Wirtschaftschef Armin Mahler und Kulturchef Lothar Gorris wollte er unverzüglich aus dem Hause drängen - ohne Begründung versteht sich. - Dann holte er auch noch einen weiteren BILD-Mann namens Torsten Beeck in die Chefetage, Vertrauen zerstört Damit hatte Büchner erfolgreich das Vertrauen der Redaktion in ihn zerstört. Mittlerweile schiesst sich auch der Betriebsrat auf ihn ein. Die Abberufung Büchners dürfte damit kaum noch aufzuhalten sein, der Niedergang des SPIEGEL je[...]



Gruner und Jahr in Hamburg – die Gründerfamilie Jahr verlässt das Verlagsschiff

2014-10-23T19:12:00Z

Dr. Alexander von Paleske ---- 23.10. 2014 ---- Im nächsten Jahr kann der Hamburger Verlag Gruner und Jahr sein 50 jähriges Jubiläum feiern. Ob es da allerdings viel zu feiern gibt, das muss sich erst noch erweisen. Die Zeichen dafür stehen eher schlecht. Furioser Start Der Start des G+J-Verlages war furios: Da schlossen sich zwei Verleger und ein Drucker zusammen: der Hamburger Rechtsanwalt und Verleger Gerd Bucerius, kinderlos, dessen „Kind“ zeitlebens die Wochenzeitschrift ZEIT , und dessen Dukatenesel, um sein „verlustreiches Kind“ über viele Jahre zu „füttern“, die Wochenillustrierte STERN mit seinem Chefredakteur und Gründer Henri Nannen war. Der zweite im Bunde, der Verleger John Jahr, er gab Zeitschriften wie Brigitte und Constanze heraus. Der Dritte im Bunde Richard Gruner, der eine Druckerei in Itzehoe geerbt und diese zur grössten Tiefdruckerei Europas ausgebaut hatte. Ein eitler Herr, der gerne Sakkos mit Goldknöpfen trug, was ihm den Spitznamen Goldknopf-Gruner eintrug. Hamburger Dreierbund - John Jahr (l), Gerd Bucerius (m) und Richard Gruner (r) Ein Trio als Springer-Alternative Diese Trio hatte sich zusammengeschlossen, um dem mächtigen Verleger Axel Springer Paroli zu bieten, der sich auf dem Wege zum marktbeherrschen Verleger Deutschlands befand. Es waren die Glanzzeiten der Printmedien, Lizenzen zum Gelddrucken sozusagen, die bis zur Ausbreitung des Internets Ende der 90er Jahre andauern sollte. Aus Auflagen-Millionären wurden Deutsche-Mark-Milliardäre. Hort des liberalen Journalismus Aber Gruner und Jahr war mehr, es war der Hort des liberalen Journalismus, der nach Kräften seinerzeit die Versöhnungspolitik Willi Brandts unterstütze, insbesondere mit seinem Flaggschiff STERN. Merksatz John Jahrs an seine Redakteure: " Ihr könnt schreiben was ihr wollt, aber es muss stimmen". Natürlich musste auch die Auflage stimmen, aber bei Gruner und Jahr zu arbeiten war allemal attraktiver als im Hause Springer als Redakteur sich zu verbreitern, wo der Hausherr die Linie vorgab, und die war konservativ bis auf die Knochen und entsprach nicht mehr dem Zeitgeist. Gruner steigt aus, Bertelsmann ein 1969 stieg Richard Gruner aus, ihm wurde Deutschland zu linkslastig, die Bertelsmänner aus Gütersloh stiegen dafür drei Jahre später ein. John Jahr, und dann dessen Erben, hielten weiterhin 25%, die sie jetzt verkauften. Über die Jahre wuchs Gruner und Jahr, mit starken Ablegern insbesondere in Frankreich, zum grössten Medienhaus Europas. Start des Kannibalismus Eine der letzten grossen Neugründungen des Verlages war zweifellos die Financial Times Deutschland, welche den Markt der Wirtschaftszeitungen aufmischte. Aber es war auch die erste, die nach 12 Jahren wieder vom Markt verschwand, nicht einmal als Internetzeitung wollte der Verlag sie erhalten. Es drängte sich der Eindruck auf, hier sollte geldmässig nur noch rausgeholt werden, was rauszuholen ging. Statt Visionen, das Internet zukunftweisend in den Medienmarkt zu integrieren, auch wenn dies zunächst mit Kosten verbunden gewesen wäre, ging die „Kannibalisierung“ weiter: Statt Einzelredaktionen: Plattformen, die gleich mehrere Druckerzeugnisse beliefern mussten. Ausserdem bot sich der Verlag als Hersteller von Firmenzeitungen an, was Konflikte mit kritischen Reportagen in anderen Medien hervorrufen musste, wir berichteten ausführlich darüber. Vorwärts - abwärts Die Auflagen aller Printmedien fielen, einige im steilen Sinkflug. Hinzu kam die Vergreisung der Gesellschaft. Über 60-jährige dürften kaum von der BRIGITTE an den Kiosk gelockt werden. Deren Auflage - im Jahre 2000 noch bei rund 1 Million - fiel fast auf die Hälfte, auf 585.000. Anderen Printmedien ging es nicht besser. Beim STERN konnte keine klare Linie gefunden werden, der häufige Wechsel der Chefredakteure nach dem Abtritt Henr[...]



Wird die BILD-Zeitung zur Journalistenschmiede? – Noch ein BILD-Mann zum SPIEGEL

2014-09-05T15:47:00Z

Dr. Alexander von Paleske 5.9. 2014 ---- Offenbar geht an der BILD als "Trainingsanstalt" für Journalisten, die nach Höherem streben, mittlerweile kein Weg mehr vorbei. Das könnte man jedenfalls meinen, angesichts der neuesten Berufung eines BILD-Mannes in den Hamburger SPIEGEL- Stab. Nach Blome nun Beeck Am 1. Dezember soll der BILD- Redakteur Torsten Beeck zum SPIEGEL kommen. Nicht etwa als Praktikant oder gewöhnlicher Redakteur z.b.V, sondern gleich auf einen der leitenden Posten. Er soll dort das Resort „Soziale Medien“ übernehmen. Seine Aufgabe soll es nach Medienberichten sein, dem Volk aufs Tweet zu schauen, und den SPIEGEL in den sozialen Netzwerken im Gespräch halten. Eine Aufgabe, die er in dem „Drecksblatt“ BILD (SZ-Journalist Hans Leyendecker über BILD) angeblich schon bisher hervorragend ausgeübt hat. Torsten Beeck .........vom "Drecksblatt" zum Spiegel In Meedia heisst es dazu: Der 36-Jährige ist überzeugt, dass in der Vernetzung von Print und Online die Zukunft des Journalismus liegt. Dabei würden, so Beeck, Themen nicht mehr allein von Redakteuren gesetzt, sondern entstünden gleichfalls im Netz. Social Media würden in diesem Zusammenhang auch zum Recherche-Tool. Nachrichten aus der Community würden von Redakteuren geprüft, angereichert, aufbereitet und weiterverbreitet. Dass die neuen Medien dem Qualitätsjournalismus schaden, glaubt Beeck nicht. Er sieht für Medienhäuser und professionelle Journalisten eher eine Chance, durch die Verbreitung ihrer Artikel in den Communities an Bekanntheit zu gewinnen Beeck hatte seine Schreiber-Sporen sich bei der Computer-BILD erworben, eine Zeitschrift aus dem Hause Springer, die auflagenmässig auch schon bessere Tage gesehen hat . Nach seinem Aufstieg in den Olymp der Massenblätter (Ex SPIEGEL Herausgeber Rudolf Augstein: Eine Zeitung wie BILD, die von 5 Millionen Deutschen gelesen wird muss widerwärtig sein) steuerte Beeck dort den Online-Auftritt von BILD und die Präsenz in den sozialen Medien. Ebenso „schnüffelte“ er aus, was derzeit in den sozialen Medien an Themen angesagt ist, um es dann bei BILD aufzugreifen, und gross rauszubringen. Beeck ist der zweite Mann, der von dieser „Fehlgeburt des Journalismus“ in die heiligen journalistischen SPIEGEL-Hallen des Palazzo Prozzi in der Hamburger Hafencity überwechselt, nach dem BILD-Mann Nikolaus Blome, dessen Ankunft beim SPIEGEL – auf Veranlassung des neuen Chefredakteurs Büchner - seinerzeit schon einen ziemlichen Proteststurm unter den Redakteuren ausgelöst hatte, der nur dadurch teilweise gemindert wurde, dass Blome in die Berliner Hauptstadtredaktion gelotst wurde – vorläufig jedenfalls. Nicht lange gefackelt Der nächste Aufstand der SPIEGEL-Redakteure richtete sich indirekt auch gegen Büchner, und liegt gerade einmal zwei Wochen zurück - er scheiterte. Büchner fackelte nach seinem „Sieg“ nicht lange und rief nach Beeck. Damit könnte er zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: zum einen sein Projekt „SPIEGEL 3.0“ mit Beeck umsetzen. Ein Projekt, das Online und Print enger verzahnen soll. Von einer Verbesserung des Online-Auftritts ist allerdings keine Rede. Dort hatte sich über das kommentarlose und offenbar willkürliche Zensurgehabe in den Diskussionsräumen schon allerlei Unmut breitgemacht. Und zweitens könnte Büchner den Redakteuren mit ihrer „BILD-Journalisten-Allergie“ eins auswischen und demonstrieren, wer hier Herr im Hause ist. Denn dass die erneute Berufung eines BILD-Mannes Freude bei der Redaktion auslöst, davon kann wohl kaum ausgegangen werden. Dieses SPIEGEL-Projekt 3.0 hat wohl vor allem die Auflagensteigerung im Visier, und dürfte kaum geeignet sein, an die investigativen Glanzzeiten des SPIEGEL anzuknüpfen. Aus SPIEGEL 3.0 könnte alsbald der SPIEGEL 0:3 werden: drei E[...]



SPIEGEL-Chefredaktion: der nächste bitte?

2014-08-21T05:07:00Z

Dr. Alexander von Paleske ----- 21.8. 2014 ---- Vor einem Jahr, nach dem erzwungenen Abtritt des querelenfreudigen Chefredakteur-Duos Müller-von Blumencron / Mascolo aus der SPIEGEL-Chefetage, sollte endlich der Neuanfang gelingen: Frischer Wind im „Palazzo Prozzi“ in der Hamburger Hafencity wehen, statt ständigem Gezänk und SPIEGEL-Titeln über Schlaflosigkeit und die BILD-Zeitung. Qualitätsjournalismus statt Gezänk Qualitätsjournalismus sollte angesagt sein, und angeknüpft werden an die goldenen SPIEGEL-Tage, als Rudolf Augstein noch auf der Kommandobrücke stand, und das Nachrichtenmagazin prall gefüllt war mit Interessanten Reportagen und Enthüllungen, und selbst gute Artikel in den Papierkorb wanderten, weil man einen Überfluss davon hatte. Gründlich in die Hose Heute lässt sich bilanzieren: das Experiment „frischer Wind“ ging gründlich in die Hose, und zwar ziemlich schnell. Der neue Chefredakteur Wolfgang Büchner hatte nichts besseres zu tun, als die “BILD-Zeitung in den SPIEGEL zu holen“ mit der Berufung des BILD –Hauptstadt-Schreibers Nikolaus Blome. Nikolaus Blome .......vom Revolverblättchen zum SPIEGEL. Wir schrieben damals: Zweifel bestehen, ob derartige Widerwärtigkeiten abfassende „Qualitätsjournalisten“ dieses Hetz- Kampf– und Revolverblättchens (gemeint war die BILD-Zeitung) die Stelle eines stellvertretenden Chefredakteurs beim SPIEGEL übernehmen sollten, um nicht nur Ruhe beim SPIEGEL einkehren zu lassen, sondern dieses Nachrichtenmagazin zu den alten investigativen Glanzzeiten auch nur ansatzweise zurückzulotsen. Statt Ruhe: Aufruhr Heute lässt sich feststellen: nicht einmal Ruhe ist eingekehrt, sondern die Redaktion ist wieder einmal in Aufruhr. Nachdem die SPIEGEL-Redakteure diese "Entscheidungs-Kröte" für Blome schluckten – notgedrungen, weil Chef Büchner das zu einer Machtfrage hochstilisierte - und die Redakteure endlich wieder ihrer Arbeit nachgehen wollten, hat der Chefredakteur Büchner nun richtig seine Krallen gezeigt: Er will alle Ressortleiter-Stellen neu ausschreiben. Wolfgang Büchner .......Krallen gezeigt. Im Klartext: ihm unbequeme Ressortleiter loswerden. Sprich: den SPIEGEL unter seine vollständige Kontrolle bringen. Gerade von den Ressortleitern hatte es heftige Kritik an Büchner gegeben. Das sollte endgültig der Vergangenheit angehören Machtspielchen statt zündende Ideen Dass der Chef Büchner, abgesehen von diesen Machtspielchen, irgendwelche neuen zündenden Ideen losgelassen hätte, mit denen er auch die Redakteure motivieren, ja begeistern , und dem altersmüden SPIEGEL neuen Schwung hätte verleihen können, das lässt sich wohl kaum behaupten. Erbärmliche Geschichten Parallel dazu kamen erbärmliche Titelgeschichten wie letztlich „Stoppt Putin" - offenbar hatte man Putin mit der Terrorfront Islamischer Staat verwechselt. Aber auch „Enthüllungsartikel“ über den führenden deutschen Enthüllungsjournalisten Günter Wallraff, die wir hier kräftig kritisierten. Zensur von Leserbeiträgen Ausserdem musste sich SPIEGEL–online massive Kritik an seiner Zensurpolitik gegenüber Leserbeiträgen gefallen lassen: Dort dürfen Hilfskräfte – so sieht es jedenfalls aus - nach Belieben sich zensurmässig austoben. Begründunglose, und oftmals kaum nachvollziehbare Unterdrückung von Beiträgen, was verständliche Verbitterung auslöste. Entscheidung anstehend Die Mitarbeiter KG, die 50,1% der Anteile am SPIEGEL besitzt, das Resultat von Augsteins seinerzeitiger Schenkung der Hälfte des SPIEGEL an seine Mitarbeiter, wird demnächst zu entscheiden haben, ob für Büchner, Blome & Co der nächste 1. der letzte ist. Keine Überraschung Überraschend ist diese Entwicklung angesichts des Umbruchs in der Medienlandschaft kaum. Der SPIEGEL ist da allerd[...]



Wahlfälscher, Steuerhinterzieher und Geheimkonferenz-Organisatoren – Die Wochenzeitung...

2014-05-26T13:21:00Z

Dr. Alexander von Paleske --- 26.5. 2014 --- Die Wochenzeitung DIE ZEIT war einst das Flaggschiff des liberalen Journalismus in Deutschland, freiheitlich und wertkonservativ. Zusammen mit STERN und SPIEGEL bekämpften sie die Meinungsmanipulationen der Springer Presse, unterstützten Willy Brandts Versöhnungspolitik, und wehrten Angriffe des Staates auf die Pressefreiheit ab. Wochenzeitung "DIE ZEIT" Als Redakteure der ZEIT standen dafür vor allem: Marion Gräfin Dönhoff, Theo Sommer, Hans Gresmann, Rudolf Walter Leonhardt und Josef Müller-Marein - und natürlich der 1995 verstorbene Herausgeber Gerd Bucerius .Leitende Journalisten im Zwielicht Einige leitende Redakteure sorgen seit einiger Zeit für Nachrichten - unerquickliche Nachrichten – über sich selbst. Da ist zunächst der Chefredakteur Giovanni die Lorenzo zu nennen, der sich offenbar gestern des Vergehens der Wahlfälschung schuldig gemacht hat, wie er in der Sendung von Günter Jauch freimütig bekannte. Er stimmte gleich zweimal bei der Europa-Wahl ab. Di Lorenzo kann sich kaum damit herausreden, es nicht gewusst zu haben, gerade für einen Journalisten ist die Information oberste Pflicht. Nicht das erste Mal Es ist nicht das erste Mal, dass di Lorenzo in der Kritik steht: Erinnert sei an den erbärmlichen Versuch, dem ehemaligen Verteidigungsminister zu Guttenberg zur Seite zu springen: zunächst über die Verharmlosung der Plagiatsvorwürfe: "Karl Theodor von und zu Guttenberg ist seinen Doktortitel los, das ist angemessen. Sein Amt soll er behalten. Und darin sich künftig allein an seiner Leistung messen lassen. Die Voraussetzungen der Verleihung von Doktortiteln ist der Mehrheit der Bevölkerung schnurzpiepegal." Dann der weitere Versuch nach Jahresfrist, ihn mit Interview und Buch aus der politischen Wüste zurückzuholen: . "Vorerst gescheitert“ Der Versuch di Lorenzos scheiterte, der Makel haftete von nun an am Chefredakteur. Vorerst gescheitert ........kein Ruhmesblatt für einen Chefredakteur. Weiter mit Theo Sommer Weiter geht es mit dem einstigen Chefredakteur, dann Herausgeber und zuletzt Editor-at-large, Theo Sommer, der jüngst wegen Steuerhinterziehung verurteilt wurde. Ein Bilderberger namens Matthias Nass Dann der ehemalige stellvertretende Chefredakteur und nun internationale Chefkorrespondent der Wochenzeitung Matthias Nass, der jahrelang sich nicht scheute, die jährlich stattfindende Bilderberg-Konferenz mit zu organisieren. Eine Geheimkonferenz, die eine üble Verhöhnung von Demokratie, Öffentlichkeit und Pressefreiheit darstellt. Sabine Rückert und der Kachelmann-Prozess Aber auch die jetzt stellvertretende Chefredakteurin Sabine Rückert, die in mehreren Artikeln in journalistisch unseriöser Form zum Kachelmann Prozess Stellung nahm, und sich in journalistisch unakzeptabler Form über dessen ersten gewählten und dann abgehalfterten Verteidiger Kachelmanns, Birkenstock, äusserte. Wir berichteten mehrfach darüber. Es ist allerhöchste Zeit, dass die ZEIT sich von derartigen Journalisten trennt, die entweder nicht für Qualitätsjournalismus stehen, oder sich anderweitig unglaubwürdig gemacht haben. Erinnert sei an den STERN-Reporter Sebastian Knauer, der schon einen Vertrag mit der ZEIT in der Tasche hatte. Knauer verschaffte sich 1987 Eintritt zu dem Hotelzimmer des Uwe Barschel in Genf, und machte dann Fotos von dem toten Barschel in der Badewanne. Zwar nicht strafbar, aber moralisch verwerflich. Gräfin Dönhoff kündigte sofort den Vertrag mit ihm - er kam dann beim SPIEGEL unter. Diese strengen Maßstäbe angelegt, stünde wohl die Kündigung der oben genannten Herrschaften an. Eines dürfte sicher sein: Herausgeber Gerd Bucerius hätte längst gehandelt. Zu sehr lag ihm[...]



Ober-Grüner und "Steuerspar-Fachmann" Anton Hofreiter, Blackwater (Academi)-Söldner...

2014-05-11T19:27:00Z

Dr. Alexander von Paleske --- 11.5. 2014 --- Es gab in Deutschland eine Zeit, in welcher der SPIEGEL von seinem damaligen Herausgeber Rudolf Augstein zu Recht als das Sturmgeschütz der Demokratie bezeichnet wurde: Enthüllungen in Hülle und Fülle, nicht nur über Franz Josef Strauss, die Neue Heimat, die rechtswidrige Parteien-Finanzierung, der Ministerpräsidenten-Skandal in Kiel, sondern auch viele kleine Skandale wurden durch SPIEGEL-Recherchen aufgedeckt. Zeiten längst vorbei Die Zeiten sind längst vorbei. Unter seinem damaligen Chefredakteur Stefan Aust entwickelte sich das Nachrichtenmagazin zu einem Lifestyle-Magazin, seine Nachfolger Blumencron / Mascolo setzten das fort, und bereicherten zusätzlich die Redaktion mit gegenseitigem „Schiffe versenken“, Hahnenkämpfe auf der Chefredakteursetage. Handfeste Enthüllungen sind heute, man möchte es kaum glauben, eher in der BILD-Zeitung, auch gelegentlich „Drecksblatt“ genannt, zu finden. Ebenfalls hat die Wochenzeitung DIE ZEIT den Enthüllungsjournalismus für sich als auflagefördernd entdeckt, und berichtete jüngst über Betrug mit Bio-Hähnchen. Ein obergrüner Steuersparer namens Hofreiter So ist dann auch der jetzt aufgedeckte Skandal um den grünen Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Anton Hofreiter, dem die Steuerlast offenbar zu gross erschien von BILD und nicht vom SPIEGEL aufgedeckt worden. Obergrüner "Steuerspar-Fachmann" Anton "Toni" Hofreiter Hofreiter hatte es offenbar vorgezogen, zwar gegen die Erhöhung der Diäten zu stimmen, aber trotzdem nicht zu darben, bewerkstelligt über eine rechtswidrige „Steuererleichterung“, auch Steuerhinterziehung genannt. Alice Schwarzer und Spekulant Uli Hoeness lassen grüssen. Noch vor wenigen Wochen hatte Hofreiter im Fall Hoeneß verlangt, dass einer, der „wie Hoeneß das Gemeinwesen bestiehlt“, aus seinem Job „rausfliegen“ müsse. Erfreulich immerhin, dass die berufslose Obergrünin Katrin Göring-Eckardt, Flug-Bonusmeilen-Spezialist Cem Özdemir, sowie Parteichefin Simone Peter ihm sofort verharmlosend zur Seite standen. Weiter mit Söldnern in der Ukraine Gleich darauf dann der Bericht der BILD am Sonntag über den Einsatz von US-Blackwater-Söldnern in der Ukraine, der recht anschaulich belegt zu welch erbärmlichen Mitteln diese von Ultras, Faschisten und Klepto-Oligarchen mit kontrollierte Regierung der Ukraine greift, um dem Aufbegehren im Osten des Landes Herr zu werden. Offenbar gibt es bei den eigenen Truppen Widerstände, mit Gewalt gegen die eigenen Landsleute vorzugehen. Die Söldner hingegen schiessen auf alles, was als Angriffsziel vorgeben ist, und noch darüber hinaus auf Zivilisten - gegen Bares.. Diese Söldner haben bereits im Irak und Afghanistan eine blutige Schleifspur von Verbrechen hinterlassen, wir berichteten mehrfach darüber. Wie die Herrscher am Golf Auch die Herrscher der Emirate am Persischen Golf bedienen sich dieser Schiessprügel, um, angesichts einer grossen Zahl schamlos ausgebeuteter Arbeiter aus Indien, Pakistan, Bangladesch und dem Nepal, jeglichen Aufstandsversuch oder Arbeitskampf mit brutaler Gewalt sofort im Keim zu ersticken. Einstmals wurde diese Firma von dem US-Radikalchristen Erik Prince geführt , der offenbar das biblische Gebot „Du sollst nicht töten“ für seinen blutigen Geschäftsbetrieb kurzerhand ausser Kraft gesetzt hatte. Nachdem Prince, der auch mit den Republikanern in den USA fest verbandelt ist, die Firma verkauft hatte, wurde aus Blackwater dann XE, und nun läuft sie unter dem Namen Academi, was eher an Akademie denken lässt als an brutales Totschiessen. Was das Söldner-Personal betrifft: No change, oder: Alter Wein in neuen Schläuchen. Wieder nicht vom SPIEGEL Aber auch diese Skandalg[...]



Ex-Premier Tony Blair, Medien-Tycoon Rupert Murdoch und der radikale Islam.

2014-04-28T18:27:00Z

Dr. Alexander von Paleske ---- 28.4. 2014 ----- In den vergangenen Wochen sorgte der britische Ex -Premier Tony Blair mal wieder für Schlagzeilen. Ein gehörnter Medien-Tycoon beklagt sich Zunächst beklagte sich der bitter enttäuschte ehemalige Freund Blairs, der Zeitungszar Rupert Murdoch, über Blairs Techtelmechtel mit seiner nun von ihm getrennten Ehefrau Wendi Deng.. Die hatte sich in einer fehlgeleiteten E-Mail lobend über Blairs Körper geäussert, insbesondere über seine Beine (really, really good legs). Offenbar hatte sie reichlich Gelegenheit diese zu begutachten, zuletzt in ihrem Schlafzimmer, wohin Blair bei seinem letzten Besuch in Murdochs Anwesen sogleich hineinmarschierte. Greis Murdoch war da gerade abwesend. Deng & Murdoch .....es war einmal. Aber nicht das allein erbitterte den Zeitungszaren, sondern die Undankbarkeit dieses Blair, den er für einen Freund hielt - auch noch Patenonkel seiner Tochter Grace – und dem er seinerzeit den Weg in die Nummer 10, Downing Street, den Sitz der britischen Premiers, durch seine Medien geebnet hatte. Nicht nur dass Blair seinerzeit in seinem Massenblatt Sun auf Seite drei, direkt neben dem täglichen Nackedei, vor der Wahl 1997 seine Ansichten über Gott, die Welt und britische Politik in einer Kolumne verbreiten durfte. Murdoch sorgte auch in seinen anderen Medien dafür, dass Blair vor den britischen Unterhauswahlen als der richtige, als der einzig richtige Kandidat herausgestellt wurde. Als Gegenleistung hatte er dann nach Blairs Wahl zum Premier jederzeit Zugang zu 10, Downing Street, allerdings aus Publizitätsgründen durch die Hintertür.. Dass dies alles eine Verhöhnung der Demokratie war und ist, störte weder Blair noch Murdoch. Mit Lügen in den Krieg, Trommelfeuer auf die Kriegsgegner Vor dem Irakkrieg eröffnete Murdoch das Medien-Trommelfeuer auf die Kriegsgegner, insbesondere den französischen Präsidenten Jacques Chirac. Den bezeichnete er in der Sun als einen „Wurm“. Den Kriegseintritt hatte Blair gegenüber Parlament und Öffentlichkeit mit Saddam Husseins angeblichen Besitz von Massenvernichtungswaffen begründet – wider besseres Wissen versteht sich. Täglich telefonierten Murdoch und Blair unmittelbar vor und nach Beginn des Irakkrieges miteinander, wie seinerzeit der Guardian herausfand. Blairs neue Weisheiten Nun also glaubte Blair in der vergangenen Woche erneut seine politischen Weisheiten der breiten Öffentlichkeit unterjubeln zu müsssen: diesmal in einem Interview mit dem Wirtschafts-Nachrichtensender Bloomberg. Thema: Der radikale Islam und was tun. Tony Blair .....neue Weisheiten - Screenshot: Dr.v.Paleske Dazu muss vorweg geschickt werden, dass es im Irak unter Saddam Hussein keine Al Qaida Terrortruppe gab. Die nistete sich erst nach dem Einmarsch der US- und britischen Truppen dort ein, und sorgt bis heute mit täglichen Bombenattentaten für menschliches Leid und Destabilisierung. Da hätte eine selbstkritische Rückschau ja eigentlich nahe gelegen. Davon ist Blair natürlich weit entfernt. Stattdessen begrüsst er den Putsch in Ägypten, der die demokratisch gewählte Regierung Mursi beseitigte, und dies, obgleich durch diesen Putsch gerade den Radikalislamisten Zulauf verschafft wird. Eine Putschistenregierung, die gerade heute mehrere Hundert Todesurteile gegen gegen angebliche Muslimbrüder und Terroristen verhängen liess. Die Strafverfahren ähneln Standgerichten. Entlastungsbeweise sind nicht zugelassen. Das alles hat mit rechtsstaatlichen Gerichtsverfahren nichts gemein. Verzweifelte Angehörige nach Verkündung der Todesurteilsempfehlungen - Screenshot: Dr. v. Paleske Aber das hindert die USA nicht, die Militärhilfe für Ägypten wieder au[...]



Der SPIEGEL: Vom Aufdecker zum Abdecker?

2013-08-26T19:37:00Z

Dr. Alexander von Paleske ---- 26.8. 2013 --- Seit geraumer Zeit ist der SPIEGEL, einstmals von seinem Gründer und Herausgeber Rudolf Augstein als das „Sturmgeschütz der Demokratie“, bezeichnet, der jahrzehntelang aufdeckte, was andere gerne zudecken wollten, stark mit sich selbst beschäftigt. Nachdem der Lifestyle unter dem seinerzeitigen Chefredakteur, dem „Kampfzwerg“ Stefan Aust, triumphierte, der investigative Journalismus verkümmerte, und seitdem eher bei der Süddeutschen Zeitung zu finden ist, liefert der SPIEGEL mit seinen Personalentscheidungen weiter Schlagzeilen – unerfreuliche versteht sich, selbstgedrehte Scoops sozusagen. Erst waren es die Auseinandersetzungen um Stefan Aust, dann um das uneinige Gespann Blumencron / Mascolo, die in einer Art Nacht- und Nebelaktion wegen anhaltender Querelen schliesslich rausgeworfen wurden. Wolfgang Büchners Wahl für den Vize Nun hat deren Nachfolger, Wolfgang Büchner, mit der Wahl seines Stellvertreters - spöttisch so zu umschreiben - die BILD-Zeitung, Deutschlands führendes „Revolverblättchen“ beim SPIEGEL einquartiert: Mit der Ernennung des stellvertretenden BILD-Chefredakteurs Nikolaus Blome. Wolfgang Büchner .......BILD einquartiert Rudolf Augstein bemerkte einst über die BILD-Zeitung, als diese noch eine 5-Millionen-Auflage hatte: „Eine Zeitung, die von 5 Millionen Deutschen gelesen wird, muss widerwärtig sein“. Da das Gedruckte der BILD ja nicht vom Teufel höchstpersönlich angefertigt wird, sondern diese „Widerwärtigkeiten“ von leibhaftigen Journalisten zusammengeschrieben werden, oftmals nach der Devise: Forget the facts, push the story, gehört zu dieser „Pusherei“ natürlich auch, die journalistische Ethik - nicht nur gelegentlich - voll über Bord zu werfen. Zweifel angesagt Zweifel bestehen, ob derartige Widerwärtigkeiten abfassende „Qualitätsjournalisten“ dieses Hetz- Kampf– und Revolverblättchens die Stelle eines stellvertretenden Chefredakteurs beim SPIEGEL übernehmen sollten, um nicht nur Ruhe beim SPIEGEL einkehren zu lassen, sondern dieses Nachrichtenmagazin zu den alten investigativen Glanzzeiten auch nur ansatzweise zurückzulotsen. Nikolaus Blome .......vom Revolverblättchen zum SPIEGEL. Dass sich mit der Wahl Nikolaus Blomes unter diesen Umstanden bei den Mitarbeitern des SPIEGEL Unruhe breitmachte, ist nur allzu verständlich . Offenbar hegen die Befürworter Blomes, zu denen auch der Augstein-Sohn Jakob gehört - nicht aber dessen Schwester Franziska - die Hoffnung, er könne nicht nur BILD- Stories pushen, sondern auch die fallende Auflage des SPIEGEL, und zwar nach oben, egal wie, entsprechend dem Motto: Die Auflage ist alles, der Inhalt nichts. Böses Omen Schon der Umzug des SPIEGEL in sein neues Domizil in der Hamburger Hafen-City, wir nannten dieses Monstrum Palazzo Prozzi, liess nicht viel Gutes ahnen. Die jetzigen Personalquerelen bestätigen das nur. "Palazzo Prozzi", das neue SPIEGEL Domizil in der Hafencity Zur Revitalisierung des Magazins gehört gewiss kein Verlagspalast, und schon gar nicht selbst fabrizierte hauseigene Scoops. Die alle Printmedien erfassende Absatz- und Anzeigenkrise, geht auch am SPIEGEL nicht vorbei, sie verlangt innovative Lösungen. Bereits für SPIEGEL-Gründer und jahrzehntelangen Herausgeber Rudolf Augstein stellte sich seinerzeit die Herausforderung, Anzeigenkunden zu ködern ohne deshalb den Anspruch des Magazins zu verraten. Ein Balanceakt. Den Nachfolgern gelingt offenbar weder dies, noch die Attraktivität des Printmediums für die Käufer sicherzustellen. Die Berufung des Nikolaus Blome liegt insoweit allerdings voll im Trend - im negativen Trend versteht sich. N[...]



Axel Springer Konzern: Teil-Rückzug vom Printmarkt – Weniger Meinungsmache?

2013-07-26T05:40:00Z

Dr. Alexander von Paleske ---- 26.7. 2013 ------ Mit drei Printerzeugnissen Hamburger Abendblatt, Hör Zu und BILD hatte sich der Hamburg-Altonaer Kleinverlegersohn Axel Springer im Nachkriegsdeutschland zum grössten Verleger Europas aufgeschwungen. Axel Springer .....Blattmacher, Plattmacher und Meinungsmacher Nachkriegsdeutschlands. Marktmacht für Meinungsmache Diese Marktmacht nutzte er auch, um gegen alles was links war, oder nach links aussah, anzudrucken: Zuerst gegen die Sowjetunion und die DDR, in den 60er Jahren dann gegen die Studentenbewegung , und schliesslich die Verständigungspolitik Willy Brandts mit dem Osten, dem „Wandel durch Annäherung. Da galt sein Leitspruch "seid nett zueinander" natürlich nicht. Hetz-und Kampfblatt BILD Am schlimmsten trieb es Axel Springer mit seinem "Kettenhund" BILD, den in den 60er Jahren sein Lieblings-Chefredakteur, der "schöne Pepe" Peter Boenisch ausführen durfte, und dessen Schlagzeilen oft genug hart am Straftatbestand der Volksverhetzung vorbeischrammten. Von den unzähligen Geschichten, marktschreierisch hart bzw. voll an der Wahrheit vorbei, ganz zu schweigen. Printmedien-Glanzzeiten vorbei Die Glanzzeiten der Printmedien, deren Markt Axel Springer einst in Westdeutschland zu fast 30%, und in Berlin fast vollständig beherrschte, sind längst vorbei. Die Auflagen der meisten Printmedien fallen und fallen, ein Ende der Abwärtsfahrt ist nicht in Sicht.. Abwärtsfahrt ohne Ende Auflage von BILD und BILD am Sonntag Computerbild-Auflage Das Internet mit seiner Schnelligkeit und seiner Vielfalt hat ihnen das Wasser abgegraben. Neben die Online-Auftritte der Printmedien sind eine Vielfalt von anderen Anbietern, Online-Magazinen und Bloggern getreten. Die Verlage reagierten auf den Auflagenrückgang mit Entlassungen von Redakteuren, und der Auslagerung ganzer Redaktionen, was den Absturz nicht aufhielt, sondern wegen des damit einhergehenden Qualitätsverlustes oft nur noch beschleunigte. Die kostenlosen Internetauftritte der Traditionsmedien spielten wegen der drastisch gefallenen Werbeinnahmen keinen mit den Printmedien vergleichbaren Gewinn ein. Bezahlauftritte sollen es bringen Nun sollen es die Bezahlauftritte im Internet bringen. Ob dieses Kostenmodell sich neben den zahllosen kostenlosen Internetauftritten behaupten kann, bleibt abzuwarten, erhebliche Skepsis ist angesagt. Springer hat sich unter seinem Chef Mathias Döpfner umorientiert: Im Vordergrund stehen jetzt Internetauftritte, die keine Zeitung mehr darstellen, sondern Märkte bedienen, von Immobilienangeboten, Jobbörsen bis zum Automarkt (Stepstone, Immonet, Kaufda ), autohaus24, finanzen.net . Hierfür werden keine Redakteure gebraucht, sondern Leute, die Internetseiten ansprechend und gefällig herstellen können und Content-Manager. Mit diesen Auftritten verdient Springer bereits Geld, aus dem Medienhaus wird ein Internet-Auftrittshaus, das von Firmen bis Kleininserenten alles bedient. Keine Überraschung So stellt dann die Meldung des heutigen Tages keine Überraschung mehr dar: Axel Springer Verlag verkauft Traditionstitel wie Hör Zu. Springer verkauft nicht nur Traditionstitel, die ihn gross und reich gemacht hatten, allen voran die Hör Zu unter dem damaligen Chefredakteur Eduard Rhein, sondern gleich auch einen erheblichen Teil seiner Palette von Printerzeugnissen: Hamburger Abendblatt, Berliner Morgenpost, TV- digital, Funk Uhr, Bildwoche, Bild der Frau, Frau von heute. Weg mit allen Frauen- und Programmzeitschriften heisst die Devise. "Kettenhund" BILD bleibt Bei Springer bleiben jedoch "Kettenhund" BILD und BILD-Ableger wie Auto-Bild,[...]



"Raabsteigerung" im US-Fernsehen

2013-05-30T17:46:00Z

Dr. Alexander von Paleske ---- 30.5.2013 ------- Können Unterschichten-Schadenfreude-Klamauksendungen wie die des Stefan Raab, qualitätsmässig noch unterboten werden? Diese Frage beantwortete sich für mich, als ich in einem Kabelkanal auf die Serie „1000 Ways to die“ stiess. Es handelt sich um kurze Clips, in denen dargestellt wird, wie ein Mensch auf etwas ungewöhnliche Weise zu Tode kam. In der Regel handelt es sich um Unfälle. Das allein würde nicht genügend Zuschauer anlocken, also muss etwas dazugemixt werden: Die Aktion mit tödlichem Ausgang graphisch drastisch dargestellt (mit fliessendem Blut) Mobilisierung von Schadenfreude, die wir schon als festen Bestandteil der Raabschlägersendung TV Total kennen, unter den Themenbereichen: - das geschieht ihm / ihr ganz recht - oder: so ein Trottel / Dummkopf was die Zuschauer dann zu Lachsalven animieren soll. Statt des normalerweise zu erwartenden Mitleids, angesichts eines solchen Unglücks: Schadenfreude. Gefolgt dann von einem "wissenschaftlichen Epilog", der dem Ganzen einen pseudo-ernsthaften Anstrich geben soll: Ein Mediziner erklärt, warum der Tod so zwangsläufig eintreten musste, ebenfalls mit graphischen Darstellungen. Mediziner vermittelt pseudoernsthaften Anstrich ..............mit graphischer skeletaler Darstellung Der Vertreiber dieser Serien, zur Sony-Entertainmentgruppe gehörend, versucht niedere menschliche Instinkte zu mobilisieren, und beschreibt sein Produkt so: Most of us would opt to slip away from this earthly life gently, but there are some poor souls who go out with a bang – literally. From explosions and suffocations to decapitations and electrocutions, this offbeat docu-fiction series details the science behind all manner of bizarre ways to die. Never mind “real-life” re-enactments – these are “real-death” accounts of those who have met with an extraordinary end, through chance or just plain stupidity. Darkly humorous, the series makes its subject matter palatable by taking a tongue-in-cheek yet eloquent approach to mortality. It uses interviews with experts and state-of-the-art 3D graphics and animations to explore a particular type of death’s impact on the human body. We’ll also find out the stories behind the unfortunate souls who have found fame – or infamy – in death. Macabre entertainment! Makaber bis auf die Knochen In der Tat, makaber. In der Sendung gibt es nur einen Hintergrundkommentator, ein Raab-ähnlicher Presenter, mit Metzgerslachen – oder gar mit Bestattungsunternehmermiene - fehlt. Es dürfte wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis Unterschichten-Kanäle in Deutschland sich für diesen Dreck interessieren. Mehr zum Raabschläger Beschwerde eines Pro-Sieben Fans über Raabschlägers Unterschichten-Klamaukshow „Absolute Mehrheit Stefan Raab: Im November geht’s los - mit einer Polit-Klamaukshow Stefan Raab schreibt an Charlotte Roche: Sauber gemacht Verteidigungsminister gratuliert Schlag-Raab Top-Nachricht der Woche: Stefan Raab stärkt Abteilung Unterschichtenfernsehen / Klamaukfernsehen / TV Witzchen Stefan Raab muss Regierungssprecher werden Keine Satire zu Raab Stefan Raab, Schadenfreude und die fehlende Zivilcourage[...]