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Mord ist mein Beruf



RA Olaf Johannes berichtet über reale Begebenheiten rund um Strafprozesse



Last Build Date: Fri, 01 Mar 2013 22:03:01 GMT

Copyright: Copyright 2005, strafverteidigerbericht.beeplog.de
 



Loslassen und vergeben

Fri, 01 Mar 2013 22:03:01 GMT

Wenn ich nicht gerade im Gerichtssaal sitze oder das heilige Innehalten praktiziere, lese ich gerne mal ein Buch. In einem fand ich etwas besonders schönes:

Zwei ehemalige Strafgefangene, die vor vielen Jahren von ihren Wärtern gequält und misshandelt worden sind, treffen sich. Der eine fragt:"Und? Hast du unseren Peinigern vergeben?", worauf der andere antwortet:" Niemals! Wie könnte ich denen vergeben?" Daraufhin gibt der erste den Kommentar:" Dann halten sie dich also immer noch gefangen!"



Neuer Stern am Blogger- Himmel

Fri, 16 Nov 2012 15:47:11 GMT

Der Kollege Stefan Wolter aus Hamburg sitzt in der Fortbildungsveranstaltung nicht nur neben mir, sondern berichtet, angestiftet von mir, hier künftig aus seinem Leben als Steuerrechtsexperte und Steuerstrafverteidiger.



Bin weg zur Erholung

Fri, 16 Nov 2012 12:02:32 GMT

Nach drei Verhandlungstagen in dieser Woche vor der großen Strafkammer, bin ich heute morgen nach Berlin gefahren und sitze nun in der Fortbildungsveranstaltung im Steuerstrafrecht.
Dauert zwei Tage, Früsückspause war schon, Mittagessen gibts ab 13.15 Uhr. Das ist ein bißchen spät für einen wie mich, der nicht aus Südeuropa stammt, aber dann ist die Zeit bis zum Abendbrot nicht mehr so lang. Die  Rechtssprechung des BGH zum Steuerstrafrecht macht mich froh, dass ich nur ein einfacher Anwalt und nicht etwa ein erfolgreicher Sportler, Unternehmer oder Künstler bin, der zwar keinen Dank erhält für die Million, die er jährlich an Einkommenssteuer zahlt, sondern am liebsten aufgehängt werden sollte für die 10.000 €, die er mal vergessen hat.



Richter arbeitet nicht wie ein Beamter

Thu, 04 Oct 2012 12:09:35 GMT

Vorgestern um 9.00 Uhr habe ich mit meinem Mandanten beim Richter der  hiesigen Strafvollstreckungskammer gesessen, um über seine Entlassung zum 2/3 Zeitpunkt, der auf übermorgen notiert war, zu sprechen. Gegen 9.30 Uhr waren wir fertig, mein Mandant wurde von seinem Vater zurück in die JVA gefahren. Am Nachmittag des selben Tages erhielt ich vom psychologischen Berater meines Mandanten die Nachricht, dass der Mandant bereits aus der JVA entlassen sei.

Da hat der Richter die Sache nicht etwa in den normalen Geschäftsgang gegeben, mit dem Ergebnis, dass die Entlassung irgendwann in der kommenden Woche vonstatten gegangen wäre, sondern per Fax oder wie auch immer, die sofortige Freilassung angeordnet - vorbildlich.

 




Hilfe für Gefangene und deren Angehörige

Fri, 17 Aug 2012 16:10:55 GMT

...bietet mein Kooperationspartner und Namensvetter

Olaf Drews, psychologische Beratungspraxis, Goslarsche Str. 38, 38685 Langelsheim, Tel.: 05326-5271038
E-mail: drews.praxis@ googlemail.com.


Herr Drews ist bundesweit kompetenter Ansprechpartner für Menschen, die im Gefängnis sitzen oder solchen, deren Angehörige im Knast sind und unterstützt mich bei der Verteidigung von Mandanten im Vollstreckungsverfahren. Dazu gehören Langzeitverbüßer und Sicherungsverwahrte.




Mit Rücksicht auf den bequemen Verteidiger

Tue, 17 Jul 2012 16:18:59 GMT

Normalerweise werden nach dem Schluss der Beweisaufnahme die sogenannten Plädoyers gehalten, und zwar im Stehen. Mal, meistens nach einer vorherigen Verständigung über das Strafmaß, sehr kurz, mal, insbesondere nach einer umfangreichen Beweisaufnahme, etwas länger. Anders gestern vor einem auswärtigen Landgericht in einer Berufungssache mit erstinstanzlicher Verurteilung zu einer unbedingten Freiheitsstrafe: Nachdem wir mit der Beweisaufnahme in der Betrugssache durch waren, ergriff der Vorsitzende das Wort, machte Ausführungen zum bisherigen Ergebnis der Verhandlung, guckte mich an mit den Worten " Sie beantragen Freisspruch?" Dann den Oberstaatsanwalt." Sie auch?". Das anschließende Ergebnis nach geheimer Beratung der Kammer kann sich jeder denken.



Das ging schnell

Tue, 26 Jun 2012 14:26:09 GMT

Mein Mandant ist wegen versuchten Mordes angeklagt und sitzt (noch) in Untersuchungshaft. Nachdem das zuständige OLG meine Haftbeschwerde verworfen hat, habe ich heute Vormittag den Vorsitzenden Richter angerufen und im Anschluss schriftlich beantragt, den Haftbefehl gegen Zahlung einer Sicherheitsleistung (Kaution) in Höhe von 15.000 € außer Vollzug zu setzen, auch deshalb, weil mein Mandant ansonsten seine Arbeitsstelle, die er erst am Tag der Verhaftung angetreten hatte, verlieren würde.

Soeben, also wenige Stunden nach meiner Antragstellung, habe ich gerade den Beschluss erhalten, dass mein Mandant gegen Leistung der Kaution raus kommt.

Schön, dass das Gericht trotz Bestätigung durch das OLG, so schnell und so angenehm reagiert hat, insbesondere vor dem Hintergrund des angeklagten Tatvorwurfes.




Bin abgestiegen

Thu, 19 Jan 2012 08:47:10 GMT

Heute liegt auf meinem Schreibtisch die Durchschrift eines Schreibens, welches ein Kollege, der meine Mandantin vertreten hat, bevor sie zu mir gewechselt ist, an die Staatsanwaltschaft geschickt hat.

Er schreibt: " ...teile ich mit, dass ich Frau XY nicht mehr vertrete."

Genauso wäre es richtig, aber auch ausreichend gewesen.

Dann geht es weiter:

"Der Grund dafür ist, dass der Co- Verteidiger (damit bin ich gemeint) eine andere Strategie durchführen möchte, mit der der Unterzeichner nicht einverstanden ist."

Überflüssig und interessiert keinen. Dass ich es mittlerweile zum Co- Verteidiger eines Mietrechtskollegen gebracht habe, spricht leider nur bedingt für mich.



Wer fragt, der führt (nicht immer)

Wed, 18 Jan 2012 09:51:44 GMT

Nachdem im Verfahren wegen des Vorwurfes des versuchten Mordes an einem Gastronomen am 11. Verhandlungstag der Haftbefehl gegen meinen Mandanten und andere Mitangeklagte aufgehoben worden ist, bin ich grundsätzlich einigermaßen entspannt.

Heute sitze ich jedoch völlig genervt im Schwurgerichtssaal eines Landgerichts. Schuld daran, dass ich genervt bin, ist der Eine, der sonst nur eine Frage mit ein paar Unterfragen stellt. Der Vertreter des Nebenklägers fragt soeben seit vielen langen  Minuten eine Zeugin, ohne dass ich den Sinn seiner Fragen erkenne. Lustig ist aber, dass  das Bild, welches der Nebenkläger abgibt,  immer düsterer wird durch die Schilderungen der Zeugin. Diese, völlig cool, untermauert auf die Fragen des Nebenklägervertreters die Fiesigkeit des Nebenklägers, die dieser vor der Tat (Messerstiche gegen ihn) gegenüber seinem Umfeld wohl an den Tag gelegt hat. So soll er sie dazu aufgefordert haben, sich arbeitslos zu melden, aber trotzdem in der Gaststätte seiner Lebensgefährtin zu arbeiten. Als sie zum Zahnarzt gehen wollte, habe sie erfahren, dass er sie abgemeldet und sie nicht mehr krankenversichert sei. Gewalttätigkeiten von ihm gegenüber seiner als Anstifterin angeklagten Ex-Lebensgefährtin habe sie beobachtet.

Das kommt vielleicht dabei heraus, wenn auf Seiten der Nebenklage ein Familienrechtler oder was auch immer sitzt, der ein Gen in sich zu tragen scheint, welches dazu führt, dass er meint, dass viel Fragen dem Mandanten auch immer viel hilft.




Prozess um versuchten Mord beginnt mit Verletzung des Persönlichkeitsrechts

Tue, 15 Nov 2011 15:50:33 GMT

Die mopo berichtet hier vom Prozessauftakt vor dem Landgericht Stade. Ich verteidige dort einen jungen Mann, dem vorgeworfen wird, mit anderen zusammen versucht zu haben, einen Gastwirt mit einem Messer zu töten. Die Anklage wurde verlesen, am kommenden Freitag geht es weiter.
Eben habe ich beim Gericht ersucht, einer anderen Zeitung zu untersagen weitere Aufnahmen von meinem Mandanten zu fertigen, weil sie ihn und andere Angeklagte im Gerichtssaal aufgenommen und das Foto unverpixelt ins Internet und wohl auch in die Printausgabe gestellt hat.